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Grünes Licht für den hellbraunen Sand

Beach: Grünes Licht für den hellbraunen Sand

30.11.2015 • Beach • Autor: Tom Bloch 866 Ansichten

Der Olympia-Endspurt ist angepfiffen: Karla Borger hat ihre Verletzungspause beendet und trainiert wieder gemeinsam mit ihrer Partnerin Britta Büthe für die kommende Saison - für Rio 2016.

Grünes Licht für den hellbraunen Sand - Foto: FIVB

Foto: FIVB

Stuttgart (tob). Winterpause? Nööööö! Wenn es draußen stürmt und nieselt, lockt der gemütliche überdachte Sand-Bunker und die kuschelige eisenhaltige Atmosphäre des Kraft-Kompetenz-Zentrums, beides angesiedelt am Olympiastützpunkt Stuttgart. Coach Srdjan Veckov bittet das Stuttgarter Nationalteam seit Anfang November zum gemeinsamen Training. Karla Borger hat sich nach ihrem verletzungsbedingten frühen Saison-Aus zurückgemeldet. Die behandelnden Ärzte haben grünes Licht gegeben für den hellbraunen Sand. Als letzte Belastungsprobe absolvierte die Angriffsspezialistin ein zehntägiges Trainingslager in der Gloria Sports Arena in Belek (Türkei), einem engen Partner des OSP Stuttgarts. "Mir geht es prima und ich hab es kaum erwarten können, wieder gemeinsam mit Britta in den Sandkasten zu steigen", sagt Karla Borger , die ihren Tatendrang gleich vorzeigt. Bei durchgestreckten Beinen geht sie mit dem Oberkörper nach vorne und legt kurz mal die Hände auf den Boden. "Es fehlen nur noch ein paar Millimeter, dann kann ich die Handflächen wieder ganz ablegen."

Endlich wieder Sand an den Händen und vor allem unter den Füßen - das Nationalteam hat das frühe Saisonende nach der Verletzung von Karla Borger perfekt genutzt. Die Arbeit mit den Trainingswissenschaftlern des OSP wurde genauso intensiviert wie die Partnerschaft mit Mental-Coach Christian Heiss. "Die Unterstützung, die ich bekam, die wir bekommen haben, war unglaublich. Wir sind unseren Sponsoren, unserem Umfeld sowie den Familien und Freunden sehr dankbar, wie sie uns in dieser Phase begleitet haben", sagt Karla Borger im Rückblick auf das ungeplante abrupte Ende, welchem dann eine Operation folgte, weil Teile einer verrutschten Bandscheibe auf den Nerv drückten und zu starken Schmerzen führte.

Und viele fragen immer wieder: "Wie sieht es jetzt aus, wie stehen Eure Chancen bei der Olympia-Qualifikation?", erzählt Britta Büthe . Die Antwort ist klar und deutlich: "Sehr gut!"
Im aktuelle Ranking des Weltverbandes FIVB liegen Borger/Büthe auf dem 17. und damit im innerdeutschen Wettbewerb um die zwei Tickets auf dem vierten Platz. Der wichtigste Teil des komplizierten Qualifizierungsmodus sagt aus: es zählen die besten zwölf Ergebnisse auf der World Tour (Grand Slam, Major Series, Open und eine der beiden Europameisterschaften) zwischen 1. Januar 2015 und 12. Juni 2016. Ziel ist es, am Endabrechnungstag 12. Juni 2016 sich unter den weltweit besten 15 Teams zu befinden und bei vier deutschen Duos eben zwei davon hinter sich zu lassen, da nur zwei Rio-Tickets pro Nation pro Geschlecht zu ergattern sind.

Vereinfacht formuliert: Es ist gerade mal Halbzeit.
"Wir haben ja bloß neun Turnier gespielt, können also bei drei Turnieren noch voll zuschlagen, während die anderen Teams nur noch individuell einzelne Ergebnisse verbessern können", sagt Karla Borger . "Ich sehe das auch gar nicht so, als ob wir etwas aufholen müssen oder etwas wettmachen. Wir haben ja nichts verloren, wir haben nur eine längere Pause gemacht", meint Britta Büthe . "Es kommt einzig und allein auf unsere Leistung an bei den Turnieren des kommenden Jahres. Wir haben alles noch selbst in der Hand und vor allem, wir müssen überhaupt nichts anders machen als bisher."

Die Leistungen, die die Vize-Weltmeister von 2013 und deutschen Meister von 2014 während ihrer sechsten Saison in den Sandkästen der World Tour gezeigt haben, haben eindeutig Olympia-Form bewiesen: 1. Platz bei den Luzern Open, 5. Platz beim Swatch Major Series in Stavanger, 5. Platz beim Swatch Major Series in Poreč, 4. Platz beim Grand Slam, St. Petersburg in Florida. Wenn man bedenkt, dass während der kompletten Saison 2015 die Belastbarkeit von Karla Borger nicht zu hundert Prozent gewährleistet war, fällt es nicht schwer, mit Zuversicht in diese zweite Halbzeit zu gehen. "Im Grunde ist es doch jetzt eine perfekte Vorbereitung für mich. Ich komme gesund und gestärkt aus der Reha-Phase und dem intensiven Krafttraining. Und jetzt ging es erstmals wieder in den Sand. Juhu, endlich wieder am Ball!", sagt Karla Borger .

Einen ersten Belastungstest werden die beiden Mitte Dezember bei einem Trainingslager in Soma Bay in Ägypten absolvieren, der in der Teilnahme am Champions Cup (18. und 19. Dezember) mündet, bei dem alle deutschen Top-Teams am Start sind.
Mitte Januar bestreitet das Team ein Trainingslager in Brasilien und nimmt am ersten FIVB Open des Jahres 2016 in Vitoria teil. Nach weiteren Vorbereitungen auf Teneriffa und wieder in Brasilien, starten Borger/Büthe Ende Februar bei den FIVB Open in Maceio (Brasilien). Und beim ersten FIVB Grand Slam des Jahres von 8. bis 13. März in Rio de Janeiro, der Olympia-Generalprobe an der Copacabana, geht dann die Weltspitze erstmals wieder komplett an den Start.

 

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