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BR Volleys: Überzeugender Auswärtssieg

Bundesligen: BR Volleys: Überzeugender Auswärtssieg

17.01.2016 • Bundesligen • Autor: Christof Bernier 427 Ansichten

Die BR Volleys gewannen am Samstagabend auch ihr elftes Saisonspiel in der Volleyball Bundesliga bei der VSG Coburg/Grub. Trotz großer Personalsorgen behielten die Berliner auch beim Tabellensechsten mit 3:1 (25:23, 18:25, 25:18, 25:21) die Oberhand und rangieren damit weiter unangefochten an der Tabellenspitze.

In der HUK-Arena zeigte der Hauptstadtclub über weite Strecken eine konzentrierte Vorstellung und ließ nur in Satz zwei kurzzeitig die letzte Konsequenz vermissen.

Cheftrainer Roberto Serniotti musste am Samstagabend beim Gastspiel in Coburg auf Kapitän Robert Kromm , Tsimafei Zhukouski und Arpad Baroti verzichten. Daher begann der Italiener mit Paul Lotman und Ruben Schott im Außenangriff, Tomas Kmet und Nicolas Le Goff im Mittelblock, Diagonalangreifer Paul Carroll, Sebastian Kühner als Zuspieler und Libero Erik Shoji in der Startformation.

Die Berliner fanden, wie schon vier Tage zuvor gegen die SVG Lüneburg, nur sehr schleppend in die Partie. So sah sich Coach Serniotti bereits nach wenigen Minuten beim Stand von 2:6 zur ersten Auszeit gezwungen. Das Spiel des Hauptstadtclubs stabilisierte sich allmählich und Ersatzkapitän und Topscorer Carroll sorgte für den Ausgleich (9:9). Coburg blieb hartnäckig und ließ den Tabellenführer nicht davonziehen (16:15). In einem Durchgang auf Augenhöhe behielten die Berliner vor allem dank einem erneut stark aufspielenden Carroll die Oberhand und hatten das bessere Ende für sich (25:23).

Zunächst sah es danach aus, dass der Favorit in Satz zwei an die starke Endphase des ersten Durchgangs anknüpfen könne (6:3). Umsichtig dirigiert von Kühner verteidigten die Gäste ihre Führung geschickt und Schott stellte mit einem sehenswerten Leger auf 10:7. Doch unerklärlicherweise kam es zum Bruch im Spiel und die VSG kam angeführt von Lubos Kostolani stark auf. Zwar gingen die Berliner mit einem knappen Vorsprung in die zweite technische Auszeit, doch in der Folge lief so gut wie nichts mehr zusammen und Satz zwei ging mit 25:18 hochverdient an die Gastgeber.

Nach einer 10 minütigen Unterbrechung gingen die BR Volleys mit neuem Elan in Durchgang drei. Serniotti schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Mit bärenstarker Blockarbeit und einer Aufschlagserie vom Australier Carroll setzte man sich schnell ab (5:2, 8:3). Der Block stand in Person von Schott und Kühner weiter bombenfest und das Angriffsspiel lief nun variabel und flüssig (15:10). Nachdem Lotman auf der Zielgeraden von Satz drei zweimal sehenswert abschloss, war es wieder Schott, der sich gegenüber der Lüneburg-Partie im Angriff stark steigerte und den Satz für die Berliner mit 25:18 entschied.

Berlins Volleyballclub Nr. 1 zeigte nun, warum man in der Bundesliga bisher keinen Punkt abgab und zog sein Spiel konsequent auf. Nachdem das Mittelblockerduo Kmet und Le Goff jeweils über die schnelle Mitte punktete, setzten sich die ersatzgeschwächten Gäste direkt wieder ab (8:6). Die konsequente Blockarbeit trug fortlaufend Früchte und der Vorsprung wurde ausgebaut (12:8). Das Heimteam - den Punktgewinn gegen den Favoriten vor Augen - steckte jedoch nicht auf und kämpfte sich zurück (15:13). Aber die BR Volleys zeigten an diesem Tag nur ganz selten Konzentrationsschwächen und konnten aus einer sicheren Annahme um Shoji heraus regelmäßig punkten (21:18). Ein Aufschlagfehler der Coburger machte den fünften Auswärtssieg der Berliner perfekt (25:21).

Headcoach Serniotti sah gegen einen starken Gastgeber eine Steigerung seines Teams mit fortlaufender Spieldauer: "Zu Beginn haben wir uns schwergetan, aber im weiteren Verlauf konnten wir uns stetig steigern und haben zwei starke letzte Sätze gespielt. Mir ist nun auch klar, warum Coburg in der Tabelle so gut dasteht. Sie verfügen über eine stabile Annahme, haben ein gutes Level in ihren Aufschlägen und machen wenig eigene Fehler. Das war heute gewiss kein leichter Gegner." Deshalb zeigte sich der 53-Jährige nach dem Spiel sehr zufrieden und zog eine positive Bilanz: "Wir konnten heute, obwohl wir auf drei Spieler verzichten mussten, den nächsten wichtigen Sieg einfahren. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Wir haben im ersten Teil der Saison nun jeden Gegner geschlagen und keinen einzigen Punkt abgegeben. Das ist eine bemerkenswerte Leistung."

Am Mittwoch (20. Jan 19:30 Uhr) haben die Berliner die Gelegenheit, ihren Formanstieg in der CEV Champions League zu bestätigen. Dann ist mit Belogorie Belgorod eines der besten Teams Europas im "Volleyballtempel" Max-Schmeling-Halle zu Gast.

 

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