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VSG Coburg/Grub punktet in Lüneburg!

Bundesligen: VSG Coburg/Grub punktet in Lüneburg!

11.02.2016 • Bundesligen • Autor: André Dehler 473 Ansichten

Eine kleine Schar von Fans begleitete am Mittwoch das VSG-Team zum weitesten Auswärtsspiel in die Lüneburger Heide. Nach 7-stündiger staufreien Anfahrt kamen die Schmiede hoch motiviert in der Gellerseehalle an.

VSG Coburg/Grub punktet in Lüneburg! - Foto: Jürgen Teuber

Foto: Jürgen Teuber

Die VSG erwischte den besseren Start und konnte sich bis zur ersten Auszeit mit 4 Punkte absetzten. Durch erfolgreiche Blockaktionen und gelungene Angriffskombinationen konnte der Vorsprung bis zur 2. technische Auszeit gehalten werden. Eine kurze Schwächephase der Schmiede brachte die Lüneburg wieder ins Spiel zurück. Beide Teams schlugen weiterhin riskant auf, was auf beiden Seiten zu vielen Aufschlagfehlern führte. Am Ende des Satzes zeigten jedoch die Lüneburger Aufschläge mehr Wirkung und so erspielte sich der Gastgeber die ersten drei Satzbälle. Die VSG stemmte sich zwar noch einmal gegen den drohenden Satzverlust, konnte aber nur zwei der drei Satzbälle abwehren und so verbuchten die Lüneburger der Satzgewinn für sich.

Vermutlich trauerten einiger der VSG-Spieler noch der verpassten Chancen im ersten Satz hinterher und so legten die Schmiede einen klassischen Fehlstart (1:5) hin. Die Lüneburger konnten daraus aber kein Kapital schlagen, da ihnen ebenfalls einige leichte Fehler unterliefen und so entwickelt sich ein offener Schlagabtausch mit vielen sehenswerten Ballwechseln. In einer spannenden Schlussphase, in der die Führung ständig wechselte und das Publikum völlig aus den Häuschen war, hatten diesmal die Schmiede das Quäntchen Glück und holten sich den Satzausgleich.

Auch der 3. Durchgang verlief über weite Strecken sehr ausgeglichen. Gegen Mitte des Satzes verschaffte eine kurzzeitige Annahmeschwäche im Coburger Team dem Gegner jedoch den entscheidenden Vorteil. Aufgrund der zu ungenauen Annahme konnte Zuspieler Ariel Katzenelson seine Angreifer nicht wie gewohnt in Szene setzen und so schnappte die Lüneburger Blockfalle ein ums andere Mal zu. Die Schmiede entdeckten aber nun ihr Kämpferherz und kämpften sich Punkt für Punkt wieder heran. Am Ende lassen die Angreifer der VSG aber zu viele Möglichkeiten im Abschluss aus und bekommen dafür letztendlich die Quittung.

Wer jetzt aber gedacht hatte, dass der Widerstand der VSG gebrochen ist, hat die Rechnung ohne die Schmiede gemacht. Obwohl die Lüneburger im Aufschlag und Angriff viel Druck aufbauten, hielt die Offensivabteilung der VSG dagegen. Beim Stand von 13:13 gelang es den Schmieden einen 3 Punkte Vorsprung zu erspielen, was vor allem der überragenden Angriffsleistung von Diagonalspieler Lubos Kostolani zu verdanken ist. Auch in der Folgezeit bliebt Lubos ein Punktegarant und auch die anderen Spieler ließ sich davon anstecken und so konnte man den 4. Satz recht deutlich für sich entscheiden.

Wie schon so oft in dieser Saison musste mal wieder der Tiebreak die Entscheidung bringen.
Beiden Teams war die Nervosität anzumerken aber dennoch gab sich kein Spieler eine Blöße und so marschierten beide Mannschaften im Gleichschritt auf das Spielende zu.
Die knapp 800 Zuschauer in der Halle hielt jetzt nichts mehr auf den Stühlen und für die gute Stimmung wurden sie mit tollen Aktionen und harte Angriffe belohnt. Am Ende erzwang Lüneburg mit zwei brachialen Aufschlagshämmern die ersten Matchbälle für den Gastgeber. Durch eine gelungene Blockaktion glaubte die mitgereisten Fans schon das man das Spiel auch jetzt noch einmal drehen könnte, aber das Schiedsgericht entschied auf Netzfehler und beendete die Partie mit 15:13 zu Gunsten der Lüneburger.


Trainer Itamar Stein:
Wir können heute mit unserer Leistung über weite Strecken zufrieden sein. Leider haben wir es in den entscheidenden Phasen versäumt den Sack zuzumachen. Über den Punktgewinn kann ich mich aber nur bedingt freuen, da heute mit etwas Glück auch ein Sieg möglich gewesen wäre. Nach dem Sieg von Bühl gegen die United Volleys rückt wurde der Abstand auf den 6. Tabellenplatz leider größer.

Geschäftsführer Jürgen Teuber:
Ich habe es nicht bereut, dass ich die lange Busfahrt nach Lüneburg auf mich gewonnen habe. Die Mannschaft hat heute bewiesen, dass sie sich mittlerweile mit fast allen Teams auf Augenhöhe bewegt. Die Lüneburger konnten dank ihres lautstarken Publikums ihren Heimvorteil nutzen und auch wenn ich mir natürlich einen Sieg gewünscht hätte, freue ich mich dennoch über einen weiteren Punktgewinn!

Lubos Kostolani (MVP)
Unser Ziel war es heute wieder Punkte einzufahren und das ist uns gelungen. Wir wussten, dass es uns die Lüneburger nicht einfach machen werden und wir uns gegenüber dem Spiel gegen Mitteldeutschland deutlich steigern müssen. Ich bin mit unserer Leistung zwar zufrieden, aber ein Auswärtssieg gegen Lüneburg wäre heute durchaus möglich gewesen. Im Tie-Break mit zwei Punkten Abstand zu verlieren, das ist nie besonders schön!

 

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