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Starke Leistung wird nicht belohnt

Olympia: Starke Leistung wird nicht belohnt

09.08.2016 • Olympia • Autor: DVV 427 Ansichten

Markus Böckermann /Lars Flüggen droht nach der zweiten Niederlage im zweiten Spiel das Vorrunden-Aus bei den Olympischen Spielen in Rio: Gegen die niederländischen Ex-Weltmeister Brouwer/Meeuwsen zeigte das DVV-Duo beim 1:2 (19-21, 21-17, 14-16) eine deutliche Leistungssteigerung, hatte einen Matchball, wurde aber nicht belohnt. Im letzten Vorrundenspiel gegen die Russen Liamin/Barsuk (11. August um 4.00 Uhr deutscher Zeit) muss ein klarer Sieg her!

Starke Leistung wird nicht belohnt - Foto: FiVB

Lars Flüggen agierte mutig im Spiel gegen die körperlich überlegenen Niederländer (Foto: FiVB)

1. Satz: Starkes Spiel wird nicht belohnt

Druck im Aufschlag, Stabilität im Sideout (Angriffsaufbau). So lautete die Vorgabe von Trainer Bernd Schlesinger für die Partie gegen die Hartschläger aus den Niederlanden. Der böige Wind bei winterlichen brasilianischen Temperaturen (22°C) machte es nicht einfacher. Die Niederländer kamen besser in das Spiel, und gingen nach einem ersten Meeuwsen-Block (2,07 Meter) in Führung (2-5). Die Athletik der Niederländer war auch in der Folge tonangebend, der kleine (1,98 Meter) Brouwer versenkte seine Angriffe regelmäßig. Das DVV-Duo hinterließ definitiv einen besseren Eindruck als im Polen-Spiel, kam aber zunächst nicht entscheidend näher (10-13). Dann packte Böckermann das erste Mal am Netz zu und direkt im Anschluss ein zweites Mal - der Anschluss war geschafft (14-15). Böckermann war jetzt richtig "on fire", servierte zweimal hart in den Wind und besorgte die erste deutsche Führung (16-15). Der Satz blieb umkämpft, die Niederländern holten sich den ersten Satzball und verwandelten diesen direkt per Gegenangriff.

2. Satz: Der erste Satzgewinn in Rio

Trotz des bitteren Satzverlustes behielt das deutsche Duo die Köpfe oben und begann vielversprechend. Ein Ass von Flüggen führte zum 7-5, ein Ass von Böckermann brachte das 9-6. Jeder Punkt für auf dem Feld mit der Siegerfaust und auf den Rängen mit einem Aufschrei bejubelt. Zwar war der Vorsprung bei der technischen Auszeit auf einen Zähler geschrumpft, das DVV-Duo machte aber weiterhin einen starken, konzentrierten Eindruck (11-10). Auf der Gegenwindseite bauten Böckermann/Flüggen den Vorsprung auf vier Zähler aus (16-12), der erste olympische Satzgewinn war in greifbarer Nähe. Die Ex-Weltmeister schlugen in Form von Meeuwsen per Aufschlag und Block zurück und stellten den Anschluss wieder her (16-15), zwei Punkte von Böckermann sorgten wieder für beruhigende drei Punkte-Vorsprung (19-16). Das ließ sich das Team nicht mehr nehmen, Böckermann nutzte den ersten Satzball per Aufschlag zum ersten Satzgewinn in Rio.

3. Satz: Ein Matchball reicht nicht

Die medizinische Abteilung mit Arzt Michael Tank und Physiotherapeut Ekkehard Schurig kam aufs Feld, Böckermann wurde in der Satzpause am Bein behandelt. Das schien den deutschen Blocker aber nicht zu behindern, denn sein Block brachte das 3-1. Die im ersten Spiel so souveränen Niederländern machten nun auch Fehler, Brouwer setzte seinen Diagonalangriff ins Netz, Auszeit Niederlande (5-2). Meeuwsen übernahm das Kommando und blockte sein Team zum Ausgleich (5-5), die Minimal-Führung behielt in der Folge aber das deutsche Team (8-7). Die taktischen Schläge von Böckermann und Flüggen passten genau, die Niederländer wählten eher die harte Variante (10-10). Die Punktchance von Flüggen vereitelte abermals ein Meeuwsen-Block, im Sideout blieb das DVV-Duo aber nervenstark und vorne und holte den ersten Matchball (14-13). Brouwer wehrte ab, Meeuwsen holte Matchball Nummer eins für die Favoriten (14-15). Und wie schon im ersten Durchgang nutzten sie gleich ihre erste Chance.
Stimmen zum Spiel

Markus Böckermann : "Die Leistung, die wir geboten haben, war besser und gut als gegen die Polen. So wollen wir uns präsentieren. Wir kannten nun alle Abläufe besser, wussten, wie lange wir im Tunnel stehen, es prasselte nichts Neues mehr auf uns ein und wir haben einige Sachen noch umgestellt. Gegen die Niederländer knapp zu verlieren, ist keine Schande. Aber trotzdem ist man natürlich enttäuscht, wenn man Matchball hat. In der Situation müssen wir vielleicht etwas cleverer agieren mit einer kontrollierten Aggressivität. Gegen die Russen benötigen wir jetzt einen deutlichen Sieg, im Sport ist aber alles möglich. Wir müssen uns so vorbereiten, dass wir die beste Qualität abrufen können."

Lars Flüggen: "Das war viel besser als vorgestern, das hat Spaß gemacht. Aber natürlich gibt es den Wermutstropfen, dass wir nicht gewonnen haben. Am Ende haben wir zwei, drei Aufschläge zu viel verschlagen, aber wir mussten Risiko gehen, sodass wir uns nichts vorwerfen müssen. Wir haben ein paar Sachen anders gemacht, die haben ganz gut gefruchtet. Wenn wir so gegen die Russen reinkommen und dann durchziehen, haben wir vielleicht die Chance, um noch aus dem Pool herauszukommen."



Spielfilm

Satz: 2-4, 4-8, 9-12, 14-15, 18-17, 19-20
Satz: 5-3, 9-6, 11-10, 14-11, 16-15, 19-16
Satz: 3-1, 5-2, 5-5, 8-7, 11-10, 14-13, 14-15

 

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