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Jetzt ist alles möglich!

Champions League: Jetzt ist alles möglich!

30.03.2016 • Champions League • Autor: Christof Bernier 454 Ansichten

Diese Mannschaft entfacht schlichtweg Begeisterung! Die Berlin Recycling Volleys haben die Sensation geschafft und den russischen Favoriten Gazprom-Ugra Surgut am Dienstagabend im CEV-Cup-Finalhinspiel mit 3:2 (28:26, 16:25, 25:17, 20:25, 15:11) geschlagen.

Vor frenetischen 5.853 Zuschauern im Berliner Volleyballtempel Max-Schmeling-Halle legten die Berliner Europacuphelden den Grundstein, um am Samstag ein Vereinskapitel zu veredeln, das schon jetzt geschichtsträchtig ist. In vier Tagen (2. April, 15.00 Uhr MEZ) fällt in Surgut die Entscheidung um den CEV-Cup-Sieger 2016.

Cheftrainer Roberto Serniotti setzte auch am Dienstag auf sein Erfolgsgespann der letzten Wochen, bestehend aus Kapitän Robert Kromm und Paul Lotman im Außenangriff, Zuspieler Tsimafei Zhukouski, Paul Carroll als Diagonalangreifer, Felix Fischer und Nicolas Le Goff im Mittelblock und Libero Erik Shoji.

Einen solchen Fünf-Satz-Krimi hatte der Volleyballtempel diese Saison noch nicht gesehen. Vom Start weg war zu sehen, vor welch großer Aufgabe Robert Kromm und Co an diesem Tag standen. Die Berliner mussten sich jeden Punkt ganz hart erkämpfen, da die Gäste sofort mit starker Feldabwehr, kompakter Blockarbeit und ihrem Star-Diagonalangreifer Kostyantin Bakun die ersten Ausrufezeichen setzten (3:9). Aber die BR Volleys zeigten Herz und Kampfgeist, Lotman servierte stark und brachte gemeinsam mit Carroll und Kromm die Orangenen zurück (8:9). Der Druck auf die Berliner Annahme war weiter gewaltig und so zog Surgut wieder davon (10:14). Jede Blockberührung auf der Seite des Hauptstadtclubs war wertvoll und ließ das Publikum aufschreien. Mit ihren Fans im Rücken und Fischer am Aufschlag durfte das nächste Comeback bejubelt werden (14:15). Das Emotionsbad der Gefühle ging weiter: Wieder waren schnell vier Punkte Rückstand angehäuft, wieder war es Lotman am Service egal. Vier Aufschläge des US-Boys später führten die Berliner sogar erstmals (21:20). Trotzdem schafften es die russischen Gäste mit Hilfe ihrer unheimlichen Physis, sich die ersten zwei Satzbälle zu sichern (22:24). Die Berliner bewiesen aber Nervenstärke und nachdem Kromm die erste Gelegenheit abwehrte, stellte Carroll mit einem Ass auf Unentschieden. Nun waren die BR Volleys voll da und erspielten sich drei Satzbälle nacheinander. Als Bakun den Dritten ins Aus manövrierte, explodierte der Volleyballtempel und der Hauptstadtclub ging mit 1:0 in den Sätzen in Führung (28:26).

Die Euphorie aus Satz eins nahm der Australier Carroll zwar direkt auf und verwandelte sie in Punkte, aber die Gäste aus Westsibirien legten minütlich zu (3:3). Einige Missveständnisse und Unkonzentriertheiten später mussten die Berliner dem nächsten Rückstand hinterherlaufen (5:9). Serniotti brachte Sebastian Kühner und Ruben Schott ins Spiel, aber der Druck der Russen in Aufschlag und Block war immens (8:17). Serniotti rotierte zurück und in der Endphase von Satz zwei gab es wieder regelmäßig Punktgewinne des Hauptstadtclubs zu bejubeln, dennoch kam das Aufbäumen zu spät (15:23). Im zweiten Versuch nutzte Surgut nach vergeblicher Rettungsaktion von Lotman und Kromm die Gelegenheit zum 1:1-Satzausgleich (16:25).

In Satz drei konnten die gastgebenden Berliner wieder zulegen. Nach ausgeglichenem Beginn (4:4) konnten auch sie endlich mal eine Führung für sich verbuchen (8:5). Als der schnellste Berliner Aufschläger, Zhukouski, loslegte, führten die BR Volleys sogar 12:6. Kromm und Co fanden nun Mittel und Wege den so starken russischen Block zu umgehen und im Gegenzug fasste auch der Block um Le Goff endlich zu (19:12). Nach Punkten des Franzosen und Carroll waren die BR Volleys nicht mehr aufzuhalten (23:17). Als dann der russische Jungspund Semyshev im Angriff verfehlte, nutze Carroll die erste Gelegenheit, packte sein zweites, ganz wichtiges Ass aus und machte den nächsten Satzgewinn perfekt (25:17).

Die BR Volleys starteten furios in den vierten Durchgang und Kapitän Kromm führte sein Team an (4:2). Die Berliner schafften es nun mit vielseitigem Angriffsspiel immer wieder, den bisher so dominanten Safanov im Block zu umspielen und kamen über ihre Offensiv-Waffen Kromm, Carroll und Lotman regelmäßig zum Erfolg (9:6, 13:11). Die Gastgeber waren auf einem guten Weg, dieses Match in vier Sätzen für sich zu entscheiden, aber Surgut und ihr junger Zuspieler Brdjovic zeigten nun wieder ihre Klasse. Als Apalikov seine Aufschläge traf, entglitt den Berlinern für kurze Zeit das Spiel (17:20). Diesen Rückstand holten sie trotz fulminanter Aktionen von Le Goff und Kromm nicht mehr auf und gaben den vierten Satz letztlich mehr als unnötig ab (20:25).

Nun musste also der Tie-Break die Entscheidung bringen, den sich das überragende Berliner Publikum auch verdient hatte. Die Spannung in diesem Entscheidungssatz war von der ersten Minute an greifbar. Jeder Fehler konnte der ausschlaggebende sein und trotzdem zeigten beide Mannschaften Risikofreude und Kampfgeist (3:3, 6:6). Beim Stand von 8:7 für die Berliner kam es zum spielentscheidenden Moment: Der bis dato überragende Safanov schleuderte den Schnellangriff ins Aus und ebnete so den Weg zum Matchgewinn. Le Goff schlug gefährlich auf und die nächsten ganz wichtigen Punkte konnten die Berliner verbuchen (12:7). Der Volleyballtempel stand Kopf, als Kromm zum 14:8 punktete und seinem Team sechs Matchbälle sicherte. Nach kurzer Torschlusspanik und drei vergebenen Chancen behielt der Ur-Berliner Felix Fischer die Ruhe, verwandelte den vierten Matchball und verewigte sich so ein weiteres Mal in den Geschichtsbüchern des Hauptstadtclubs (15:11).

Cheftrainer Serniotti zeigte sich nach dem Spiel stolz, aber analytisch: "Wenn wir gegen Surgut in der ersten Hälfte der Saison hätten spielen müssen, hätten wir wohl verloren. Jetzt sind wir stärker und haben auch in schwierigen Momenten die Ruhe bewahrt." Manager Kaweh Niroomand machte seinem Team ein Kompliment: "Ich bin sehr zufrieden damit, wie unsere Männer diese Aufgabe gemeistert haben. Es war klar, dass es kein Spaziergang werden würde. Wir haben uns schwergetan, ins Spiel zu finden, uns dann aber zusammengerissen. Wir haben in zwei drei ganz wichtigen Momenten die Nerven behalten, das zeichnet diese Mannschaft aus."

Nun ist die Chance auf den ersten europäischen Vereinstitel für die BR Volleys absolut real. Dazu bedarf es aber am Samstag in Surgut einer weiteren Energieleistung, um den Traum zu verwirklichen. Wie schwer es wird, dort zu gewinnen oder zwei Sätze zu holen und dann im "Golden Set" um den Titel zu kämpfen, hat dieses Spiel gezeigt. Trotzdem glaubt Matchwinner Fischer an die Chance und sein Team: "Das wird ein verdammt schweres Spiel in Surgut, aber wenn wir dieses Niveau halten können, könnten wir dieses Ding wirklich gewinnen. Dort fehlt uns natürlich der Heimvorteil und er war heute einfach nur der Wahnsinn."

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