volleyballer.de - Das Volleyball Portal

Startseite
Wie ein Rausch ohne Stoff

Beach: Wie ein Rausch ohne Stoff

13.06.2016 • Beach • Autor: Christof Bernier 599 Ansichten

Die Bewerbungsphase für den "Urban Volley Sommer 2016" ist in vollem Gange. Noch bis zum 30. Juni besteht die Möglichkeit, sich im Zuge der Initiative für den weltweit einzigartigen Urban Volley Court zu empfehlen. Ein Aspirant ist die Hartmut-Spittler-Fachklinik in Berlin-Schöneberg. Im Interview berichtet Chefarzt Dr. Darius Chahmoradi Tabatabai, warum die Spittler-Fachklinik der ideale Standort für den Urban Volley Court ist und was er sich von der Ausrichtung des Events erhofft.

Herr Dr. Tabatabai, was genau ist die Spittler-Fachklinik?
Dr. Darius Chahmoradi Tabatabai: Die Hartmut-Spittler-Fachklinik ist eine Rehabilitationseinrichtung, die neben der Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit auch RehabilitandInnen mit sogenanntem Mischkonsum (Alkohol + illegale Substanzen) über 12-26 Wochen behandelt und sich mitten in der Stadt in Berlin-Schöneberg auf dem Gelände des Vivantes-Auguste-Viktoria-Klinikums befindet.

Warum ist die Spittler-Fachklinik perfekt für den "Urban Volley Sommer" geeignet?
Dr. Tabatabai: Der Court soll im Klinikpark errichtet werden und ist auf diese Weise geschützt und gleichermaßen auch öffentlich zugänglich. Die Klinik setzt sehr auf den Faktor Lebensrealität in der Therapie - die Begegnung von volleyballbegeisterten Kiezanwohnern mit unserer Klinik finden wir sehr spannend und belebend.

Welche Ziele verfolgen Sie mit der Ausrichtung des "Urban Volley Sommers"?
Dr. Tabatabai: Abhängigkeitserkrankungen sind immer noch mit einem Stigma behaftet, gerade weil zum Beispiel der Konsum von Alkohol und zunehmend auch von Cannabis so alltäglich ist. Menschen, die mit der Dosierung nicht zurechtkommen, werden bei unangenehmen Folgen rasch ausgegrenzt. Der "Urban Volley Sommer" soll dabei helfen, das Alltägliche einer Abhängigkeitserkrankung zu zeigen und welche großen Chancen zur Veränderung für die Betroffenen bestehen. Sport, insbesondere der Volleyball, kann bei diesen Veränderungen eine große Rolle spielen. Das sehen wir in der Klinik jeden Tag aufs Neue.

Haben Sie schon konkrete Ideen für das Programm? Auf was darf man sich freuen, wenn der Urban Volley Court an Sie vergeben wird?
Dr. Tabatabai: Neben der regelmäßigen Nutzung durch unsere Volleyball-AG (Team aus aktuellen und ehemaligen RehabilitandInnen) im Training- und Wettkampfmodus wollen wir während des Sommers auch Turniere mit der Berliner Volleyball-Drogenliga durchführen, die den Charakter eines Sommerfestes haben werden. Am Rande können Interessierte auch Einblicke in den Klinikrahmen bekommen und sich überraschen lassen, wie vital Therapie ist.

Entwöhnungstherapie und Volleyball - wie passt das zusammen?
Dr. Tabatabai: Es wurde schon angedeutet: Sport ist ein elementarer Baustein in der Therapie. Seit jetzt schon vier Jahren existiert unsere Volleyball-AG, die immer wieder von den BR Volleys unterstützt wird und auch regelmäßig Anschauungsunterricht bei den Spielen in der Max-Schmeling-Halle nimmt. Traditionell fahren wir auch einmal im Jahr mit rund 85 Rehabilitanden in die Arena zu einem Spiel und nutzen dies als Trainingsmöglichkeit im Sinne von "Lifestyle ohne Drogen". Hierzu sagte einer unserer Besucher: "Erst hat es mich angetriggert, dass ein anderer Zuschauer in unserem Block ein Bier nach dem anderen getrunken hat, doch dann hat mich das Spiel so mitgerissen - das war wie ein Rausch ohne Stoff!"

Was erhoffen Sie sich von den Partnern der Initiative (BR Volleys, Berlin Recycling, StarFM, Tagesspiegel)? Welche Potenziale sehen Sie für alle beteiligten Partner?
Dr. Tabatabai: Wir erhoffen uns Aufmerksamkeit für unsere Inhalte. Insbesondere der präventive Charakter für die Kinder unserer Rehabilitanden liegt uns am Herzen: In Deutschland leben über 2,6 Millionen Kindern in Familien, die von einer Abhängigkeitserkrankung betroffen sind. Die Kinder haben ein hohes Risiko später selbst eine Abhängigkeit zu entwickeln (rund 40% der Kinder). Bislang besteht noch eine große Tendenz, an diesen Kindern vorbeizuschauen. Wir hoffen, mit den Kooperationspartnern zusammen einen Beitrag zur Veränderung dieser Situation beitragen zu können. Sport kann dabei für diese Kinder eine riesige Chance zur Stärkung ihrer Resilienz darstellen. Insbesondere der Volleyball als Mannschaftssportart hat die Fähigkeit, Ressourcen von Kindern zu stärken. Den Zulauf zur Sportart zu stärken, sollte daher auch ein Ansinnen der Kooperationspartner sein.

 

Der volleyballer.de Newsletter

Verpasse keine News, abonniere jetzt den täglich erscheinenden Newsletter. Du kannst den Newsletter jederzeit abbestellen.

Newsletter abonnieren

Weitersagen:

Weitere Meldungen aus der Kategorie "Beach"

» zurück
volleyballer.de auf Facebook volleyballer.de auf G+ RSS Feed Twitter

BeachZeit Beachvolleyball Camps

Beachvolleyball Camp mit BeachZeit

Buche jetzt Deinen Beachvolleyball-Urlaub. Mit Zufriedenheits-Garantie!

weitere Infos

Jetzt geht's App! Neu!

Die Volleyballer App

Jetzt gibt es endlich die offizielle volleyballer.de App. Für Android, iOS und Windows Phone.

weitere Infos zur Volleyball App

Bester Partner nach dem Sport zu entspannen: online casino

i
x


Werben | Impressum | Datenschutz | Kontakt | Partner