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Bundestrainer Luciano Pedullà im Interview

DVV: Bundestrainer Luciano Pedullà im Interview

17.03.2015 • DVV • Autor: DVV 831 Ansichten

Luciano Pedullà mag Deutschland. Und dass nicht erst, seitdem er Bundestrainer der DVV-Frauen ist. Der 57-Jährige, der von Italiens Medien "Professore" genannt wird, unterzeichnete am 16. März auf der DVV-Geschäftsstelle seinen Kontrakt, dessen Ziel vor allem eines beinhaltet: die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro.

Welche Bedeutung das olympische Turnier für den neuen Bundestrainer hat, beweist das erste Interview mit ihm. Alle seine Gedanken drehen sich um die Olympia-Qualifikation und die Olympischen Spiele - es wären die ersten für den sympathischen Deutschland-Liebhaber Luciano Pedullà.

Was hat Sie an dem Trainer-Job in Deutschland gereizt?
Pedullà: "Das sind einige Dinge. Zum einen habe ich die Chance auf die Olympischen Spiele. Ich glaube, Deutschland hat gute Chancen auf die Teilnahme in Rio de Janeiro. Ich weiß, dass die deutschen Spielerinnen sehr hart und lang arbeiten mit viel Disziplin, das mag ich. Lange in der Halle zu stehen, stört mich nicht. Mit der Arbeit der Spielerinnen und meiner Arbeit können wir unser Ziel erreichen. Ich mag Deutschland, die Menschen und auch das Essen. Ich war schon mehrere Male in Deutschland, das letzte Mal vor zwei Jahren mit meinem Campingmobil, und ich würde mich freuen, wenn mein Sohn in Deutschland studieren würde."

Hatten Sie sich vorher Informationen eingeholt? Auch bei Giovanni Guidetti?
Pedullà: "Ich habe nur mit Giovanni gesprochen, der u.a. mich auch dem Verband empfohlen hat. Er hat immer gesagt, das ist ein gutes Team."

Wie haben Sie die DVV-Frauen in der Vergangenheit wahrgenommen?
Pedullà: "Ich hatte einen sehr guten Eindruck, Giovanni hat hervorragende Arbeit geleistet, dafür danke ich ihm. Ich übernehme eine Mannschaft, die sehr hart gearbeitet hat und viele Fortschritte gemacht hat. Wir können eines der besten Teams in Europa sein."

Wann starten Sie mit den DVV-Frauen?
Pedullà: "Am 18. Mai. Wenn die italienische Meisterschaft beendet ist, bin ich bereit. Das letzte Finale der "Best of Five"-Serie ist am 15. Mai, ich hoffe, schon nach drei Finalspielen fertig zu sein, um mehr Zeit zu haben. Aber nur, wenn ich gewonnen habe (lacht)!"

Können Sie schon etwas zur Spielidee und zum Kader sagen?
Pedullà: "Ich habe meine Ideen, wie ich spielen möchte. Ich will sehr schnell spielen, auch aus der Abwehr - so wie ich es auch in Novara praktiziere. Ich sehe gute Möglichkeiten, dies mit den deutschen Spielerinnen zu tun. Die meisten kenne ich von Videos oder Übertragungen im Internet. Oder über Informationen von Trainer-Kollegen."

Was sind die Ziele in diesem Jahr?
Pedullà: "Über allem steht die Olympia-Qualifikation. Ansonsten wollen wir bei den Turnieren das Bestmögliche erreichen. Montreux ist wichtig für mich, um die Spielerinnen kennen zu lernen, auch die, die ich noch nicht kenne. In Baku wollen wir das Halbfinale erreichen, was bei der Gruppenauslosung (Russland, Serbien, Niederlande, Kroatien, Bulgarien - Anm. d. Red.) aber schwer wird. Beim Grand Prix wollen wir die Finalrunde in Omaha erreichen! Es ist wichtig für uns, gegen die weltbesten Spielerinnen und Teams zu spielen - so kann man sich am besten weiterentwickeln. Bei der EM wollen wir einen weiteren Schritt nach vorne machen, zunächst die Vorrunde überstehen und wieder in die Medaillenränge kommen. Es ist schwer den Titel zu holen, das hat man 2011 und 2013 gesehen - 2011 war es die hitzige Atmosphäre in Serbien, 2013 die Qualität Russlands. Was ich damit sagen will: Das Finale ist keine normale Situation."

Über allem steht die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016. Wie sehen Sie die Chancen dafür?
Pedullà: "Das wird schwer! Unser Ziel ist, das europäische Turnier zu gewinnen und nicht darauf zu zielen, Zweiter oder Dritter zu werden. Die Qualifikation in Japan ist natürlich machbar, aber man könnte bei einer Qualifikation im Januar die Olympischen Spiele viel ruhiger und besser vorbereiten. Nur wenn wir als Gruppe auftreten und auch daran glauben, haben wir eine Chance auf Platz eins. Aktuell liegen unsere Chancen bei 20%, weil es fünf sehr starke Teams gibt. Diese Zahl haben wir von Monat zu Monat zu steigern."

Was würde eine Teilnahme an den Olympischen Spielen für Sie bedeuten?
Pedullà: "Ich war noch nie bei Olympischen Spielen, auch nicht als Zuschauer. Vor drei Jahren war ich TV-Experte für London, aber wir haben aus Italien berichtet. Mein Sohn fragte mich damals: Sollen wir nach Rio? Und ich antwortete ihm: Wir gehen sicher nach Rio! Jetzt hoffentlich als Trainer der DVV-Frauen."

 

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