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Deutsche Meisterschaft U20 weiblich: Dresdner Nachwuchs im Volleyball-Olymp

Jugend: Deutsche Meisterschaft U20 weiblich: Dresdner Nachwuchs im Volleyball-Olymp

27.05.2015 • Jugend • Autor: DVV 868 Ansichten

Es war genau 16.12 Uhr, als ein Meer voll Freudentränen die gut besuchte Mergelsbachhalle in Borken durchflutete. Gerade hatten die Nachwuchsspielerinnen des Dresdner SC den Matchball im Finale der Deutschen Meisterschaft der weiblichen U20 gegen das VolleyballTeam Berlin verwandelt. Doch der Weg auf den Volleyball-Olymp war kein leichter.

Aber alles der Reihe nach:
16 Teams aus ganz Deutschland hatten sich an diesem Pfingstwochenende auf den Weg ins Westmünsterland gemacht, um die Krone des Deutschen Nachwuchsvolleyballs bei der U20-Meisterschaft aufzusetzen. Eine Reise, die sich für alle Teams lohnte, hatte doch der ausrichtende RC Borken-Hoxfeld optimale Bedingungen für die Top-Athleten geschaffen. Die Mergelsbachhalle, sonst "Wohnzimmer" der Zweitligamannschaft der Skurios Volleys Borken, strahlte in hellstem Glanz. Welch toller Empfang für die besten Vereinsmannschaften dieser Altersklasse.

Diese sollten in den nächsten beiden Tagen ihr Können unter Beweis stellen. Das gelang eindrucksvoll. Nach einer stimmungsvollen Eröffnungszeremonie, in der neben der Nationalhymne auch der olympische Eid für Fairness geleistet wurde, ging es los. Sowohl in der Haupthalle als auch in der Nebenhalle boten die Spielerinnen der Vereine Volleyball der Extraklasse. Es wurde gekämpft, was das Zeug hielt. Aufgeben? Fehlanzeige. Vielmehr boten sich den zahlreichen Zuschauern spannende Spiele, die häufig erst im Tieb-Break eine Entscheidung brachten.

Am Ende des ersten Spieltags standen die Viertelfinalisten fest. Neben den Bundesliganachwuchsteams aus Schwerin und Dresden sowie dem Bundesligaaufsteiger Straubing und dem Zweitliganachwuchs aus Emlichheim konnten sich auch die Spielerinnen des USC Münster, des VT Berlin, des MTV Allianz Stuttgart und des Ausrichters RC Borken-Hoxfeld ins Viertelfinale durchbeißen.

Die Viertelfinals boten den Gästen aus dem gesamten Bundesgebiet ebenfalls alles: Dramatik, Kampfgeist, Emotionen. Genau die richtige "Würze" für klasse Partien. Dabei gelang dem Ausrichtervertreter unter dem Jubel von rund 200 heimischen Fans der erste Clou des Tages, schlug die Mannschaft doch den Nachwuchs aus Straubing mit 2:1. Federn lassen in den Spielen der letzten acht mussten neben Straubing auch der SCU Emlichheim, der Schweriner SC und der USC Münster, die jeweils ihre Spiele knapp verloren.

Der Weg war frei für heiße Halbfinals. Ein beschwerlicher Weg, hinauf zum Olymp, den die besten vier Teams da auf sich nehmen mussten. Gut gewappnet und voller Ehrgeiz gingen die Spielerinnen in diese Matches.
Dresden gegen Borken auf dem einen, Berlin gegen Stuttgart auf dem anderen Feld.
Die Anhängerschaften hatten sich zahlenmäßig und von der Fanausrüstung noch einemal gesteigert. Die Tribüne war zum Bersten voll. Und laut wurde es, vor allem auf dem Spielfeld der Borkenerinnen. Kratzen die Nachwuchskader doch hier an einem kleinen Volleyballwunder. Denn den ersten Durchgang entschied das Team aus dem Münsterland knapp mit 25:23 für sich. Und fast hätte es auch im 2. Durchgang gereicht, doch am Ende setzte sich der DSC mit 25:22 durch. Der Tie-Break sollte die Entscheidung bringen. Dresden setzte sich erst knapp ab. Doch aufstecken gibt`s im Münsterland nicht. Und so wurde es richtig eng. Erst beim 13:11 für Dresden unterlief dem RCB ein Aufschlagfehler, der zu den ersten Matchbällen führte. Einen Punkte konnten die Ausrichterspielerinnen noch holen, dann aber verwandelte der DSC seinen Matchball zum 15:12. Den anfänglichen Tränen aus Seiten des unterlegenen Teams wich nach kurzer Aufmunterung durch das tolle Publikum aber der Stolz, die Bronzemedaille gewonnen zu haben.

Und auf dem anderen Feld? Da wurde ebenfalls gefightet. VT Berlin legte nahezu immer eine Schippe drauf, wenn es drauf ankam und konnte am Ende doch souverän mit 2:0 gewinnen. Auch für Stuttgart war damit die Bronzemedaille klar.

Das Finale selbst war an Spannung kaum zu überbieten. Die Spielerinnen aus dem Elbflorenz erwischten dabei keinen guten Start. Die Hauptstadt-Girls eilten in rasantem Tempo von dannen. 25:9 hieß es nach nur kurzer Spielzeit. "Das wird ein schnelles Finale", hörte man von den Tribünen munkeln. Welch Fehleinschätzung. Denn in Durchgang 2 drehten die Sächsinnen richtig auf. Die Fehlerquote auf Seiten der Berlinerinnen stieg, die gut plazierten Angriffe auf Seiten der Dresdenerinnen wurden mehr. Folgerichtig ging Satz 2 dann an den DSC (25:14). Also auch hier eine Entscheidung im Tie-Break. Dieser entwickelte sich zu einem Krimi, den Agatha Christie nicht spannender hätte schreiben können. Von Dominanz einer Mannschaft nichts mehr zu sehen. Ein Duell auf Augenhöhe entwickelte sich. Nur ein Wimpenschlag Unterschied machte am Ende den sächsischen Volleyballnachwuchs zu den neuen Göttinnen im Volleyball-Olymp. 15:13 - dies zeigt, wie eng es war. Was dann folgte, waren Emotionen pur. Jubelschreie, Freudengesänge und -tänze, Umarmungen und Hüpfkreise. Welche toller Sport auf dem Feld und neben dem Feld!

Dies hob auch DVJ-Spielwart, Dr. Linus Tepe, in der anschließenden Siegerehrung hervor. "Ihr alle habt hier zwei Tage Volleyball des Extraklasse geboten. Das war einfach spitze!" lobte Tepe die anwesenden Teams und Trainerinnen und Trainer für die gezeigten Leistungen. Lob und Dank zollte Tepe auch dem Ausrichter. "Das, was ihr hier geleistet habt, was wahrhaft meisterlich. Die DVJ, die Kreisstadt Borken und die ganze Volleyballregion rund um Borken kann stolz auf so einen Verein sein", führte Tepe aus. Als alle Teams dann noch eine persönliche Urkunde sowie ein großes Erinnerungsfoto erhielten und die Mannschaftsführerin des frisch ausgespielten Deutschen Meisters den Pokal aus den Händen des DVJ-Spielwarts übergeben bekam, war die Freunde unermesslich.

Vor dem Finale wurde eine weitere Ehrung vorgenommen. Nach über 400 Bundesligaeinsätzen wurde Jürgen Pospiech aus der Bundesliga verabschiedet. Wilfried Wirths, Regionalschiedsrichterwart Stephan Holländer und Schiedsrichter-Einsatzleiter Lutz Steinmetz dankten dem geschätzten Kollegen für seinen Einsatz und überreichten ihm zum Dank eine Urkunde.

 

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