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SCALA1: Julius Milo - nicht nur ein Co-Trainer

Bundesligen: SCALA1: Julius Milo - nicht nur ein Co-Trainer

10.02.2016 • Bundesligen • Autor: SCALA1 610 Ansichten

Seit dieser Saison betreut ein Trainer-Triumvirat die Drittliga-Volleyballerinnen des SC Alstertal-Langenhorn. Cheftrainer Jan Maier wird von den Co-Trainern Matthias Krause (44) mit Schwerpunkt Scouting und Athletik und der 46-jährige Julius Milo, Schwerpunkt Technik, unterstützt. Hier wird Julius Milo im Interview vorgestellt.

SCALA1: Julius Milo - nicht nur ein Co-Trainer - Foto: SCALA1

Julius Milo (Foto: SCALA1)

"Julius bringt viel Engagement und KnowHow mit ins Team. Als Beachtrainer ist er gewohnt in kleinsten Gruppen individuell zu arbeiten und bringt uns damit auch während der Saison individualtechnisch nach vorn", ist Jan Maier sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit. "Das sind für eine Dritte Liga außergewöhnliche Möglichkeiten", schwärmt Maier von den Trainingsbedingungen bei SCALA.

Im Interview entdecken wir überraschende Facetten des gebürtigen Rumänen, der schon als junger Volleyballer eine Saison für eine gewisse VG Alstertal-Harksheide spielte und nun als Trainer wieder ins Alstertal gefunden hat.

Das Interview: "Die Trainer-Tätigkeit ist eine Konstante geworden"

Auf die Frage nach deinem Beruf hast du geantwortet "auf vielen Beinen aufgestellt, wissenschaftlich und kaufmännisch". Was haben wir uns darunter vorzustellen, was machst du?
Ich habe eine abgeschlossene Lehre als Bankkaufmann. Anschließend orientierte ich mich aber um und studierte Humanmedizin - nein, ich bin kein Arzt! Zurzeit bin ich bis Ende des Jahres halbtags Mitarbeiter an einer Studie mit Schwerpunkt Radiologe/Kardiologie mit eigener und recht flexibler Zeiteinteilung.

Ich arbeite bewusst nur halbtags in dem Gebiet, da ich so ab Frühnachmittag meinem zweiten Lieblingsjob nachgehen kann, und das ist seit acht Jahren der Trainerberuf. Die Trainerlaufbahn gehört als Kombination aus Hobby und zweitem Job zu meiner Arbeitswelt und der Anteil ist auch stetig größer geworden. Die Tätigkeit als Trainer ist eine Konstante geworden, die mir Spaß bringt und die ich auf jeden Fall weiter verfolgen werde. Im kaufmännischen Bereich arbeite ich schon länger nicht mehr, aber wer weiß was die Zukunft bringt …

Ich kenne dich noch aus der Zeit meiner eigenen Turniere als begeisterten Beach-Volleyballer. Bist du noch als Spieler aktiv?
Turniere spiele ich mittlerweile nur noch selten, wenn, dann im Sommer. In den letzten fünf Jahren war ich noch als Spieler auf der Nord-Tour in Schleswig-Holstein aktiv, eine sehr schöne Serie mit sehr hoher Wertung für die Deutsche Rangliste. Aber es werden jedes Jahr kaum mehr als drei oder vier Turniere, auch um Punkte zu sammeln und das nächste Jahr eventuell wieder dabei sein zu können. In meiner Freizeit spiele ich aber natürlich mit Freunden und Bekannten immer noch gerne eine Partie :)

Bist du in anderer Weise am Beach involviert?

Ich habe vor etwa acht Jahren meine erste Trainerlizenz beim damaligen Bundestrainer "Beachvolleyball" Lennard Krapp gemacht. Seit etwa sechs Jahren leite ich das Beachvolleyballtraining für den Hochschulsport Hamburg am Stützpunkt Dulsberg und begleite die Teams, die für die Universität Hamburg bei nationalen und internationalen Meisterschaften im In-und Ausland starten. Zu meinem Glück konnte ich auch schon früh als Co-Trainer an der Seite von sehr erfahrenen Trainern mit Profispielern arbeiten.

Kannst du beschreiben, was dich insbesondere fasziniert an dieser Tätigkeit?

Das ist die Fokussierung der Arbeit auf einzelne Beachvolleyball-Teams bzw. -Spieler, die man so konsequent und sehr individuell fördern und verbessern kann. Diese Erfahrungen und Kenntnisse baue ich auch als Techniktrainer bei SCALA ein und hoffe, dass ich einzelnen Spielerinnen und damit auch dem Team helfen kann, sich weiter zu entwickeln und zu verbessern.
Hast du nicht auch gegen Jörg Ahmann und Axel Hager, immerhin die Bronzemedaillengewinner von Sydney 2000, gespielt?
In meinen Anfängen als Beachvolleyballspieler hatte ich tatsächlich schon früh Kontakt zu Jörg und Axel, damals bei den Spielern besser bekannt unter ihren Spitznamen "Vince & Hägar". Ich kann mich noch gut an unsere erste Begegnung erinnern, 1993 beim Turnier der deutschen "Masters"-Serie in Berlin. Es war, so weit ich mich erinnern will, ein deutliches Spiel zugunsten von Jörg und Axel … Schon kurze Zeit später waren sie ganz oben in Deutschland und immer auf Spitzenniveau.

Hast du dann weiterhin diese Masters-Turniere gespielt?

Mein damaliger Spielpartner und ich mussten meist zunächst in die Qualifikation der "Masters"-Serie. Die war manchmal stärker als der untere Teil des Hauptfeldes, da aufgrund des weltweit dritthöchsten Preisgeldes viele ausländische Teams teilnahmen. Wir fühlten uns manchmal wie auf einer World Tour Quali. Ich erinnere mich an ein Masters in Hamburg, wo wir nur zwei Spiele in der Quali spielten, dann waren wir raus: nach einem Spiel gegen ein russisches Nationalteam folgte eins gegen das neuseeländische Team. War trotzdem ein schöner Tag, so international …

Wie bist du Trainer beim Hallenvolleyball geworden?

Es war eher ein "Zufall", dass ich 2014 einen Volleyballer in München besuchte, der kurze Zeit zuvor das Zweitligateam "Allgäu Team Sonthofen" als Cheftrainer übernommen hatte. Ich unterstützte dann aus Leidenschaft und Neugier seine Trainingseinheiten. Diese Trainingseinheiten mit so hochklassigen Spielerinnen und talentierten Nachwuchsspielerinnen waren ein Schlüsselerlebnis für mich. Ein paar Wochen später konnte ich mich auf eine "Hospitation" im Allgäu Team freuen. Ich wurde sehr nett aufgenommen. Am Ende bekam ich vom Team ein schönes Kompliment für meine Trainingsarbeit und vom Verein ein Angebot, das Team vor Ort zu unterstützen.

Ging das denn für dich so von heut auf morgen?

Nein, denn ich hatte bereits in Hamburg vier, fünf Tage in der Woche eine Aufgabe als Trainer beim Beachvolleyball. Dank des netten Teammanagers konnten wir aber eine Vereinbarung treffen, nach der ich fünf bis zehn Tage vor Ort war, gefolgt von zwei bis drei Wochen in Hamburg. Nach einer sehr erfolgreichen Saison mit dem "Allgäu Team" wollte ich mich aber noch nicht so früh für ein festes Engagement entscheiden und so endete es.

Aber du hattest "Blut geleckt".

Mir war ab dem Zeitpunkt klar, dass ich die Herausforderung weiter verfolgen möchte, in der Halle ein Team oder einzelne Spieler in höheren Spielklassen sportlich zu entwickeln, optimalerweise in der Nähe von Hamburg. Leider fehlen uns in Hamburg Teams in der 2. Bundesliga. So kam ein Verein für mich nur in Frage, wenn die sportliche Perspektive zumindest als mittelfristiges Ziel betrachtet wurde, auch für den Hamburger Volleyballnachwuchs.

Der Knoten löst sich …

Ich hatte zunächst einige Probetrainingseinheiten bei der VG WiWa. In dieser Zeit traf ich bei den Ausbildungsseminaren Jan Maier und war sehr beeindruckt, wie er sich persönlich darum bemühte, dass ich doch lieber bei SCALA im Trainer-Team wirken sollte. Die Trainingseinheiten bei Scala haben mich ebenfalls sehr überzeugt: eine gute und "erfolgreiche" Mischung aus gestandenen Spielerinnen mit Bundesliga-Erfahrung und potentiell gute Nachwuchsspielerinnen, zum Teil noch deutlich unter 18 Jahren! Nach vier Wochen Überlegungszeit habe ich mich mit Freude für das Team SCALA1 entschieden!

Nun bist du einige Monate im Trainerteam des SC. Wie ist die Zusammenarbeit mit den anderen Trainern?

Eigentlich sollte man die Zusammenarbeit erst nach der Saison bewerten, da hat man mehr Ruhe dazu. Es ist eine motivierende Aufgabe und gleichzeitig eine logistische Herausforderung, mit drei Trainern ein gemeinsames Ziel zu verfolgen, dabei auch Synergieeffekte zu erzielen und sie in ein gutes Training einzubauen. Jeder Trainer hat seine Aufgaben im Team, und wenn jeder seine Stärken und Erfahrungen im Training einbringt, dann funktionieren wir als Trainer-Team sehr gut.

Worauf kommt es in der Zusammenarbeit besonders an?

Der ständige Austausch unter uns Trainern ist sehr wichtig. Jan Maier und Matthias Krause sind schon länger ein eingespieltes Team und ich versuche jetzt, die beiden mit meiner Arbeit optimal zu ergänzen. Ich kann mir nebenbei noch so einige Handgriffe und taktische Elemente im Hallenvolleyball von den beiden abgucken, das ist auch stark. Technisch ist SCALA vom Scouting, der Analyse und Auswertung der Spiele mit verschiedenen Tools bis hin zur Erfassung von physischen Leistungen jeder Spielerin auf einem "High End Level", sozusagen auf Bundesliganiveau. Das ist für eine Dritte Liga eher eine Ausnahmestellung und hat mich von Beginn an sehr beeindruckt.

Julius Milo
Geboren am 02.Juli 1969 in Oradea (Rumänien)
Volleyball seit: 1986
Bisherige Vereine: Als Spieler: VGAH (VolleyballGemeinschaft Alstertal/Harksheide) ; VG Elmshorn ; ETV Als Trainer: Allgäu Team Sonthofen 2. BuL
Mein sportl. Top-Erfolg: Halle: DVV Pokal gegen SCC Berlin; Sportlerehrung Schleswig-Holstein
2003 mit dem Team VGE
Hobbies: Sports alles Art und entspannen in der Sonne
Ausgleichssportart: Radfahren
Ein weiser Spruch, der mir gefällt: "If you can things well, do it! - if you can not, teach it! ;-)
Das ist typisch für mich: meist mit Tässchen Kaffee in der Hand …

 

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