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Die Stehauf-Weibchen und -Männchen des DVV

Olympia: Die Stehauf-Weibchen und -Männchen des DVV

04.08.2016 • Olympia • Autor: DVV 523 Ansichten

Die Qualifikation für die Olympischen Spiele ist das Höchste, was Sportlerinnen und Sportler (die nicht Fußball-Profis sind) erreichen können. Laura Ludwig /Kira Walkenhorst , Karla Borger /Britta Büthe und Markus Böckermann /Lars Flüggen haben das bravourös geschafft. Denn sie mussten sich nicht nur gegen die internationale und nationale Konkurrenz behaupten, sondern vielmehr gegen sich selbst.

Denn alle drei deutschen Rio-Teams erlitten in der anderthalbjährigen Qualifikationsphase verletzungsbedingte Rückschläge, die zu Zwangs-Pausen führten. Pfeiffersches Drüsenfieber, Knieverletzungen sowie Bandscheibenvorfall - so lautet das Krankenbulletin der drei Teams.

Während sich das Männer-Duo die Knieverletzungen und -probleme paritätisch aufteilten ("Höhepunkt" war die Knie-OP von Flüggen im April 2016), erwischte es bei den Frauen jeweils nur eine Spielerin. Aber dafür ganz heftig! Borger zog sich 2015 bei der Beach-EM in Klagenfurt/AUT einen Bandscheibenvorfall zu: "Ich dachte eine Zeit lang, ich könnte nie wieder Sport machen", beschreibt die Abwehrspielerin die Zeit des sportlichen Nichtstuns und der Ungewissheit. Walkenhorst erwischte es gleich doppelt: Zunächst wurde bei ihr 2014 das Pfeiffersche Drüsenfieber diagnostiziert, als sie endlich wieder fit war, zog auch sie sich eine Knieverletzung zu, die operiert werden musste. Gerade die Krankheit machte der agilen Walkenhorst zu schaffen: "Das war eine sehr harte Zeit als Leistungssportler. Gezwungen zu sein, gar nichts zu tun, ist die Höchststrafe. Und dann nicht genau zu wissen, wie lange das noch dauern wird bzw. ob man überhaupt wieder leistungsfähig wird! Das macht einen verrückt."

Zumal es im zahlenmäßig kleinsten Teamsport der Welt keine Möglichkeit gibt, einfach den Partner zu wechseln. In die Olympia-Qualifikation fließen nur Punkte ein, die als Team gewonnen wurden, deswegen ist der Druck hoch, schnell wieder einzusteigen. Von den entgangenen Preisgeldern, die einen wesentlichen Teil der Einnahmen ausmachen, ganz zu schweigen.

Doch das DVV-Trio zeigte seine Kämpferqualitäten und kam sehr schnell wieder auf Top-Niveau. Böckermann/Flüggen zogen beispielsweise direkt im ersten Turnier nach der Verletzungspause von Flüggen in das Finale von Antalya/TUR ein, ließen dieses aber ausfallen, um das (in dieser Form nicht erwartete) beanspruchte Knie nicht übermäßig zu belasten.

Diese Stehauf-Qualitäten werden sicherlich auch bei den Olympischen Spielen in Rio gefordert sein. Hoffentlich nicht wegen einer Verletzung, aber bei einem möglichen Satzrückstand. Dass die deutschen Teams dazu in der Lage sind, haben sie bewiesen und Bernd Schlesinger, Trainer von Böckermann/Flüggen, bringt es mit einem Satz auf den Punkt: "Mit Leidenschaft kann man auch heute noch viel erreichen!"


PS: Das vierte deutsche Team, Jonathan Erdmann /Kay Matysik , scheiterte wohl aufgrund des langen verletzungsbedingten Ausfalls von Matysik. So konnte das Team in dem anderthalbjährigen Qualifikationszeitraum nur 17 Turniere einbringen und musste im letzten Qualifikationsturnier die sicher geglaubte Rio-Teilnahme begraben.

 

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