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Zwei Überraschungsfinalisten

Champions League: Zwei Überraschungsfinalisten

23.03.2016 • Champions League • Autor: Christof Bernier 783 Ansichten

Mit diesem CEV-Cup-Finale hatten wohl nur die wenigsten Volleyball-Experten gerechnet: Während die BR Volleys nach den Erfolgen gegen Knack Roeselare aus Belgien erstmalig in einem Europacup-Endspiel stehen, setzte sich Gazprom-Ugra Surgut im rein russischen Halbfinale des zweithöchsten europäischen Klubwettbewerbs überraschend gegen Titelverteidiger Dynamo Moskau durch. Eines der beiden Teams darf nach dem Rückspiel am 02. April in Sibirien also einen historischen Erfolg feiern.

Für beide CEV-Cup-Finalisten ist bereits das Erreichen des Endspiels ein großer Erfolg, denn der Weg bis zum Duell um den begehrten Titel war weit und schwierig. Im Gegensatz zu den Berlinern startete der aktuelle Tabellenvierte der russischen Superliga von der ersten Runde an im CEV-Cup. Nach Siegen gegen Groningen (NED), Kokkola (FIN), Olympiakos Piräus (GRE) und Dragons Lugano (SUI) stand man im Halbfinale niemand Geringerem als dem Titelverteidiger Dynamo Moskau gegenüber. Nach einer klaren Niederlage im Hinspiel (23:25, 21:25, 18:25) wendete das Team von Trainer Rafael Khabibullin vor heimischem Publikum das Blatt, bezwang Moskau ebenfalls in drei Sätzen (25:23, 25:20, 25:22) und gewann anschließend auch den alles entscheidenden "Golden Set" mit 15:11.

In der russischen Liga lief es für Surgut zuletzt jedoch nicht sonderlich rund. Gleich vier Spiele in Serie gingen in der entscheidenden Saisonphase verloren und als nächsten Gegner hat man am Samstag vor heimischer Kulisse den unangefochtenen Spitzenreiter Zenit Kazan vor der Brust. Allerdings ist Gazprom-Ugra Surgut bisher auch der einzige Verein der Superliga, der das anscheinend übermächtige Starensemble aus Kazan in dieser Saison besiegen konnte.

Mit Kostyantin Bakun hat das Team aus Westsibirien einen absoluten Topscorer auf der Diagonalposition, der im Rückspiel gegen Dynamo Moskau sagenhafte 29 Punkte erzielte. Und auch Zuspieler Aleksa Brdjocivc ist ein großer Name, der den BR Volleys Fans noch vom Champions League Finale 2015 bekannt sein dürfte, bei dem er im Trikot des polnischen Spitzenclubs PGE Skra Belchatow auflief.

Das historische Finale verspricht also Volleyball der Extraklasse. Das Hinspiel findet am Dienstag, 29. März um 19.30 Uhr in der Max-Schmeling-Halle statt. Das Rückspiel wird am Samstag, 02. April in Surgut ausgetragen.

Tickets für das Spektakel im Volleyballtempel gibt es auf www.br-volleys.de

 

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