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Slowenien ist zu stark

World League: Slowenien ist zu stark

02.07.2016 • World League • Autor: DVV 723 Ansichten

Final-Niederlage und Aufstieg verpasst! Die DVV-Männer haben das Finale bei der Endrunde der World League Gruppe drei in Frankfurt/Main verloren und verpassen somit den Aufstieg in die zweite Gruppe des Premium-Wettbewerbs.

Im Finale unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen dem favorisierten Vize-Europameister Slowenien 1:3 (19-25, 18-25, 25-21, 20-25) und konnte vor 2200 Zuschauern erst ab Satz drei dagegen halten. Punktbeste deutsche Spieler waren Christian Fromm (13) und Simon Hirsch (12).

nter den Augen der DVV-Stars Georg Grozer , Jochen Schöps und Simon Tischer gab es vom ersten Ballwechsel an kein großes Abtasten. Die Slowenen machten mit ihren Sprungaufschlägen mächtig Druck und zeigten von Beginn an, dass sie den Titel und Aufstieg mit aller Macht wollten. Deutschland begann mit einer Veränderung im Vergleich zum Vortag, Ruben Schott war anstelle von Dirk Westphal auf dem Feld, der Vize-Europameister vertraute auf seine eingespielte Mannschaft. Und die zeigte zunächst keinerlei Schwächen, spielte aus der Annahme enorm sicher und war auch in der Block-Feldabwehr dem deutschen Team überlegen. Dem Gastgeber merkte man an, dass das Team in dieser Konstellation nur wenig Zeit miteinander verbracht hatte, Zuspieler Lukas Kampa stieß wegen Krankheit erst in der Finalwoche zum Team. Erst ab dem dritten Satz war es ein Spiel auf Augenhöhe, weil sich die DVV-Auswahl spielerisch und emotional steigerte. Der Satzgewinn war der Lohn, zu mehr reichte es aber nicht, weil die Gäste vor allem im Angriff überlegen waren (38% zu 55%).

Hirsch muss früh runter

Bundestrainer Vital Heynen musste Simon Hirsch früh auswechseln. Der Diagonalangreifer zog sich bei einer Abwehraktion eine Handverletzung zu und musste behandelt werden. So richtig in einen Rhythmus kam die deutsche Mannschaft nicht, weil die Aufschläge der Slowenen mächtig Druck entfachten und das deutsche Angriffsspiel fehlerhaft war. Heynen wechselte mehrfach, konnte den letztlich deutlichen Satzverlust aber nicht verhindern.

Heynen versucht alles

Besserung stellte sich auch im zweiten Satz nicht ein. Die Slowenen agierten wie ein Uhrwerk und spielten nahezu ohne Fehler. Auf deutscher Seite kamen nahezu alle Spieler zum Einsatz, Heynen versuchte alles. Doch die Klasse des Vize-Europameisters war oftmals zu viel für die DVV-Männer, einzig der mit einem Spezialverband agierende Hirsch kam kontinuierlich am Block des Gegners vorbei. Ein Angriffsfehler von Broshog besiegelte den 0:2-Rückstand.

DVV-Männer gehen Risiko

Alles oder nichts, diese Devise galt für den dritten Satz. Und deshalb erhöhte das deutsche Team den Aufschlagdruck. Hirsch und Fromm gingen deutlich mehr Risiko, dadurch hatte die eigene Block-Abwehr Möglichkeiten, zuzugreifen. Erstmals agierten beide Teams auf Augenhöhe, erstmals zeigten auch die Slowenen unter Druck Schwächen. Broshog sorgte unter dem Jubel der Fans für den Satzanschluss.

Ein Spiel auf Augenhöhe

Endlich war es ein Spiel auf Augenhöhe. Fromm punktete aus allen Lagen, Westphal wehrte zweimal spektakulär ab (9-8). Die Slowenen waren herausgefordert und reagierten im Stile eines Champions: Diagonalangreifer Mitja Gasparini drückte beim Aufschlag mächtig auf die Tube, die Punktchancen nutzten die Slowenen und drehten die Partie (12-15). Die DVV-Männer gaben nicht auf und verkürzten nochmals bis auf einen Zähler, mehr gelang aber nicht. Slowenien siegte verdient und steigt auf.

Spielfilm

Satz: 2-5, 6-7 (Malescha für Hirsch), 8-14 (Broshog für Böhme), 15-20 (Hirsch zurück), 18-21 (Sossenheimer für Späth), 18-24
Satz: 2-4, 3-8, 6-12 (Reichert für Schott), 9-16 (Malescha/Zimmermann für Kampa/Hirsch), 18-23
Satz: 3-6, 10-8, 16-14, 20-16, 23-20 (Malescha/Zimmermann für Kampa/Hirsch), 24-21 (Kampa/Hirsch zurück)
Satz: 6-8, 12-14, 16-19 (Schott für Westphal), 18-21 (Westphal zurück), 19-24 (Zimmermann für Broshog)

Stimmen zum Spiel

Andrea Giani (Trainer SLO): "Wir haben in den richtigen Momenten unsere beste Leistung abgerufen. Deutschland war nach dem zweiten Satz ein sehr starker Gegner, in dieser Phase war es wichtig, dagegen zu halten. Ich bin sehr glücklich über den Sieg und den Aufstieg in die Gruppe zwei."

Christian Fromm : "Slowenien war die klar bessere Mannschaft, das Publikum hat uns geholfen, den dritten Satz zu gewinnen. Wenn wir nicht unser Maximum zeigen, reicht es gegen den Vize-Europameister nicht."

Thilo Späth -Westerholt: "Wenn man die ganze World League-Serie betrachtet, war uns klar, dass Slowenien die beste Mannschaft mit dem größten Potenzial ist. Wir wollten Druck ausüben, damit die Slowenen Fehler produzieren. Das ist uns im dritten Satz gelungen, in den anderen aber zu wenig. In den ersten zwei Sätzen haben wir zu leichte Fehler gemacht, die Enttäuschung ist groß.

Ruben Schott: "Slowenien war klar die bessere Mannschaft, sie haben sehr gut aufgeschlagen, damit sind wir nicht zurecht gekommen. Im dritten Satz haben wir es geschafft, Aufschlagdruck zu entwickeln, unsere Abwehr war erst ab Satz drei gut. Leider konnten wir das Niveau von Satz drei nicht bis zum Ende durchhalten."

Philipp Collin : "Wir waren schlechter, die Slowenen waren im Angriff, Block und Annahme besser. Im dritten Satz haben wir draufgehauen, wir hatten die Ansage bekommen, befreiter aufzuspielen. Das haben wir gemacht."

Vital Heynen: "Ich gratuliere Slowenien. Es ist gut, dass die beste Mannschaft die World League gewonnen hat, unser Sport ist ehrlich. Wir haben im dritten und vierten Satz sehr gut gespielt, das war unsere beste Leistung in diesem Wettbewerb. Leider haben wir es am Ende nicht halten können. Ich bin stolz, dass meine Mannschaft bis zum Ende gekämpft hat, das war immer das, was ich meiner Mannschaft in den vier Jahren mitgegeben habe. Es hat doch keiner mehr daran geglaubt, dass wir in das Spiel zurückkommen."

Finalrunde am 1./2. Juli in Frankfurt am Main

Teilnehmer: Deutschland, Slowenien, Griechenland, Taiwan

Juli: Halbfinale I: Deutschland - Taiwan 3:0 & Halbfinale II: Slowenien - Griechenland 3:0
Juli: Spiel um Platz 3: Taiwan - Griechenland 1:3 & FINALE: Deutschland - Slowenien 1:3

Der deutsche 14-er Kader in Frankfurt

Zuspiel: Lukas Kampa (Wegiel/POL), Jan Zimmermann (United Volleys RM)

Diagonal: Simon Hirsch (Monza/ITA), Daniel Malescha (VfB Friedrichshafen)

Außenangriff: Dirk Westphal (Nantes-Reze/FRA), Christian Fromm (Monza/ITA), Ruben Schott (BR Volleys), Moritz Reichert (United Volleys RM), David Sossenheimer (VfB Friedrichshafen)

Mittelblock: Marcus Böhme (Lubin/POL), Philipp Collin (Tours/FRA), Tim Broshog (SWE Powervolleys Düren), Georg Klein (VfB Friedrichshafen)

Libero: Thilo Späth -Westerholt (VfB Friedrichshafen)

 

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