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Drei DVV-Duos kämpfen um Rio

Beach World-Tour: Drei DVV-Duos kämpfen um Rio

23.02.2016 • Beach World-Tour • Autor: DVV 519 Ansichten

Die internationale Beach-Volleyball Saison startet für die Frauen-Teams am 23. Februar mit der Beach World Tour im brasilianischen Maceio (23.-28. Februar). Während Laura Ludwig /Kira Walkenhorst (Hamburger SV) als aktuelle Dritte der Olympia-Rangliste die besten Aussichten haben, bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro dabei zu sein, entbrennt um den zweiten deutschen Startplatz ein Dreikampf zwischen Katrin Holtwick /Ilka Semmler (Seaside Beach Club Essen), Chantal Laboureur /Julia Sude (MTV Stuttgart/VfB Friedrichshafen) und Karla Borger /Britta Büthe (MTV Stuttgart). Wir wollten von den drei Teams vor dem ersten Turnierstart wissen, wie sie mit der Situation umgehen und die Saison planen.

Der Start der World Tour 2016 beginnt in dieser Woche. Wie verlief die Vorbereitung auf die zweite Hälfte der Olympia-Qualifikation? Seid ihr fit?
Holtwick: "Die Vorbereitung war kurz und knackig für uns. Wir haben Ende Oktober das letzte Turnier gespielt und spielen nächste Woche das erste der neuen Saison, auch mal eine neue Erfahrung. Wir konnten unser Winterprogramm so durchziehen wie geplant und waren, neben vielen Trainings in Berlin, zweimal auf Teneriffa, um mit europäischen Teams zu trainieren."
Laboureur: "Die Vorbereitung verlief genau nach Plan, wir waren schon vor Weihnachten zehn Tage im Trainingslager in Athen. Nach Weihnachten waren wir noch auf Teneriffa und auf Fuerteventura. Somit konnten wir den Winter über schon einige Wochen draußen unter freiem Himmel trainieren. Die restliche Zeit haben wir in Stuttgart trainiert und hatten Trainingseinheiten mit anderen Teams (u.a. mit Karla und Britta, aber auch mit anderen Teams)."
Borger: "Wir konnten die letzten Turniere der Saison 2015 verletzungsbedingt nicht mehr mitspielen. Umso größer ist die Motivation und die Vorfreude, dass wir jetzt wieder gemeinsam im Sand stehen können. Wir hatten eine gute Vorbereitung und können es nicht erwarten, dass es jetzt wieder richtig um Punkte geht."

Gab es Schwerpunkte, an denen ihr gezielt gearbeitet habt?
Holtwick: keine Antwort
Laboureur: "Die gibt es natürlich immer, werden aber nicht verraten ;). Wir konnten im Kraft/Athletik-Bereich noch "eine Schippe drauf" legen und haben weiter an Feinheiten in allen Elementen geschliffen."
Borger: "Wir haben auf den Dingen aufgebaut, die wir uns schon zur Saison 2015 erarbeitet haben, wo wir schon viele gute Turniere spielen konnten."

So, wie es aussieht, gibt es einen Dreikampf zwischen Holtwick/Semmler, Laboureur/Sude und Borger/Büthe um den zweiten Platz für Rio 2016. Wie geht ihr damit um? Ist das eine "besondere" Situation oder ganz normal?
Holtwick: "Ja, so wird es sein. Alle drei Teams haben das Zeug dazu, dass muss man sich einfach immer wieder bewusst machen. Einerseits ist es natürlich schön, dass Deutschland so stark ist im Frauenbereich, andererseits will jedes Team am Ende das Team sein, das fährt. Ich glaube, wir nehmen es alle sportlich, auch wenn Olympia natürlich etwas Besonderes ist."
Laboureur: "Es wird spannend werden, das ist jedem klar. Wir wollen uns auf unsere eigene Leistung konzentrieren, alles andere können wir nicht beeinflussen. Und dann wird am Ende nach/in Hamburg abgerechnet."
Borger: "Konkurrenzsituationen hat man immer. Im Endeffekt spielen wir aber nicht gegen die anderen beiden deutschen Teams, sondern für uns selbst, wir haben es also selbst in der Hand."

Es fließen noch elf Turniere auf der World Tour und die Beach-EM in Biel/SUI in die Olympia-Qualifikation ein. Steht schon fest, welche Turniere ihr spielt?
Holtwick: "Wir planen natürlich mit einigen Open und den Grand Slams sowie der EM. Auch wenn wir intern eine Ausrichtung haben, wollen wir flexibel bleiben."
Laboureur: "Wir werden voraussichtlich das Open in Fortaleza und das Open in Cincinnati nicht spielen."
Borger: "Erstmal planen wir jedes Turnier mitzunehmen! Gemeinsam mit unserem Trainer werden wir dann sehen und entscheiden, ob es eventuell mal Sinn macht, ein Turnier auszulassen, um Kräfte zu sammeln."

Auf welche Qualitäten wird es in diesem Zeitraum besonders ankommen? Und welche Turniere werden entscheidend sein?
Holtwick: "Welche Turniere entscheidend sein werden, ist schwer zu sagen, natürlich sind die Grand Slams von den Punkten her auf den ersten Blick interessanter, aber auch dort muss man gute Ergebnisse machen, um sich zu verbessern. Im Prinzip müssen wir uns auf jedes einzelne Spiel in jedem einzelnen Turnier konzentrieren."
Laboureur: "Das mag ein wenig ausgelutscht klingen, aber es kann tatsächlich jedes der Turniere entscheidend sein. Die Teams liegen teilweise so dicht beieinander, da kann am Ende eine Platzierung besser oder schlechter den entscheidenden Unterschied ausmachen. Die Grand Slams geben natürlich mehr Punkte, sind aber auch ein wenig besser besetzt. Aber auch die Open werden dieses Jahr gut besetzt sein, u.a. auch, weil die FIVB im Winter noch einmal die Regeln für die Entry-Points der Open geändert hat und man nun "risikofrei" (ohne Entry-Points zu verlieren) die Open spielen kann."
Borger: "Enttäuschungen und Niederlagen gehören zum Leben eines Sportlers dazu. Danach ist es wichtig, weiterzumachen und weiter an sich zu arbeiten, aber auch an sich und das Team zu glauben. Darauf wird es unter anderem ankommen. Die Grand Slam-Turniere geben natürlich mehr Punkte als die Open-Turniere, aber in der Endabrechnung kann eben jeder Punkt wichtig sein. Deshalb gibt es keine unwichtigen Turniere."

Ihr schafft es zu den Olympischen Spielen in Rio, weil…
Holtwick: "wir an uns glauben, gut performen werden und die ältesten Hasen von den drei Teams sind ;)"
Laboureur: "Danke :)!" (Laboureur hatte das "weil" aus der Frage gestrichen, Anm. d. Red.)
Borger: "wir uns in den letzten Jahren konstant weiterentwickelt haben, als Team gut funktionieren und den Sport lieben."

 

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