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Netzhoppers im Liga-Endspurt auf voller Höhe

Breitensport: Netzhoppers im Liga-Endspurt auf voller Höhe

10.03.2016 • Breitensport • Autor: Matthias Penk 656 Ansichten

Der finale Doppelblock von Daniel Heinecke und Nils Ehlers brachte die Bestenseer Landkost-Arena zum Beben. Das Block-Duo stoppte den letzten Herrschinger Angriff und sorgte für den entscheidenden Punkt beim 3:1-Erfolg (19:25, 25:21, 26:24, 25:22) der Netzhoppers KW-Bestensee in der Volleyball Bundesligapartie gegen den TSV Herrsching am Mittwochabend.

Netzhoppers im Liga-Endspurt auf voller Höhe - Foto: Gerold Rebsch

Foto: Gerold Rebsch

Die Brandenburger beeindruckten nach einem missglückten Start mit viel Leidenschaft und drehten die für sie so wichtige Partie. Die drei gewonnen Punkte hievte das Team auf den achten Tabellenplatz und damit auf den "Spitzenplatz" des abstiegsbedrohten Quartetts.
Wie wichtig dieses Spiel war, erkannten die 425 Zuschauer gleich zu Beginn. Während der Gast aus Bayern relativ befreit aufspielen konnte, wirkten die Netzhoppers angespannt und einigermaßen uninspiriert. Unschwer zu erkennen war auch die angespannte Personallage der Gastgeber: Nach den Ausfällen von Diagonalangreifer Matthias Böhme, den Außenangreifern Robin Hafemann und Ivailo Ivanov sowie Zuspieler Peter Itzigehl schrumpfte der ursprüngliche 13-Mann-Kader auf neun gesunde Akteure und stellte sich nahezu von selbst auf.

Ehlers ersetzte Böhme, dazu kamen Theo Timmermann und Sebastian Krause (Außenangriff), Heinecke und Paul Sprung (Mittelblock), Kapitän Manuel Rieke (Zuspiel) und Libero Kamil Ratajczak. Für das verbliebene Personal traf nach dem verkorksten ersten Durchgang, in dem die Netzhoppers teilweise bis zu acht Punkte im Hintertreffen waren, allerdings das zu, was ihr Trainer Mirko Culic hinterher besonders freute: "Wir haben uns im Verlauf des Spiels immer weiter gesteigert, haben immer besser gespielt. So habe ich mir das vorgestellt." Und so erlebten die Fans gleich zu Beginn des zweiten Satzes einen Ruck, der durch das Team ging.
Mit 8:4 ging es in die erste technische Auszeit, die Netzhoppers waren jetzt wacher, konzentrierter und vor allem emotional auf voller Höhe. Auch spielerisch setzte der Gastgeber einige Glanzpunkte, wenn Zuspieler Rieke das Spiel schnell machte und seine Angreifer die Bälle in das gegnerische Feld wuchteten. Bei den Netzhoppers war jetzt das vorhanden, was im ersten Satz noch fehlte: die Leidenschaft und die nötige Präzision in den Aktionen. "Wir haben uns in das Spiel zurückgekämpft, was nach dem ersten Satz wirklich schwierig war. Und danach haben wir wieder bewiesen, dass wir in den wichtigen Spielen unsere Leistung abrufen können", so Culic.

Leidenschaft und Präzision behielten die Netzhoppers auch den Rest der Partie und zeigten sogar, dass sie den Bayern an diesem Abend auch spielerisch überlegen waren. Zwar leistete sich das Culic-Team nach Zwischenspurten und Führungen immer mal wieder kurze Schwächephasen, aus denen es sich in den wichtigen Situationen am Satzende aber auch immer wieder befreite. Vor allem Ehlers punktete dann, sammelte so 23 Zähler und war damit der erfolgreichste Angreifer seines Teams. Sprung verdiente sich mit zwölf Punkten und einer wichtigen Aufschlagserie zu Beginn des vierten Durchgangs die Auszeichnung zum besten Spieler der Partie.

Eine erste Befreiung war dieser Erfolg auf jeden Fall im Kampf um den Klassenerhalt. Denn damit setzten sich die Netzhoppers mit 16 Punkten auf Tabellenrang acht und damit vorerst an die Spitze der vier abstiegsbedrohten Teams um Mitteldeutschland (15 Punkte), Coburg (14) und dem Letzten Rottenburg (14). Am Sonnabend (19.30 Uhr Landkost-Arena Bestensee) hat das Team nun einen Matchball, um den endgültigen Klassenerhalt zu sichern. Rein rechnerisch würde bereits eine Tiebreak-Niederlage (ein 2:3 bringt einen Punkt) reichen. Die Aufgabe wird aber ungleich schwerer, wenn in den SWD Powervolleys Düren der Tabellenfünfte anreist. "Natürlich wollen wir lieber mit einem Sieg alles perfekt machen", sagt Culic. Was er lieber nicht sagt ist, dass man sich vielleicht auch auf etwas fremde Hilfe verlassen kann. Denn die Konkurrenten Coburg und Rottenburg müssen für ihre letzten Spiele bei den Liga-Besten Berlin und Friedrichshafen antreten, die bisher kaum Punkte liegen gelassen haben.

 

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