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Olympia-Form folgt Olympia-Norm

Beach World-Tour: Olympia-Form folgt Olympia-Norm

02.07.2016 • Beach World-Tour • Autor: Tom Bloch 688 Ansichten

Karla Borger und Britta Büthe zeigen sich beim Major Series-Turnier in Poreč in glänzender Spiellaune und gewinnen die Bronzemedaille. Poreč (tob). Nach dem Buchen des Olympia-Tickets haben eine kurze Pause und der Verzicht auf den FIVB Grand Slam im polnischen Olsztyn offenbar gut getan.

Olympia-Form folgt Olympia-Norm - Foto: FiVB

Karla Borger und Britta Büthe (Foto: FiVB)

Karla Borger und Britta Büthe haben sich beim Major Series Turnier in Poreč in dem rein deutschen, kleinen Finale die Bronzemedaille geholt. An der Westküste von Istrien beendeten sie die Medaillen-Serie der aktuellen Weltranglisten-Ersten Laura Ludwig /Kira Walkenhorst mit einem 2:1-Erfolg (21:19, 21:23, 15:11) und sicherten sich 32.000 Dollar Preisgeld sowie 640 Ranglistenpunkte. Über 55 spannende Minuten ging diese hochklassige Partie, die durchaus auch eine vorstellbare Paarung im August an der Copacabana sein kann. Beide Mannschaften gehören zu den Top-Ten der Welt - und wie sehr sich hier nur Kleinigkeiten sofort auswirken können, zeigte die Endphase des dritten Satzes. Borger/Büthe konnten den Vorteil von insgesamt drei Matchbällen nicht in einen Sieg ummünzen. Diese Nachlässigkeit wurde sofort von Ludwig/Walkenhorst ausgenutzt, die sich so noch in den Tiebreak retten konnten.
Doch dann bestimmten die gute Annahme von Britta Büthe sowie spektakuläre Abwehraktionen von Karla Borger die Partie. Borger wartete im Angriff dabei mit einer neuen Variante auf. Die Rechtshänderin nutzte zwei zu lange Zuspiele eiskalt mit ihrem linken Arm für einen Angriffs-Hammer und konnte dabei jedes Mal punkten. "Wir sind so stolz auf uns. Haben viel Krafttraining gemacht und erst spät wieder mit dem Ball angefangen. Das hat uns gut getan," sagte Karla Borger erschöpft und glücklich. "Gut, die Erschöpfung bei so einem langen Spiel spürt man nicht auf dem Feld. Erst danach", meinte Britta Büthe . "Aber mit der Bronzemedaille um den Hals vergisst man alles."
Der Start ins Turnier verlief ein wenig holperig - sicherlich verständlich nach den aufwühlenden Ereignissen bei der erreichten Olympia-Qualifikation während des Major Series-Turniers in Hamburg und der anschließenden selbst verschriebenen kurzen Ball-Pause. Der 2:0-Erfolg (27:25, 21:19) über Stefanie Schwaiger/Barbara Hansel aus Österreich war in 45 Minuten hart erkämpft und von großer Nervenstärke in den jeweiligen Schlussphasen der Sätze gekennzeichnet. "Wir haben es uns anfangs selbst schwer gemacht und mit vielen Aufschlagfehlern den Beginn verdaddelt", sagte Karla Borger . "Aber wie wir da die Nerven bewahrt haben, das war stark." Die tolle Atmosphäre an den schön gelegenen Side Courts beflügelte. Die Zuschauer saßen ganz dicht an den Feldern und das tolle Sommerwetter steuerte weitere gute Laune bei - sowie den zweiten Sieg am Mittwoch. Die Chinesinnen Fan Wang/Yuan Yue wurden klar mit 2:0 (21:17, 21:18) in 35 Minuten bezwungen. "Das war eine ganz schön staubige Angelegenheit in dem durch die Hitze so trockenen Sand," vermeldete Borger. "Britta hat den Side-out sau gut gespielt, unsere Aufschläge waren besser, aber wir haben auch da noch nicht unser Niveau erreicht."
Der Gruppensieg wurde klargemacht im Rahmen eines äußerst spannenden Tiebreak-Kampfes über 54 Minuten. Gegen die Brasilianerinnen Eduarda Santos Lisboa/Elize Secomandi Maia setzte sich das deutsche Nationalteam mit 2:1 (21:18, 14:21, 16:14) durch und bewies erneut Nervenstärke. "Das waren alles Teams, gegen die wir im Laufe der Saison schon öfters gespielt haben", meinte Britta Büthe . "Man hat es den Spielen angemerkt, dass wir uns untereinander gut kennen."
Was folgte, war ein toller Test für die Olympischen Spiele im August: ein Duell mit den amtierenden Weltmeistern. Und dieser Test wurde mit Bravour bestanden! Die Brasilianerinnen Agatha Bednarczuk Rippel/Barbara Seixas de Freitas, Goldmedaillengewinner der WM 2015 in den Niederlanden, wurden von Karla Borger und Britta Büthe in 38 Minuten mit einer souveränen Leistung aus dem Feld der letzten 16 Teams gekegelt. Am Ende stand ein 2:0 (21:17, 21:15) auf der Anzeigetafel - und wenige Stunden später folgte bei knapp 35°C flirrender Hitze auf dem Center Court der nächste Sieg. Durch ein 2:0 (23:21, 21:12) über die Italienerinnen Marta Menegatti/Viktoria Orsi Toth standen die beiden Stuttgarterinnen im Halbfinale und trafen dann wieder erneut auf ein Team, dass sie sehr gut kennen: ihre Trainingspartnerinnen am OSP Stuttgart, Chantal Laboureur und Julia Sude . Diese erwischten am frühen Samstag morgen einen perfekten Start in den Tag. In einem engen Match, in dem nur winzige Nuancen bereits den Ausschlag geben, unterlagen Borger/Büthe nach 41 Minuten der Kombination aus Friedrichshafen mit 19:21 und 20:22. "Es war ein gutes Spiel, da gibt es nur wenig zu verbessern", meinte Trainer Srdjan Veckov, der sein Team in wenigen Stunden auf das kleine Finale gegen die Europameisterinnen Laura Ludwig /Kira Walkenhorst vorbereiten musste. Faire Geste der Olympia-Fahrer an die, die das Rio-Ticket nur aufgrund der nationalen Quote verpassten: "Viel Erfolg im Finale, jetzt holt Euch auch den Pott", sagten Karla Borger und Britta Büthe zu Laboureur/Sude, die aufgrund des unerwarteten Einzugs in die Finalspiele gezwungen waren, ihre Flüge umzubuchen, dafür aber später dann das erste Mal Gold auf Tour gewinnen konnten.
Von Poreč zieht der Major-Turnier-Tross direkt weiter nach Gstaad in die Schweiz, wo es kommende Woche für das Damenfeld erneut um die stolze Börse von 400.000 Dollar geht.

 

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