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Starker Auftritt gegen starken Gegner

Bundesligen: Starker Auftritt gegen starken Gegner

15.11.2015 • Bundesligen • Autor: Christof Bernier 662 Ansichten

Am Samstag setzten die BR Volleys ihre Erfolgsserie in der Volleyball Bundesliga fort und besiegten die SWD powervolleys Düren vor 3.985 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle mit 3:0 (25:21, 25:22, 25:20). Trotz starker Gegenwehr bewiesen die Hauptstädter in den entscheidenden Momenten ihre Klasse und bleiben damit national weiterhin ungeschlagen.

Unmittelbar vor Spielbeginn wurde mit einer Schweigeminute der Opfer der Anschläge in Paris gedacht. Trotz der gedämpften Stimmung im "Volleyballtempel" starteten die Berliner konzentriert in die Partie und preschten schnell nach vorn (6:3, 18:13). Libero Erik Shoji verteidigte die Bälle gekonnt und ermöglichte es dem Angriffsgespann um Robert Kromm und Paul Carroll, mit gezielten Aktionen zu punkten. Die Dürener bewiesen zwar Kampfgeist und kamen auch nach größeren Rückständen immer wieder zurück (9:8, 20:18), doch die Hauptstädter gaben ihren Vorteil zu keiner Zeit aus der Hand. Kapitän Kromm blockte zum 25:21 und damit zur souveränen 1:0-Satzführung.

Im zweiten Durchgang waren es dann die Gäste, die sich gewitzt ihren ersten Vorsprung erspielten (6:8), während auf Berliner Seite nach dem erfolgreichen Start für ein paar Minuten die Luft raus zu sein schien. Durch Probleme in der Abwehr geriet bei den Hausherren die Grundlage für ein erfolgreiches Angriffsspiel ins Wanken, Düren dagegen kam immer besser in Fahrt. Doch der Favorit fing sich, fand in seinen Rhythmus zurück und lieferte sich nun ein umkämpftes Duell mit dem Tabellendritten (9:9, 16:16, 20:20). Schließlich war es Zuspieler Tsimafei Zhukouski, der mit einem clever gelegten Ball und einem Aufschlagass zweimal in Folge punktete und den BR Volleys so eine wichtige Zweipunkteführung schenkte (22:20). Den Satzgewinn vor Augen behielten die Berliner in den entscheidenden Momenten den kühleren Kopf. Ein Aufschlagfehler der Gäste besiegelte das 25:22.

Auch im Folgesatz behielten die Powervolleys während der ersten Ballwechsel leicht die Nase vorn (2:4, 5:7), doch erneut machten die Gastgeber den kleinen Rückstand schnell wieder gut (8:8) und übernahmen dank einer gelungenen Aufschlagserie von Kromm das Ruder (14:10). Mit dem variablen Zuspiel Zhukouskis und starken Angriffen von Carroll setzte sich der Hauptstadtclub bis auf 18:12 ab, dann aber schritt Dürens Sebastián Gevert zur Aufschlaglinie. Mit knallharten Services setzte er die Berliner Annahme gehörig unter Druck, führte sein Team zum 18:18-Ausgleich und machte es damit noch einmal richtig spannend. Jetzt aber erwachten die BR Volleys aus ihrer kurzzeitigen Ratlosigkeit und gaben mit kompromisslosen Netzaktionen die richtige Antwort (23:20). Paul Lotman blockte zum Matchball, den Felix Fischer gleich im ersten Versuch zum 25:20 verwandelte.

Dürens Coach Anton Brams zeigte sich trotz der Niederlage sehr zufrieden mit der Leistung seines Teams: "Wir haben ein gutes Spiel gezeigt und es geschafft, Berlin einige Male mächtig unter Druck zu setzen. Sie hatten es heute gewiss nicht leicht gegen uns. Leider hat meiner Mannschaft die nötige Konstanz gefehlt. Es muss unser Ziel sein, dieses hohe Niveau über ein ganzes Match aufrecht zu erhalten. Das ist uns heute leider nicht ganz gelungen."

Sein Gegenüber, BR Volleys Trainer Roberto Serniotti, zollte dem Kontrahenten seinen Respekt: "Düren war der erwartet schwere Gegner, doch wir konnten auch diese Aufgabe erfolgreich lösen. Im Zuspiel haben wir uns heute ein wenig schwer getan. Doch wie meine Mannschaft nach Rückstand den zweiten Satz gedreht hat, war klasse. In wichtigen Momenten haben meine Spieler oft die richtigen Lösungen gefunden.", lautete das zufriedene Fazit des Italieners.

MVP Robert Kromm war die Erleichterung nach der Partie ins Gesicht geschrieben: "Insgesamt war es ein gutes Spiel von uns. Die Duelle gegen Düren sind seit Jahren hart umkämpft. Sie lagen zwischenzeitlich immer wieder in Front, doch wir haben uns in das Match hineingearbeitet und sind froh über den deutlichen Heimsieg."

 

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