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Friedrichshafen verteidigt Tabellenführung in Berlin

Bundesligen: Friedrichshafen verteidigt Tabellenführung in Berlin

18.01.2015 • Bundesligen • Autor: Gesa Katz 1286 Ansichten

Knappe Niederlage, aber tolles Spiel - das ist das Fazit des Sonntagnachmittags. Im Duell gegen die Berlin Recycling Volleys verlor der VfB Friedrichshafen zwar das Rückspiel der Hauptrunde mit 2:3 (25:19, 16:25, 13:25, 25:20, 10:15) - beide Seiten zeigten allerdings ein hohes Niveau und präsentierten sich phasenweise von ihrer besten Seite.

Friedrichshafen verteidigt Tabellenführung in Berlin - Foto: Günter Kram

Foto: Günter Kram

Vor 7341 Zuschauern und vier mitgereisten VfB-Fans hatten die Häfler in Satz eins und vier die Nase vorn, die Sätze zwei und drei entschied Berlin klar für sich. Zwar konnten die Häfler den Tiebreak nicht gewinnen - durch den Punktgewinn verteidigen sie allerdings erfolgreich die Tabellenführung. Als wertvollste Spieler wurden bei Friedrichshafen Libero Jenia Grebennikov und bei den BR Volleys Mittelblocker Rob Bontje ausgezeichnet.

VfB-Trainer Stelian Moculescu vertraute beim Auftritt in der Max-Schmeling-Halle Maarten van Garderen und Baptiste Geiler über Außen-Annahme, Max Günthör und Maxi Gauna im Mittelblock, Adrian Gontariu auf der Diagonalen, Simon Tischer im Zuspiel und Libero Jenia Grebennikov. Zunächst schien es, als würde Berlin den besseren Start in die Partie finden. Friedrichshafen zeigte Unsicherheiten in der Annahme und tastete sich langsam in die Begegnung (3:4, 7:8). Mit druckvollen Aufschlägen und einem sehr sicheren Block setzten sie sich die Häfler allerdings von Berlin ab, das immer wieder zu spät in den eigenen Blockaktionen kam und so keinen guten Spielaufbau schaffte (10:11, 13:11, 16:13). In der Annahme wechselte Berlins Trainer Mark Lebedew Robert Kromm aus und dafür den zweiten Libero Martin Krystof ein, doch Friedrichshafen behielt die Nase vorn, setzte sich mit seinen starken Blocks weiter ab (18:13, 20:14). Mit der Einwechslung von Ex-Häfler Christian Dünnes holte Berlin zwar einige Punkte auf - den Satz entschied allerdings der VfB für sich (25:19).

Berlin kam stark zurück - und der VfB zeigte erneut Unsicherheiten in der Annahme (6:10, 8:14). Berlin zeigte erneut eine starke Blockleistung, der VfB hingegen war raus aus seinem Rhythmus (10:16). Mit Wut im Bauch verwandelte Tischer den zweiten Ball, allerdings waren dies immer wieder Einzelaktionen, die den Willen des VfB aufflackern ließen (13:20). Moculescu wechselte durch, brachte Nick Vogel für Günthör und Roland Gergye für Geiler (14:23), doch Berlin war zu sehr im Rausch und ließ sich den Satz nicht mehr aus der Hand nehmen.

Und auch in Satz drei zeigte sich ein ähnliches Bild. Fehler in der Annahme des VfB machten es Berlin einfach, nach Belieben das eigene Spiel aufzubauen und im Block gehörig Druck auszuüben (3:8, 4:11). Moculescu nahm die Auszeit, versuchte Ruhe in sein Team und das Spiel zu bringen, doch Berlin ließ sich nicht beirren. Für Geiler kam Juniorennationalspieler Moritz Reichert (6:14) aufs Feld, es folgte Roland Gergye für van Garderen (6:16). Zu wenig Druck im Aufschlag ermöglichte Berlin immer wieder einen schnellen Aufbau, bei dem sich der Häfler Block zu spät sauber stellen konnte. Moculescu wechselte auf der Zuspielerposition - gab Tischer eine Auszeit und wechselte Jan Zimmermann ein (8:18). Das Wechseln ging weiter - Michal Finger kam für Gontariu (12:23), doch mehr als einige Achtungspunkte gelang den Häflern in diesem Satz nicht mehr (13:25).

Alles oder nichts war die Devise im vierten Durchgang. Mit viel Jubel feierten die Häfler ihre ersten Punkte - Berlin nahm die Auszeit (3:0). Aufgeweckter und entschlossener präsentierten sich die Spieler um VfB-Kapitän Tischer und schon nutzten sie die zuvor noch verschenkten Punktchancen (8:6). Berlin stemmte sich dagegen und es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe (13:14, 18:16), in der der VfB zum Satzende mit einigen Punkten in Führung lag (19:16, 22:18). Mit Schwung setzten die Häfler zum Schlussspurt an und entschieden erneut die wichtigen Punkte für sich - wie im ersten Satz funktionierten Block und Angriff. Der VfB war das bessere Team und erzwang den entscheidenden fünften Satz.

Konzentriert starteten die Häfler in die Entscheidung und machten gleich zu Beginn die Big-Points - Vogel zog im Angriff durch, Tischer punktete mit einem Ass (3:3). Lange Zeit legte Friedrichshafen vor und Berlin zog nach. Erst zum Seitenwechsel setzte sich die Heimmannschaft mit zwei Punkten ab (6:8) und gab diesen Vorsprung nicht mehr her. Berlin spielte sicher und ließ sich von den 7341 Zuschauern antreiben, Friedrichshafen scheiterte ein ums andere Mal am orangen Block. Mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen waren die Hauptstädter nicht mehr zu bremsen und versenkten schließlich den zweiten Matchball zum 15:10 im Häfler Feld.

"Beide Mannschaften haben auf einem hohen Niveau gespielt, leider konnte das Berlin nicht immer halten und leider konnten wir das nicht immer halten", sagte Moculescu nach der knappen Niederlage. "Wenn es läuft, dann läuft es und das haben heute beide Seiten eindrucksvoll mit tollen Ballwechseln gezeigt", zeigte er sich nicht unzufrieden. "Ich freue mich, dass wir einen Punkt geholt und damit die Tabellenführung verteidigt haben."


Statistik:
VfB Friedrichshafen
Aufschlag 5 Punkte, Annahme 49% (33% perfekt), Angriff 51 Punkte (36%) Block 11 Punkte
Gauna 7, Finger 1, van Garderen 10, Günthör 18, Tischer 6, Vogel 5, Grebennikov L, Gontariu 18, Gergye 2, Geiler 10, Reichert, Zimmermann

Berlin Recycling Volleys
Aufschlag 10 Punkte, Annahme 54% (33% perfekt), Angriff 50 Punkte (41%), Block 15 Punkte
Touzinsky 14, Shoji L, Kromm 21, Fischer, Shoji 3, Kühner, Krystof, Carroll 15, Kmet 10, Dünnes 1, Bontje11, de Marchi, nicht eingesetzt: Spirovski


Die nächsten Termine:
Champions League - 21.01.2015, 20.25 Uhr: Posojilnica Aich/Dob - VfB Friedrichshafen
Champions League - 27.01.2015, 20.00 Uhr: VfB Friedrichshafen - Zenit Kazan
Bundesliga - 31.01.2015, 19.30 Uhr: CV Mitteldeutschland - VfB Friedrichshafen

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