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VSG Coburg/Grub - Fällt nächste Woche der letzte Hammer?

Bundesligen: VSG Coburg/Grub - Fällt nächste Woche der letzte Hammer?

06.03.2016 • Bundesligen • Autor: André Dehler 586 Ansichten

Das Auswärtsspiel der VSG Coburg/Grub am Samstagabend gegen den Tabellenletzten TV Rottenburg war nach der Nachricht der VBL, dass die Coburger Volleyballer mit einem Abzug von drei Punkten bestraft werden zweitrangig. Die Spieler versuchten zwar die negative Nachricht abzuschütteln und kämpften wie gewohnt mit vollem Einsatz, letztlich war aber die Überzeugung der Hausherren stärker, als die "Jetzt-erst-Recht-Mentalität" der VSG-Spieler.

Die Gründe für den Punktabzug liegen in Verstößen gegen das wirtschaftliche Lizenzierungsverfahren und im Nichteinhalten von Fristen. Die VSG-Verantwortlichen haben eine Nachfrist bekommen, die Ende nächster Woche abläuft. Wenn bis dahin kein Nachweis über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erbracht ist, droht ein weiterer Punktabzug und damit der Fall auf den Abstiegsplatz.

Man muss kein Jurist sein um zwischen den Zeilen zu lesen, was dies bedeutet. Die VSG Coburg/Grub steckt in akuten finanziellen Schwierigkeiten und kann den Spielbetrieb unter aktuellen Voraussetzungen nur noch bis Ende der Saison aufrechterhalten. Der Lizenzentzug und damit der direkte Fall in die 4. Liga ist mit Beendigung der Hauptrunde abgewendet, aber ob Volleyball in Coburg in einer 2. Bundesliga oder gar in der 1. Bundesliga künftig weitergespielt werden kann steht in den Sternen.
Noch ist das Feuer aber nicht aus bei den Schmieden, die in den letzten 3 Jahren in der höchsten deutschen Spielklasse angetreten waren. Trotz des sportlichen Erfolges wurden die Vestestädter dabei weiterhin unter hohem personellen Aufwand ehrenamtlich geführt und fast der komplette Etat in die Mannschaft gesteckt. Es wurde gespart, wo es nur ging doch am Ende ist vor allem die Einnahmenseite das Problem.

Alle kreativen Ideen und Sponsorengespräche der letzten Wochen und Monate führten nicht zu dem erhofften Ergebnis. Die VSG Coburg/Grub befindet sich am Scheideweg und kann trotz einiger getätigter Sponsorenzusagen für nächste Saison und trotz des Treuebekenntnisses fast aller Spieler keine Weiterführung eines hochklassigen Spielbetriebs in der nächsten Saison garantieren.

Dennoch geben die Verantwortlichen nicht auf und hoffen, dass es vielleicht doch noch die letzte Rettung der Schmiede geben kann.
Dabei wäre sowohl ein Szenario in der 1. Bundesliga, als auch in der 2. Bundesliga denkbar. Der finanzielle Aufwand wäre in der 2. Bundesliga dabei natürlich geringer. Der Vorteil bei einem Neuanfang in der 2. Bundesliga wäre der Aufbau von hauptamtlichen Strukturen im Management und eine längere Spielzeit (September bis April), die für lokale Sponsoren attraktiver wäre.
In der 1. Bundesliga könnte man nur über eine Hintertür weiterspielen. Sollte die VSG nach den Punktabzügen auf dem letzten Tabellenplatz stehen, würde die Mannschaft als sportlicher Absteiger feststehen. Die Statuten der Volleyball Bundesliga erlauben es allerdings einen Antrag auf den Verbleib in der 1. Bundesliga zu stellen. Dafür gibt es allerdings zwei wichtige Voraussetzungen.
Erstens muss es einen freien Platz in der 1. Bundesliga geben. Dies wäre der Fall, wenn einer der Meister der 2. Ligen und deren Nachrücker auf den Aufstieg verzichten würden oder die Lizenz nicht erteilt bekämen. Diese Voraussetzung tritt aller Voraussicht nach ein.
Die zweite, noch viel wichtigere Voraussetzung, ist das Vorweisen eines soliden Wirtschaftskonzepts der VSG, um die Lizenzauflagen der Liga zu erfüllen.

VSG-Teammanager Michael Dehler: "Wir haben in den letzten Wochen und Monaten an einer Lösung des Problems gearbeitet und versucht die Weichen für die neue Saison zu stellen. Es gab hierbei viele gute Gespräche, doch leider scheitert es an den nötigen finanziellen Zusagen. Wir brauchen im nächsten Jahr in der 1. Bundesliga zwei hauptamtliche Stellen in der Geschäftsführung, einen hauptamtlichen Jugendleiter und zusätzlich einen Hallenboden ohne Fremdlinien, der jeden Spieltag auf- und abgebaut werden muss. Wir müssen also mit einem deutlich höheren Etat planen. Unser Etat war in jeder Saison auf Kante genäht und die Einsparungen bei Fahrt-, Werbe- und Spieltagskosten sind an ihre Grenzen gestoßen. Es ist traurig zu sehen, dass wir trotz des ehrenamtlichen Einsatzes von 50 Helfern an jedem Spieltagen und über 10 Leuten in der Organisation, die hunderte Stunden im Jahr unentgeltlich einbringen, den Erstligastandort nicht halten können. Es tut mir für die Ehrenamtlichen und die Fans sehr leid, aber vielmehr trifft mich das Schicksal von Mannschaft und Trainer, die nun vor einer ungewissen beruflichen Zukunft stehen. Vielleicht gibt es ja doch noch einen Retter, der nächste Woche oder spätestens bis Ende des Monats zu Gesprächen bereit ist und uns bei einer Neuausrichtung unterstützt. Zudem hoffen wir natürlich, dass uns unsere langjährigen Sponsoren, die oftmals auch zu Freunden geworden sind, auch in einer 2. Bundesliga unterstützen werden.

Die VSG Coburg/Grub muss bis 1. April die Lizenzunterlagen für eine Lizenz in der 1. oder 2. Liga bei der VBL einreichen. Für den Fall, dass dies nicht möglich ist droht der Gang in die 3. Liga oder gar ein kompletter Verzicht auf ein hochklassiges Spielrecht.

Das letzte VSG-Heimspiel der Hauptrunde am Mittwoch, 09. März 2016 um 19:30 Uhr kann also für lange Zeit das letzte hochklassige Volleyballspiel in der Arena auf der Lauterer Höhe sein. Wer es also mit den Coburger Volleyballern und der jungen Mannschaft der VSG Coburg/Grub hält, sollte es sich nicht entgehen lassen, diese ein letztes Mal live zu sehen und leise Abschied zu nehmen.

Anbei befinden sich Stimmen der Spieler und Trainer, die sich gerne selbst äußern wollten!

 

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