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BR Volleys - FINAAALE oho

Bundesligen: BR Volleys - FINAAALE oho

17.04.2016 • Bundesligen • Autor: Christof Bernier 599 Ansichten

Die BR Volleys haben die Feuertaufe in Lüneburg bestanden und sind in das Finale um die Deutsche Meisterschaft eingezogen. In der ausverkauften "Gellersenhölle" bewahrte das Team von Cheftrainer Roberto Serniotti kühlen Kopf, startete eine fulminate Aufholjagd und schlug die SVG Lüneburg mit 3:2 (26:28, 26:28, 25:23, 30:28, 15:11).

Damit haben sich die Berliner nach zwei nervenaufreibenden Duellen in der "best-of-three"-Halbfinalserie durchgesetzt und bestreiten am Sonntag (24. April) das erste Finalspiel in der Hauptstadt.

Wie gewohnt, begann BR Volleys Coach Serniotti auch in Lüneburg mit den Außenangreifern Robert Kromm und Paul Lotman, Nicolas Le Goff und Felix Fischer im Mittelblock, Tsimafei Zhukouski im Zuspiel sowie Libero Erik Shoji und Diagonalangreifer Paul Carroll.

Der Australier eröffnete dann auch gleich ein packendes Spiel mit seinem ersten Punkt in der Gellersenhalle - bisher hatte Carroll nicht einen Ballwechsel in Lüneburg gespielt. Das Match nahm sofort Fahrt auf und gestaltete sich ausgeglichen (2:2, 5:5). Nach der ersten technischen Auszeit gelang den Berlinern in Person von Robert Kromm das erste Break (9:7). Der Kapitän kam auf Touren und punktete mehrfach krachend (15:12). Aber mit Michel Schlien am Service fanden die Gastgeber die passende Antwort (15:16). Ruben Schott gab Kromm eine Auszeit in der Annahme und wenig später gab es den Schreckmoment auf Berliner Seite. Zhukouski musste mit Rückenproblemen verletzt raus, Kühner vertrat ihn fortan im Zuspiel. Berlins Volleyballteam Nr. 1 hatte, wie schon im ersten Spiel der Serie, in der Annahme sehr hart zu kämpfen, konnte aber nach einem Ass von Paul Carroll das Blatt wenden (21:19). Nachdem der Hauptstadtclub seine ersten zwei Satzbälle vergab, schenkten sie der SVG den Vorteil nach einem kapitalen Missverständnis und gaben den ersten Durchgang schließlich mit 26:28 ab.

Die Gäste ließen sich von diesem Rückstand aber nicht aus der Ruhe bringen und legten nach einem erneuten Ass vom starken Carroll wieder vor (5:3). Schnell war auch dieser kleine Vorsprung wieder verspielt und so blieb es weiter umkämpft (7:7, 11:11). Das berühmte Momentum kehrte dann aber zum Hauptstadtclub zurück. Ein Kühner-Block eröffnete eine Punkteserie, der Kromm mit wuchtigen Aufschlägen den Takt vorgab. Nach starker Abwehraktion von Carroll und einem gewonnenen Drückduell von Kühner führten die Berliner erstmalig mit drei Zählern (15:12). Unterbrochen von zahlreichen Auszeiten ging es in die Endphase von Satz zwei. Als Kromm nach spektakulärem Ballwechsel zum 20:17 punktete, hatten die Berliner den Satzausgleich vor Augen. Der Gastgeber schaffte aber - angepeitscht vom Publikum - das nächste Comeback (22:22). Das Ende von Durchgang zwei wurde dann zur Kopie von Satz eins. Wieder ließ der Hauptstadtclub zwei Gelegenheiten zum Satzgewinn aus und wieder war Lüneburg zur Stelle, nutzte den zweiten Satzball und ging so 2:0 in Front (26:28).

Die dann folgende zehnminütige Satzpause schien den BR Volleys gut zu tun. Fokussiert kehrten sie zurück auf das Feld und Diagonalangreifer Carroll packte fulminante Aufschläge aus (7:2). Das Berliner Team wirkte nun stabiler und die Annahme sicherer. Einzig am Service fehlte das Quäntchen Glück (12:8). Erst Felix Fischer fand an der Aufschlaglinie wieder seinen Rhythmus und baute die Führung aus (19:13). Es schien, als würden die Berliner ihren Vorsprung dieses Mal nicht verspielen (23:17), aber als Scott Kevorken zum Sevice antrat, begann bei den BR Volleys wieder das Nervenflattern. Fünf abgezockte Asse des Lüneburger Kapitäns später stand es wieder Unentschieden (23:23). Erneut ging der erste Satzball an Berlin und nun behielt Kromm kühlen Kopf und vollendete zum 1:2 (25:23). Die Pokalsieger war zurück.

Die Gäste blieben also im Spiel und noch war alles möglich. Ein nervöser Beginn auf beiden Seiten sorgte weiter für Spannung (6:6). Als Kromm seine 2,12 Meter nicht aus der Schussbahn bekam und den Ball mit dem Kopf striff, nahm Serniotti die Auszeit (10:12). Diese trug sofort Früchte. Drei schöne Aktionen von Le Goff, Lotman und Carroll später waren die BR Volleys im Vorteil (13:12). Zunächst schaffte es dann kein Team, sich abzusetzen. Als Kühner ein weiteres Ass einstreute, war erstmalig ein Break geschafft (20:18). Aber die "LüneHünen" blieben ruhig und mit ganz viel Auge glich Marshall wieder aus (22:22). Längst hielt es niemanden mehr auf den Sitzen und beim Stand von 23:24 hatten die Lüneburger ihren ersten Matchball. Der Europacupsieger agierte nervenstark und Fischer wehrte diesen ab. Nun überschlugen sich die Ereignisse. Lüneburg hatte einen weiteren Matchball und dann benötigten die Berliner vier Chancen, um schließlich nach einem Lotman-Ass den Satzausgleich bejubeln zu dürfen (30:28).

Der Tiebreak toppte dann alles, was sich vorher über vier Sätze abspielte. Es wurde richtig hitzig in der "Gellersenhölle". Wie schon im Hinspiel kam es zu einer strittigen Schiedsrichterentscheidung - dieses Mal gegen Berlin. Kapitän Kromm beschwerte sich lautstark und sah Rot (1:4). Aber der Hauptstadtclub erholte sich und der Kampfgeist war längst geweckt. Mit einem Carroll-Ass und einem erfolgreichen Angriff von Lotman aus dem Hinterfeld war der schnelle Ausgleich perfekt (4:4). Kromm ging wieder voran und die Berliner erspielten sich die Führung (8:6). Als dann das Zuspiel von Mora Sabate kurios auf dem Hallenboden landete, waren die Gäste nicht mehr aufzuhalten (11:8). Ein Ball von Marshall ins Netz veredelte letztendlich das Comeback, besiegelte den 3:2-Auswärtssieg und machte so den Finaleinzug um die Deutsche Meisterschaft perfekt.

MVP Sebastian Kühner, der für Zhukouski in die Bresche sprang, war nach dem Spiel selbstverständlich hochzufrieden: "Das war wieder ein starkes Spiel von Lüneburg. Es kam für mich überraschend, dass Tsima raus musste und ich so einspringen musste. Gott sei Dank bin ich schnell ins Spiel gekommen. Nach dem zweiten Satz haben wir uns in der Kabine nochmal richtig eingeschworen und das Spiel schließlich sensationell gedreht. Das fühlt sich einfach gut an."

Damit sind die BR Volleys ins Finale um die Deutsche Meisterschaft eingezogen und haben dort zunächst Heimrecht. Wen die Berliner am kommenden Sonntag in der Max-Schmeling-Halle zum ersten Spiel empfangen dürfen, entscheidet sich erst am Donnerstag, wenn der VfB Friedrichshafen und die United Volleys RheinMain in Spiel drei der Serie um das zweite Finalticket kämpfen.

 

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