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BR Volleys - Ein wichtiger Schritt

Bundesligen: BR Volleys - Ein wichtiger Schritt

13.04.2016 • Bundesligen • Autor: Christof Bernier 1285 Ansichten

Die BR Volleys sind erfolgreich in das Playoff-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft gestartet und erspielten sich in der "best of three"-Serie vor heimischer Kulisse einen wichtigen Vorteil: Vor 3.623 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle setzten sich Kapitän Robert Kromm & Co am Dienstagabend in einem hochspannenden Duell mit 3:2 (25:20, 26:24, 23:25, 18:25, 15:12) gegen die stark aufspielende SVG Lüneburg durch.

Damit könnten die Berliner die Halbfinalserie bereits am kommenden Samstag (16. April um 20.00 Uhr) durch einen weiteren Erfolg in Lüneburg für sich entscheiden und damit das Ticket für die Finalrunde lösen.

BR Volleys Coach Roberto Serniotti setzte auch in der wichtigen Partie gegen Lüneburg auf seine Startformation der letzten Spiele mit den Außenangreifern Robert Kromm und Paul Lotman, Diagonalangreifer Paul Carroll, Nicholas Le Goff und Felix Fischer im Mittelblock, Tsimafei Zhukouski im Zuspiel sowie Libero Erik Shoji.

Die Gäste aus Niedersachsen gingen von Beginn an konzentriert in die Partie und forderten die Hausherren mit stabiler Annahme und Abwehr sowie cleveren Angriffen heraus (4:4), während die Berliner ein paar Minuten brauchten, um in ihren Rhythmus zu finden. Pünktlich zur ersten technischen Auszeit stabilisierte der Hauptstadtclub sein Spiel (8:7) und setzte sich in der Folgezeit auf mehrere Punkte ab (13:9, 17:14). Mit hammerharten Angriffen von Außenangreifer Steven Marshall und einem Ass von Nickolas Del Bianco schafften die Lüneburger beim Stand von 17:17 den Ausgleich. Doch Lotman reagierte und brachte sein Team mit seinen Aufschlägen erneut nach vorne (20:17). Die Berliner ließen sich jetzt nicht mehr stoppen und erspielten sich mit fünf Zählern Vorsprung den ersten Satzball (24:19), der im zweiten Anlauf durch einen gegnerischen Service ins Netz zum 25:20 verwandelt wurde.

In Durchgang zwei hatten die BR Volleys merklich mit der Konzentration zu kämpfen. Zahlreiche Eigenfehler der Berliner und eine deutlich gefestigtere Abwehr auf der anderen Netzseite brachten die SVG in Führung (5:8, 8:12). Zwar konnten die Gastgeber ihr Spiel zwischenzeitlich stabilisieren und bis auf einen Punkt herankommen (12:13), die Lüneburger witterten aber ihre große Chance auf einen Satzausgleich und zogen das Tempo erneut an (12:16). Beim Stand von 15:21 aus Berliner Sicht schien der Durchgang bereits entschieden, doch nun flackerte bei Serniottis Schützlingen der Kampfgeist auf. Unter lautstarkem Jubel des Berliner Publikums verringerten sie den Abstand zum Gegner Punkt für Punkt (18:21, 22:23). Die Spannung im Volleyballtempel war jetzt förmlich greifbar: Ein Fehler des Heimteams schenkte den Lüneburgern zwei Satzbälle (22:24), aber Carroll verkürzte auf einen Punkt und lieferte Lotman damit die Gelegenheit zum Ausgleich (24:24). Der US-Amerikaner, später zum MVP ernannt, avancierte zum Mann der Stunde und brachte seiner Mannschaft mit einem weiteren spektakulären Angriff nicht nur den Satzball, sondern punktete auch zum erlösenden 26:24 und somit zur 2:0-Satzführung.

Auch in Satz drei machten es die Kontrahenten spannend und sorgten einmal mehr für ein Wechselbad der Gefühle. Erneut präsentierten sich die Gäste in der Anfangsphase fokussierter und legten schnell vor (1:4, 5:8). Kapitän Kromm zog beim Stand von 10:10 mit den Gästen gleich, doch Lüneburg agierte auch jetzt mit mehr Biss und ging mit variablem Angriffsspiel wieder in Führung (12:13, 15:18). Der Satzgewinn war für die Niedersachsen zum Greifen nah (21:24), doch wie im Vorgängerdurchgang versagten im entscheidenden Moment kurzzeitig die Nerven (23:24). Diesmal hinderte Lüneburg die Hauptstädter aber am Ausgleich und entschied den Satz im dritten Versuch mit 25:23 für sich.

Selbstbewusst legte die SVG in Abschnitt vier einen wahren Blitzstart hin (2:8, 4:12) und schlug den schockgestarrten Berlinern die Bälle nur so um die Ohren. Die Hauptstädter standen dem Durchmarsch der Gäste ratlos gegenüber und auch mehrere Spielerwechsel - Tomas Kmet für Le Goff, Ruben Schott für Kromm sowie Sebastian Kühner für Zhukouski - zeigten nicht die erhoffte Wirkung (9:16, 14:20). Die SVG nutzte die Schwächen im gegnerischen Team bis zum Schluss konsequent aus, ehe ein Ass von Jannik Pörner das 25:18 und damit den 2:2-Satzausgleich brachte.

Diese deutliche Niederlage rüttelte die Berliner wach. Nach dem zuvor einseitigen Spielgeschehen lieferten sich die Gegner im Tiebreak einen erbitterten Kampf (6:6, 10:10). Mit zwei krachenden Angriffen brachte Kapitän Kromm seine Mannschaft in der Schlussphase in Führung (13:11), Fischer legte per Block nach und sicherte den Berlinern den ersten Matchball des Abends. Chance Nummer eins schickte Carroll ins Netz, doch Kromm behielt die Nerven und vollendete zum 3:2-Sieg (15:12).

BR Volleys Coach Roberto Serniotti zollte der Leistung des Gegners nach der Partie großen Respekt: "Lüneburg ist ein wirklich gutes Team und es war zu erwarten, dass es spannend werden würde. Diese Mannschaft ist nicht nur zu Hause stark, wie viele meinen", sagte der Italiener und zeigte sich sichtlich erleichtert über den Sieg: "Ich bin sehr glücklich über diesen Erfolg, weil wir ihn uns wirklich erkämpft haben. Wir haben nie aufgehört weiterzuspielen, auch wenn es nicht so gut lief. Entscheidend war vor allem, dass wir den zweiten Satz am Ende noch drehen konnten."

Auch Publikumsliebling Felix Fischer hatte im Vorfeld mit einem starken Kontrahenten gerechnet: "Wir wussten, dass es heute schwer werden würde. Die Lüneburger haben uns mit ihrem Aufschlag unter Druck gesetzt und waren insgesamt besser auf uns eingestellt", resümierte der Mittelblocker und erklärte: "Nach den Erfolgen der letzten Wochen hat uns dieses enge Spiel auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, das motiviert uns jetzt aber erst recht!" Diese Motivation und ihr gesamten Können werden für Fischer und Co auch nötig sein, wenn sie am Samstag im zweiten Duell dieser Serie in Lüneburg bestehen wollen.

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