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"Das wird zukünftig ein großes Event"

European Games: "Das wird zukünftig ein großes Event"

11.06.2015 • European Games • Autor: DVV 608 Ansichten

Männer-Bundestrainer Vital Heynen glaubt, dass die European Games in Baku der Startschuss für ein erfolgreiches Format sind: "Ich glaube, in vier, acht oder zwölf Jahren sind diese europäische Spiele ein sehr großes Event." Der Belgier äußert sich im Interview zudem zu den Vorrundengegnern und zu seinen Erwartungen.

Wie sind deine sportlichen Erwartungen?
Heynen: "2012 waren wir Fünfte bei Olympia, 2014 Dritter bei der WM. Da kann man nicht mehr in ein Turnier gehen und sagen, wir sind froh, unter die ersten Acht zu kommen. Wir müssen mindestens das bestätigen, was wir letzten Sommer geschafft haben, auch wenn wir nicht wissen, wie die anderen Teams in Baku auftreten. Wir wollen den Schritt des vergangenen Sommers mindestens bestätigen."

Wie beurteilst du die Gegner?
Heynen: "Das erste Spiel ist gegen Russland. Die kommen nicht mit den besten Spielern, aber das ist ein Problem: auch wenn die besten sechs Spieler nicht kommen, die anderen Spieler sind gefährlicher. Warum? Die wollen sich zeigen! Russland und Polen sind die Länder, bei der die zweite Garde fast so gut ist wie die erste. Die Slowakei spielt wohl mit einer anderen Mannschaft als in Münster, das ist okay. Bulgarien wird komplett dort sein, deswegen ist Bulgarien in meinen Augen der Favorit im Turnier. Danach kommt Italien, eine gute Mannschaft, aber die müssen wir schlagen können. Und dann kommt Belgien, und als Belgier darf ich nicht gegen Belgien verlieren… Wir müssen in die zweite Runde kommen, dort ist Ko-System. Da kann man in einer Stunde nach einem Spiel raus sein."

Glaubst du an das Format der European Games. Hat das Turnier Zukunft?
Heynen: "Natürlich! Man muss in die Welt gucken. In Asien sind die Asien Games wichtiger als die Weltmeisterschaften. In Nord- und Südamerika sind die South American und American Games das größte Event, was sie ausrichten. Selbst die Afrika Games fangen an, groß zu sein. Dann zu denken, dass die European Games nichts sind, ist nicht so clever, weil in vier, acht oder zwölf Jahren sind diese europäischen Spiele ein sehr großes Event. Keiner kann das richtig einschätzen, aber in 16 Jahren, wenn ich ganz alt bin, dann können wir darüber reden und wissen, dass es ein großer Event ist."

Das Turnier in Baku hat den besonderen Modus wie bei Olympia mit einem Tag Spiel, ein Tag Pause…
Heynen: "Deutsche sind Turniermannschaften, das sagt man immer beim Fußball. Bei der Volleyball-WM waren wir am Ende auch die beste Mannschaft. Ich glaube, wenn die WM noch eine Woche weitergegangen wäre, wären wir Weltmeister geworden. Darum: in Baku ist es nicht so wichtig, das erste Spiel hervorragend zu spielen, sondern am Ende. Und das ist ein Zeitraum von zwei Wochen, und das ist lange im Sport."

Wie wichtig ist es, Baku in Hinblick auf Rio 2016 zu spielen? Es sind viele junge Spieler dabei, für die so ein Event das erste Mal bedeutet!
Heynen: "Der Modus weniger, das Leben in einem olympischen Dorf bereitet man so vor. Man muss ehrlich sein: das schwierigste wird die Qualifikation für Rio sein. Wenn wir das schaffen, haben wir etwas in Baku für Rio gelernt. Wie lebt man zusammen, wie bereitet man am besten ein solches Turnier vor usw."

Du warst in London 2012 dabei. Wirst du deine Erfahrungen aus London einbeziehen und etwas in Baku anders machen?
Heynen: "Einiges! Man muss immer aus dem Erlebten lernen. Ich würde niemals mehr so früh anreisen in das olympische Dorf. Ich würde am Ankunftstag reingehen, zwei Tage dort leben und dann wieder weggehen. Man ist so lange in diesem kleinen Dorf, am Anfang ist das Spaß, dann ist es langweilig. Auch das Schlafen dort ist nicht einfach, und Schlafen ist nicht so unwichtig. Das ist ein Beispiel, aus dem ich gelernt habe."

Der Kader der DVV-Männer in Baku: Matthias Pompe (SWD powervolleys Düren), Sebastian Kühner (BR Volleys), Jan Zimmermann (TG Rüsselsheim), Falko Steinke (SVG Lüneburg), Tom Strohbach (TV Rottenburg), Michael Andrei (Antwerpen/BEL), Marcus Böhme (Fenerbahce Istanbul/TUR), Tim Broshog , Björn Höhne (Maaseik/BEL), Christian Fromm , Denis Kaliberda (Perugia/ITA), Lukas Kampa (Radom/POL), Jochen Schöps (Rzeszow/POL), Ferdinand Tille (TSV Herrsching)

Der Kader der DVV-Frauen in Baku: Anja Brandt , Laura Weihenmaier , Jennifer Geerties (Schweriner SC), Saskia Hippe (SC Potsdam), Leonie Schwertmann, Wiebke Silge (USC Münster) , Louisa Lippmann (Dresdner SC), Lena Stigrot (Rote Raben Vilsbiburg), Mareen Apitz (Cannes/FRA), Lenka Dürr (Azeryol Baku/AZE), Margareta Kozuch (Piacenza/ITA), Lisa Thomsen (Lokomotiv Baku/AZE), Kathleen Weiß (Prostejov/CZE), Maren Brinker (Montichiari/ITA)

 

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