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L.E. Volleys: Bundesliga-Verein sucht Spielstätte

2. Bundesligen: L.E. Volleys: Bundesliga-Verein sucht Spielstätte

03.09.2015 • 2. Bundesligen • Autor: Manfred Wisinger 621 Ansichten

Seit der Entscheidung des Landes Sachsens, die Universitätssporthalle (Ernst-Grube-Halle) in eine Notunterkunft für Asylsuchende umzufunktionieren, stehen die L.E. Volleys von heute auf morgen ohne Heimspielstätte da. Einen funktionierenden Spielplan für die kommende Saison zu erstellen, war schon mit der Ernst-Grube-Halle ein Kraftakt.

Sogar ein Heimspiel mussten die Leipziger Volleyballer bereits ohne diese Entscheidung aufgeben und spielen daher zweimal im weit entfernten Friedrichshafen. Nun, da die Halle auf nicht absehbare Zeit komplett ausfällt, suchen die L.E. Volleys nach einer Alternative.

Nicht einverstanden mit der Kurzfristigkeit der Entscheidung durch das Land Sachsen, arrangieren sich die Volleyballer aber mit der Situation. "Wir können nicht nur immer sagen, dass Deutschland sich offen für alle Hilfesuchenden zeigen soll, und dann, wenn es ans Eingemachte geht, auf das eigene Wohlbefinden pochen" so Präsident Wiesinger. "Auch wenn es fast schon existenzbedrohlich für einen so jungen Verein ist, so kurz vor Saisonbeginn auf der Straße zu stehen, so wird sich auch hierfür eine Lösung finden" gibt sich der Verein kämpferisch. Vom Land Sachsen erwartet Wiesinger aber zumindest finanzielle Unterstützung bei der Bewältigung des Problems, da es sonst sehr eng wird.

Gemeinsam mit dem städtischen Sportamt, welches umgehend seine Hilfe anbot, ist man nun auf der Suche nach Alternativen. Markranstädt fällt aus, da bereits jetzt ausgebucht, die große Arena ist auf Grund der hohen Kosten und der hochdimensionierten Zuschauerränge nicht diskutabel und auch die kleine Arena fällt wegen logistischer Probleme und der für Volleyball wenig geeigneten Beleuchtung aus.

Somit verbleibt den Bundesliga-Volleyballern vermutlich nur die vor wenigen Jahren frisch sanierte Leplayhalle. Ein Schmuckstück, aber mit großen Nachteilen. So fasst die Halle auf Grund bauamtlicher Vorgaben nur 199 Zuschauer, was noch nicht einmal die Hälfte der durchschnittlichen Zuschauerzahl bedeutet. Dies ist nicht nur ein wirtschaftlicher Aspekt, für den noch jungen Verein. Auch gefährdet dies die mühsam aufgebaute Fan-Gemeinde, wenn regelmäßig Zuschauer keine Eintrittskarten mehr bekommen. Pläne für eine Live-Übertragung der Spiele oder ein Public-Viewing werden daher aktuell vom Verein geprüft.

Aber auch andere Auflagen der Volleyball Bundesliga können nicht erfüllt werden. Diese prüft aktuell das Anliegen ihres Leipziger Vereins und hat schon signalisiert, in zahlreichen Punkten sehr wohlwollend zu agieren. Getreu dem Motto der Liga "Home of Respect" arrangiert sich also auch die Dachorganisation mit dem durch die Notunterkunft für Flüchtlinge ausgelösten Hallen-Notstand und zeigt ein hohes Maß an Hilfsbereitschaft.

Der Verein selbst hofft jedoch, die Leplayhalle nur für die Hinrunde nutzen zu müssen. Schließlich löst der Bundesliga-Spielbetrieb eine Kettenreaktion bis in die unteren Liga-Mannschaften des Vereins aus, die ebenso für die Leplayhalle ihre Spielpläne erstellt haben und nun Kompromissbereitschaft zeigen müssen.

Dringend herbeigesehnt wird also die alte und neue Brüderhalle, die zum Jahreswechsel an die Stadt übergeben werden soll. Vermutlich muss aber das Derby mit den Delitzscher Konkurrenten, welches alljährlich ein Highlight in der Volleyball-Region darstellt, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Der mit dem 8. Januar geplante Termin scheint unrealistisch zu sein und eine Durchführung in der Leplayhalle undenkbar. Schließlich zieht dieser Fight alljährlich bis zu 1000 Fans in die Halle, wenn Pietzonka und Co gegen das Busse-Team antreten. Ein Novum in der zweiten Liga der Männer.

Kommt die Genehmigung für die Leplayhalle seitens der Liga und der Stadt, dann geht die Arbeit für die L.E. Volleys erst so richtig los. Dinge wie Zuschauercatering, Bestuhlung oder Absicherung der Regeln zur Brandschutzordnung scheinen dabei noch die geringsten Probleme darzustellen. Es bleibt also noch viel zu tun, an der Leplaystraße 11.

 

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