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BR Volleys: Keine Kompromisse

Bundesligen: BR Volleys: Keine Kompromisse

21.02.2016 • Bundesligen • Autor: Christof Bernier 294 Ansichten

Die Berlin Recycling Volleys feierten am Samstagabend vor 2000 Zuschauern in der Paul Horn Arena ihren 14. Sieg im 16. Spiel dieser Volleyball Bundesliga-Saison. Beim abstiegsbedrohten TV Rottenburg siegte das Team von Cheftrainer Roberto Serniotti souverän mit 3:0 (25:20, 25:18, 25:19). Durch diesen Erfolg und den zeitgleichen Punktverlust des VfB Friedrichshafen bei der SVG Lüneburg festigten die Berliner ihre Position an der Tabellenspitze der Volleyball Bundesliga.

BR Volleys Coach Roberto Serniotti setzte mit Blick auf das Pokalfinale in einer Woche und dem dafür nötigen Rhythmus auf seine bewährte Startformation der bisherigen Saison. Neben Kapitän Robert Kromm begannen Nicolas Le Goff und Tomas Kmet als Mittelblocker, Diagonalangreifer Paul Carroll, Zuspieler Tsimafei Zhukouski, Außenangreifer Paul Lotman und Libero Erik Shoji.

"Ich war mir sicher, dass meine Mannschaft heute wieder die richtige Reaktion auf die letzte Niederlage zeigt", sagte Serniotti im Anschluss an ein Match, in dem sein Team zunächst fahrig begann (5:8). Die Berliner kämpften sich über Schnellangriffe durch die Mitte und ein Kromm-Ass zurück ins Match (12:12). Von Minute zu Minute wurde das Angriffsspiel stabiler (17:15) und auch in Annahme und Abwehr steigerte sich der Hauptstadtclub. Nach einem Angriffsfehler des Heimteams sicherten sich die Gäste verdient den ersten Satz (25:20).

War es wie schon in Durchgang eins auch in der Anfangsphase von Satz zwei der Routinier Kmet, der für die Highlights sorgte (5:3), ließ in der Folge Diagonalangreifer Carroll seine Klasse aufblitzen. Erst blockte der Australier im Eins-gegen-Eins zum 9:7, dann hämmerte er drei Asse zur 17:11-Führung ins Feld. Die BR Volleys blieben konsequent und Libero Shoji bestach immer wieder durch gute Zuspiele nach erfolgreichen Abwehraktionen seiner Teamkollegen - wie auch beim 24:18 durch den späteren MVP der Partie Kromm. Durch einen weiteren Eigenfehler des Tabellenzehnten war auch Durchgang zwei eingetütet (25:18).

Nach einer 10-minütigen Satzpause brauchten die Berliner einige Ballwechsel, um wieder ihren Rhythmus zu finden. So liefen die Gäste zunächst einem Rückstand hinterher (3:6, 9:12). Mit den eingewechselten Arpad Baroti und Ruben Schott sowie einer starken Aufschlagserie des Slowaken Kmet drehte Berlins Volleyballteam Nr. 1 den dritten Satz (15:14) und agierte nun wieder sicher im Angriff. Variabel und durchschlagskräftig ließen die BR Volleys keine Zweifel am Ausgang der Partie aufkommen (20:17). Nach druckvollen Aufschlägen von Baroti sicherten sich die Berliner fünf Matchbälle. Wieder zeigten die Gastgeber Nerven und nach einem Aufschlag ins Aus war der 3:0-Auswärtssieg perfekt (25:19).

Der Italiener Serniotti sah den Schlüssel zum Sieg vor allem im ersten Satz: "Wir hatten eine schwierige Anfangsphase zu überstehen. Die Mannschaft ist sehr ruhig geblieben, hat auf ihre Chance gewartet und dann im richtigen Moment zugeschlagen. In den Folgedurchgängen blieben wir dann weiter konsequent. So konnten wir eine Mannschaft, die zu Hause sehr clever agiert, letztendlich sicher mit 3:0 schlagen." Ein besonderes Lob bekam der eingewechselte Diagonalangreifer Baroti von seinem Trainer: "Ich habe mich heute sehr für Arpad gefreut. Er bekam in den letzten Wochen nicht viel Einsatzzeit und musste sich in Geduld üben. Als er dann heute seine Chance bekam, hat seine Sache aber sehr gut gemacht."

Während das große DVV-Pokalfinale am kommenden Wochenende bereits seine Schatten vorauswirft, müssen die BR Volleys zuvor ihren Fokus auf das vorletzte Bundesliga-Heimspiel der regulären Saison gegen CV Mitteldeutschland (Mittwoch, 24. Feb 19.30 Uhr Max-Schmeling-Halle) richten.

 

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