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Verantwortung auf und neben dem Feld - "Papa" Lukas Kampa ist immer gefordert

European Games: Verantwortung auf und neben dem Feld - "Papa" Lukas Kampa ist immer gefordert

14.06.2015 • European Games • Autor: DVV 658 Ansichten

Verantwortung zu tragen, ist Lukas Kampa gewohnt. Spätestens seit der WM 2014, als er die DVV-Männer als Regisseur zu Bronze führte und anschließend zum besten Zuspieler des Turniers gewählt wurde. Nun hat er auch abseits des Courts mehr denn je zu meistern.

Der Grund: kurz vor den European Games kam Sohn Jakob auf die Welt, per geplantem Kaiserschnitt, während des Lehrgangs der deutschen Mannschaft in Bochum. "Das hatte aber medizinische Gründe, der Kleine hat sich nicht gedreht. Ich will nicht sagen, es hat gut gepasst, es hat aber ganz gut gepasst!", lacht der frischgebackene Papa. Dadurch hat sich das Leben auf einen Schlag komplett verändert, nun hat der 28-Jährige Verantwortung zu tragen, wie auf dem Feld bei der Männer-Nationalmannschaft an der Seite von Marcus Böhme , Jochen Schöps oder Denis Kaliberda . Die unterstützen ihn privat nicht (wahrscheinlich ist er froh darüber), das übernimmt seine Frau Stefanie. Mit ihr und dem Kleinen ist Kampa täglich in Kontakt: "Wir haben Kontakt über die Medien, die es gibt. Die zehn Tage, die wir zusammen hatten, habe ich extrem genossen, auch wenn es sehr anstrengend ist. Ich freue mich ehrlich gesagt auch jetzt schon, wieder nach Hause zu kommen, was nicht heißt, dass ich nicht gerne hier bin."

Denn Kampa ist Voll-Profi und Volleyballer durch und durch, schon sein Trainer am Volleyball-Internat Frankfurt, Stewart Bernard, sagte: "Lukas will immer gewinnen, in jedem Spiel, bei jeder Sportart!" Mit seiner Mannschaft ist er in Baku, um nach der nächsten Medaille zu greifen: "Wir kommen hier hin, um nach ganz vorne zu kommen. Das ist unser Anspruch, und ich hoffe, dass die Neuen das aufsaugen und die "Alten" das vorleben und vorweggehen!" Das hatte bei der WM hervorragend funktioniert, das Team war mit der Vorgabe WM-Medaille alias #ProjektYOLO (You only live once) in das Turnier gegangen. Anfangs dafür belächelt, zog die Volleyball-Konkurrenz und die Öffentlichkeit später den Hut vor dem deutschen Team.

In Baku zählen die DVV-Männer von vorneherein zum Favoritenkreis, für den Zuspieler ist das kein Problem: "Wir wissen, was wir können, aber es ist natürlich ein Druck da, den wir hier hinnehmen und der uns in eine Favoritenrolle drängt. Aber das nehmen wir gerne an." Kampa selber kann sich vorstellen, Kraft aus der neuen, privaten Situation ziehen zu können. "Aus Sicht des Psychologie-Studenten: Es ist ein Selbstaspekt meiner Persönlichkeit dazugekommen! D.h., ich bin in einer neuen Rolle, ich bin Papa, was nicht vom Volleyball beeinflusst werden kann. Es gibt noch etwas anderes neben dem Sport, das hilft vielleicht ganz kurz in entscheidenden Momenten, um die Gedanken runterzufahren und sich dann wieder aufs Wesentliche zu konzentrieren."

Das ist am 14. Juni (17.00 Uhr deutsche Zeit, ca. 45 Minuten zeitversetzt unter www.baku2015.com) gefordert, dann geht es gegen Russland. Zwar steht nicht die erste Garde des Olympiasiegers auf der anderen Feldhälfte, aber Kampa und seine Mitspieler sind gewarnt: "Ich erwarte starke, unbekannte Russen. Was wir auf dem Video gesehen haben, ist gut. Wenn man Russland unterschätzt, hat man etwas falsch gemacht. Wir müssen da ran gehen, als wenn die ersten Zwölf auf dem Feld stehen."

Und Kampa wird vorangehen und Verantwortung übernehmen: so wie bei der WM, so wie immer auf dem Feld und neuerdings auch bei seiner kleinen Familie.

Lukas Kampa im Portrait

Der Kader der DVV-Männer in Baku: Matthias Pompe (SWD powervolleys Düren), Sebastian Kühner (BR Volleys), Jan Zimmermann (TG Rüsselsheim), Falko Steinke (SVG Lüneburg), Tom Strohbach (TV Rottenburg), Michael Andrei (Antwerpen/BEL), Marcus Böhme (Fenerbahce Istanbul/TUR), Tim Broshog , Björn Höhne (Maaseik/BEL), Christian Fromm , Denis Kaliberda (Perugia/ITA), Lukas Kampa (Radom/POL), Jochen Schöps (Rzeszow/POL), Ferdinand Tille (TSV Herrsching)

 

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