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Sensation in Friedrichshafen - United Volleys 1:0 gegen den Titelverteidiger

Bundesligen: Sensation in Friedrichshafen - United Volleys 1:0 gegen den Titelverteidiger

14.04.2016 • Bundesligen • Autor: Jan Wüntscher 661 Ansichten

"Bester Aufsteiger aller Zeiten" sind sie bereits in der Volleyball Bundesliga - Heute dürfen sich die United Volleys auch "Comeback-Kids des Tages" nennen. In einem unglaublichen ersten Halbfinalspiel um die Deutsche Meisterschaft bezwangen sie in fremder Halle den Titelverteidiger und Rekordmeister VfB Friedrichshafen mit 3:2 (21:25, 19:25, 25:9, 30:28, 15:8) und machten in einem spektakulären Playoff-Fight einen 0:2-Rückstand wett.

Sensation in Friedrichshafen - United Volleys 1:0 gegen den Titelverteidiger - Foto: United Volleys/Jan Kahlenbach

Unbändiger Jubel der jungen United-Truppe nach dem Sensationssieg beim Rekordmeister (Foto: United Volleys/Jan Kahlenbach)

Lange in Erinnerung bleiben wird vor allem Durchgang drei, in dem den Männern von Cheftrainer Michael Warm nahezu alles gelang. Sage und schreibe einen einzigen Angriffspunkt des VfB ließen sie in diesem Satz zu. Zuvor habe noch etwas die Lockerheit gefehlt, analysierte nach Spielende Mittelblocker Lukas Bauer , einer von fünf Ex-Häflern im United-Team: "Nach dem 0:2 konnten wir ja nur noch befreit aufspielen."

Höchst dramatisch verlief dann der vierte Satz, in dem die Uniteds beim 17:23 bereits wie der ehrenvolle Verlierer aussahen. Mit unwiderstehlichen Angriffen besorgte Kapitän Christian Dünnes jedoch noch den 22:22-Ausgleich. Als sich beim Stand von 24:24 Friedrichshafens Baptiste Geiler für eine respektlose Geste gegenüber dem Schiedsrichter die Rote Karte abholte, lag der Vorteil auf Seiten der Gäste, die einige abgewehrte Matchbälle später den Tiebreak erzwangen. "Im fünften Satz waren wir dann eigentlich von Anfang an besser", befand Dünnes, mit 23 Punkten Topscorer der Partie.

8:3 stand es schon beim letzten Seitenwechsel, bei 14:8 hatten die Uniteds ihren ersten Matchball. Den nutzte Nationalzuspieler Zimmermann so, wie er es am liebsten hat: Mit Unterstützung der Netzkante servierte er ein blitzsauberes Ass und versetzte die gut 30 mitgereisten "U-U-United"-Fans in Freudentaumel. In der zweiten Begegnung der "best of three"-Serie haben die Hessen nun am Samstag (16.9.) um 19.30 Uhr vor eigenem Publikum in der Fraport Arena bereits die Chance, den Deckel drauf zu machen und ihre "MISSION: FINALE" Wirklichkeit werden zu lassen. Nach der grandiosen Auswärts-Vorlage gegen den 13-fachen Deutschen Meister sollte die erhoffte Marke von 4.000 Zuschauern nun doch endgültige zu knacken sein, so die Hoffnung des heute abend ansonsten wunschlos glücklichen Teams.

 

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