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L.E. Volleys verabschieden sich mit starkem Spiel aus dem Meisterschaftsrennen

2. Bundesligen: L.E. Volleys verabschieden sich mit starkem Spiel aus dem Meisterschaftsrennen

24.01.2016 • 2. Bundesligen • Autor: Manfred Wiesinger 335 Ansichten

Es war ein Spiel der Superlativen. Da wär zum einen mit rund 600 Zuschauern für Zweitligaverhältnisse eine rekordverdächtige Kulisse. Dann war es mit 119 Netto-Spielminuten das längste Spiel des Tages in der zweiten Männer-Liga Süd. Es war ein Match auf Augenhöhe mit einem sensationell stark spielenden Aufsteiger und die Leipziger sind mit einer Rekord-Abwesenheit von fünf Spielern in Hammelburg angetreten.

Am Ende stand es 2:3 und die Leipziger mussten dem Sensationsaufsteiger und verdienten Sieger ihren Respekt zollen.

Es war schon beeindruckend, wie früh sich an diesem Abend die Reihen in der schönen Saaletal-Halle füllten. Wohl aus Angst, keinen der 600 erlaubten Zuschauerplätze zu ergattern, fand sich die Fan-Gemeinde des Gastgebers schon sehr früh in der Halle ein. Samuel Rodiek nach dem verlorenen Spiel: "Das war toll, mal wieder vor so einer großen Kulisse und bei so einer Bombenstimmung zu spielen", sagte der Leipziger Libero nach dem verlorenen Spiel. Schließlich tut die Zuschauerbegrenzung von 199 Fans in der heimischen Ausweichhalle weh und das Team denkt noch gerne an die volle Brüderhalle der letzten Jahre zurück.

Der Spieltag stand für die L.E. Volleys von vornherein unter einem schlechten Stern. Gleich fünf Spieler fehlten krankheits-, verletzungs- oder berufsbedingt. So musste Trainer Busse ohne Sebastian Hähner, Wieland Oswald, Axel Roscher, Kristof Thater und Erik Wichert anreisen. Und dennoch entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, beim dem ein Team auf dem Feld agierte, dass in dieser Kombination noch keine Bewährungsproben zu bestehen hatte. Das Formtief scheint durchschritten und der Trend zählt, auch wenn nur ein Trostpunkt mit nach Hause genommen werden konnte.

Der erste Satz begann sehr ausgeglichen und erst bei der zweiten technischen Auszeit hatten sich die Volleys mit 16:14 einen kleinen Vorsprung herausgespielt. Von da an spielten die Leipziger wie entfesselt und fuhren den Satz mit 25:18 ungefährdet nach Hause.

Auch der zweite Durchgang spielte sich lange Zeit auf Augenhöhe ab. Erstklassiger Volleyball begeisterte die große Zuschauerkulisse und es war eine Augenweide, dieses Match verfolgen zu können. 13:13 und dann wendete sich das Blatt gegen die L.E. Volleys. Fast spiegelbildlich agierten nun die Hammelburger und der Gastgeber führte mit 15:21. Gleich zwei Asse von Kapitän Günter, Aufschlagfehler von Hammelburg und ein überragender Jannik Kühlborn verkürzten den Abstand zum 19:21. Doch der Gastgeber blieb dran und machte beim 22:25 den Sack zu. 1:1 nach Sätzen und die Gastgeber-Fans waren aus dem Häuschen.

Nun puschten sich die L.E. Volleys wieder und führten schnell mit 9:5. Doch Hammelburg blieb dran und verkürzte bis zur zweiten technischen Auszeit wieder auf 16:14. Gleicher Stand wie im ersten Satz also. Sollte das ein Omen sein, welches auf einen Satz-Sieg hindeutete? Nicht ganz. Denn Hammelburg übernahm zwischenzeitlich knapp die Führung und wollte beim 21:22 den Satz für sich entscheiden. Der noch in früheren Jahren als Zuspieler agierende Roman Metelskiy hatte aber etwas dagegen und zeigte während des gesamten Matches eine unglaubliche Leistung auf der Diagonalposition. Trainer Busse nach dem Spiel: "Das hätte der Erik wahrscheinlich heute auch nicht besser machen können". Diese Aussage gleicht einem Ritterschlag, denn der verletzte Erik Wichert wird schmerzlich vermisst im Team. Doch Roman sprang ein und half, diesen Satz mit 25:22 wieder für Leipzig zu entscheiden. Und dies tat er nicht nur in diesem Durchgang.

Wer sich noch an den ersten Satz erinnert, der versteht, wenn hier nun berichtet wird, dass dieser vierte Durchgang das Spiegelbild davon war. Denn Hammelburg holt den Satz mit 18:25 punktgleich nach Hause und spätestens jetzt spürte man, was 600 Fans auf engem Raum an Dezibel erzeugen können. Es machte einfach Spaß, hier dabei zu sein, auch wenn diese Phase des Spiels den Ausgleich bedeutete. Nun hatte jedes der beiden Teams 90 kleine Punkte eingefahren, zwei Sätze und schon mindestens einen Punkt geholt. Der Tie Break musste also entscheiden und das war gut so. Denn jetzt hatten sich beide Mannschaften den Sieg redlich verdient.

Der Entscheidungssatz begann für die L.E. Volleys so, wie der vierte aufhörte. Hammelburg mit zwei Assen und Leipzig mit zwei Annahmefehlern. Und schon stand es 2:4 für den Gastgeber. Mit etwas Mühe ging es bis zur ersten technischen Auszeit und Hammelburg führte beim Seitenwechsel mit 5:8. Das wäre bis jetzt alles gut gewesen, und egal, wer gewonnen hätte. Denn spätestens jetzt war klar. Jeder Sieger wäre ein verdienter Sieger gewesen.
Doch leider ließ gerade jetzt bei den Unparteiischen die Konzentration stark nach. Touch, Technischer Fehler, Aus-Ball, Touch. Alles recht klar zu erkennen, wurde nun leider in dieser wichtigen Phase des Spiels übersehen. Und so endete der finale Durchgang mit 11:15 aus Leipziger Sicht und ein unangenehmer Nachgeschmack lastet auf dem Ergebnis. Aber Schwamm drüber. Es ist ein schnelles Spiel, die Schiedsrichter der zweiten Liga müssen ohne Linienrichter auskommen und der Faktor Mensch gehört dazu. Hinzu kommt, dass die unnötige Netzregel wieder eingeführt wurde, und die beiden Schiedsrichter müssen wieder ein (unnötiges) Element mehr überwachen. Da passiert es schon mal, dass andere Dinge nicht oder nicht eindeutig gesehen werden. Und wir sind froh, dass es Sportler gibt, die sich auf den Stuhl setzen und das Spiel überhaupt ermöglichen.

Silber-MVP an diesem Abend wird Jannik Kühlborn, dessen Formkurve eindeutig wieder nach oben zeigt und der sich mit Roman Metelskiy im Angriff ein tolles Battle geliefert hat.

Hammelburg ist neben Fellbach ein direkter Konkurrent. Und beide konnten sich gestern nun mit sechs bzw. mit sieben Punkten von den L.E. Volleys absetzen. Beides sind Mannschaften, die im Verlauf der restlichen Saison wohl kaum noch stolpern werden. Insofern ist es durchaus realistisch zu sagen, dass sich die L.E. Volleys nun aus dem Meisterschaftsrennen verabschieden und den Blick nach hinten werfen, also auf Eltmann oder Freiburg. Denn jetzt muss das korrigierte Ziel heißen: Rauf auf's Treppchen. Es geht hier nicht um die "goldene Ananas" wie man mancherorts immer hört. Zu den besten Drei zu gehören, ist auch ein erstrebenswertes Ziel.

Unerwähnt sollte auch nicht bleiben, dass sich mit Hammelburg ein würdiger Zweitligist nach oben gekämpft hat. Es ist alle Anerkennung wert, im Aufstiegsjahr die Halle so voll zu bekommen, mit Zuschauern die ihr Team auf eine super sympathische Art puschen. Eine perfekte Spieltagsorganisation und ein professioneller Hallensprecher runden das sehr positive Bild ab. Daher kann sich die Liga freuen, dass sich Hammelburg etabliert hat und auch künftig zum Kreis der Gastgeber zählen wird. Leipzig kommt gerne wieder.

 

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