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Quadratische Augen garantiert

Olympia: Quadratische Augen garantiert

11.08.2016 • Olympia • Autor: DVV 410 Ansichten

Von morgens 10.00 Uhr bis nachts um 1.30 Uhr geht der Arbeitstag von Scout Ron Gödde. Der 35-jährige Münsteraner nimmt alle (!) Spiele des Olympia-Turniers auf, wertet die relevantesten aus und stellt sie den deutschen Teams zur Verfügung.

Noch sind die Augen oval, aber nach den Spielen werden sie sicherlich kleiner und quadratischer sein. Gödde zeigt vollen Einsatz, das Ziel ist klar: "Wir wollen so erfolgreich wie möglich in Rio abschneiden und eine Medaille gewinnen. Da möchte ich meinen Beitrag zu leisten!" Und der ist nicht hoch genug zu bewerten. Gold-Trainer Jürgen Wagner spricht nur in den höchsten Tönen von Gödde, der selber ein aktiver Volleyballer ist und es bis in die Dritte Liga geschafft hat: "Ron macht unglaubliche Arbeit, er weiß genau, was ich möchte und hilft enorm."

In der Saison 2008/09 war Gödde in Münster Trainingspartner von Rieke Brink-Abeler/Karla Borger und der für die Spielbeobachtung zuständige Uli Vetter fragte ihn, ob er nicht Lust hätte, als Scout einzusteigen. Schließlich war er Volleyballer und studierte Mathematik mit Nebenfach Informatik. Inzwischen hat er den Master gemacht, seit 2009 ist er nun dabei, reist mit den Teams um die Welt, kennt Gott und die Welt im Beach-Circuit. Deswegen ist es auch nicht ungewöhnlich, dass sich die Scouts untereinander helfen, falls eine Kamera mal ausfällt oder nach einem Spiel von Turnier XY gefragt wird.

"Ich war in der Olympia-Qualifikation auf 25 Turnieren und habe ca. 3000 Videos auf den Server geladen und bearbeitet. Aus diesem Datensatz ziehen die Trainer ihre Kenntnisse", so Gödde. Bernd Schlesinger, Trainer von Markus Böckermann /Lars Flüggen, bereitete sich beispielsweise mit acht Spielen auf die Niederländer Brouwer/Meeuwsen vor - die Erkenntnisse brachten fast den ersten Sieg. Auch Olympiasieger Jonas Reckermann bedient sich, um als Experte des ZDF für die Spiele vorbereitet zu sein: "Wer bekommt wie viele Bälle, was sind ggf. Eigenheiten von den SpielerInnen. Das ist vor allem bei Teams wichtig, die ich selber auch nicht so oft gesehen habe bzw. kenne", so der Olympiasieger.

Bei der Auswertung hilft ein Analyse-Tool, "was einzigartig ist und um das uns die gesamte Beach-Volleyballwelt beneidet", sagt Wagner. Entwickelt wurde es von Bundestrainer Jörg Ahmann in Zusammenarbeit mit Daniel Link von der TU München. Wagner gibt ein Beispiel: "Das Spielfeld ist in neun Zonen aufgeteilt, und ich kann eingeben, dass ich die Annahmesituationen von Spielerin XY rechts von ihr sehen möchte. Dann sagen mir die Daten, wie viele Plus-Annahmen und wie viele Annahmefehler es gibt."

Am Ende des Turniers wird Bilanz gezogen und dann steht fest: Hat sich die Arbeit von Gödde gelohnt? Waren die langen Tage mit den daraus resultierenden quadratischen Augen der Mühen wert? In London war Gödde dabei, "und gegen eine Wiederholung des Ergebnisses hätte ich nichts einzuwenden."

 

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