volleyballer.de - Das Volleyball Portal

EM-Qualifikation: DVV-Trainer optimistisch - Doppel-Interview mit Jens Tietböhl und Matus Kalny

DVV-Junioren: EM-Qualifikation: DVV-Trainer optimistisch - Doppel-Interview mit Jens Tietböhl und Matus Kalny

06.01.2015 • DVV-Junioren • Autor: DVV 953 Ansichten

Vom 8. bis 11. Januar wird es Ernst für die weibliche U18- und die männliche U19-Nationalmannschaft. Dann spielen beide Teams in der Carl-von-Weinberg-Schule in Frankfurt/Main die EM-Qualifikation (alle Spiele im Live-Stream unter http://euro2015.volleyball-online.com und bei www.laola1.tv) gegen Israel, Spanien, Weißrussland (U18) bzw. Israel, Norwegen und Belgien (U19). Wie die Vorbereitung verlief, wie die Erwartungen sind, verraten die Bundestrainer Jens Tietböhl (U18) und Matus Kalny (U19) im Interview.

Seit Mitte Dezember bereitet ihr euch auf die EM-Qualifikation vor. Wie lief die Vorbereitung bislang?
Tietböhl: "Die Vorbereitung der Mädchen läuft bisher nach Plan, die Spielerinnen sind hochmotiviert und haben sich seit dem Sommer letzten Jahres ganz gut weiterentwickelt. Die Testspiele in Frankreich (3x 3-0 Sieg) und in Belgien (3-2, 3-1,1-3) waren sehr intensiv, und wir konnten sehr gut an unserem Spielkonzept arbeiten."
Kalny: "Die Vorbereitung ist bis jetzt nach Plan verlaufen. Vor Weihnachten haben wir drei Länderspiele gegen die Slowakei absolviert, die uns gezeigt haben, woran wir in der weiteren Vorbereitungsphase noch arbeiten werden. Die letzten drei Testspiele gegen Schwaig und Eltmann haben gezeigt, dass die Jungs gut gearbeitet und sich im Team gefunden haben."

Was konntet ihr in den bisherigen Testspielen von euern Spielerinnen und Spielern sehen, was muss noch besser werden bis zur Qualifikation?
Tietböhl: "Die Werte und Effektivität im Angriff reicht noch nicht aus. Wir brauchen einfach noch zu lange, um erfolgreich zu punkten. Dabei zeigten wir in den Vorbereitungsspielen sehr gute Leistungen in Block und Abwehr, aber auch im Gegenangriff fehlt es noch an Kontrolle, Härte und Lösungsmöglichkeiten. Das Team zeichnet sich durch einen unglaublichen Willen und Ehrgeiz aus, wir müssen geduldig auf unsere Chancen warten."
Kalny: "Wir haben unsere Leistung in allen Elementen steigern können. Vor allem im Block, an dem wir die ganze Zeit viel gearbeitet haben. Kleine Details können und wollen wir immer verbessern."

Matus, du hast mit Silke Lüdike erstmals eine Nationaltrainerin aus dem Beach-Volleyball Bereich im Betreuerstab. Wie kam es dazu und was sind ihre Aufgaben?
Kalny: "Ja, Silke und ich haben in den letzten Monaten viel Zeit bei verschiedenen Aktionen im Hallen-Volleyball zusammen verbracht und über Volleyball gesprochen. Da hatte ich die Idee, dass sie uns viel im mentalen Bereich helfen kann. Die primäre Aufgabe von Silke ist es, mit den Jungs zu sprechen und sie auf die Spiele mental vorzubereiten. Außerdem hilft sie uns viel im Training, da sie genug Erfahrung hat und manche Dinge anders sieht, was hilfreich für uns ist."

Wie beurteilst du das bisherige Engagement von Silke?
Kalny: "Sehr positiv! Sie passt sehr gut zur Mannschaft, nicht nur aus meiner Sicht sondern auch aus Sicht der ganzen Mannschaft."

Könnte diese Verzahnung von Volleyball und Beach-Volleyball im Betreuerstab ein Zukunftsmodell sein?
Tietböhl: "Wir haben im November letzten Jahres die zentrale Sichtung in Kienbaum für die beiden neuen Jahrgänge der Mädchen/Jungen erstmals gemeinsam organisiert und durchgeführt. Es hat uns Hallentrainern sehr viel Spaß gemacht mit Silke und ihren Kollegen zusammenzuarbeiten. Sie hat viele gute Ideen und eine unglaubliche Stärke, einen Athleten zu beurteilen und einzuschätzen. Wir denken in dieser Phase der deutschen Nachwuchsausbildung für beide Sportarten. Die Entscheidung, für welchen Untergrund sich der Athlet später entscheidet, tangiert uns nicht. Wir müssen beide Bereiche in hoher Qualität vermitteln, ein Top-Spieler könnte eine Hallen-WM aber auch eine Beach-EM spielen. Es muss nur im Sinne des Athleten gut geplant werden, es gibt Ausbildungsfenster mit Schwerpunkt Halle und Phasen, wo es nur um Beach-Volleyball geht. Beide Trainergruppen können davon nur voneinander lernen, am Ende sollte der Spieler besser werden."
Kalny: "Sicher! Selbst die Planung mit dem jüngeren Jahrgang ist von uns beiden so ausgemacht, dass wir gemeinsame Aktionen der Nachwuchskader veranstalten."

Wie beurteilt ihr die Gegner bei der EM-Qualifikation und kennt ihr diese?
Tietböhl: "Es ist wie immer der erste große internationale Wettkampf für alle Nationen in Europa. Die EM-Tickets sind heiß begehrt, man weiß kaum etwas über die Gegner. Sicher ist, dass Spanien einen sehr guten Jahrgang hat, das wird bestimmt eine harte Nuss! Weißrussland hat einen beachtlichen Kader, zwei Spielerinnen trainieren schon bei Trainerlegende Nikolai Karpol im russischen Top-Klub Ekaterinenburg. Und Israel hat sich unter der Mitarbeit des Holländers Arie Selinger enorm verbessert. In diesem Alter ist alles möglich, Tagesform, Emotionen und Nerven entscheiden mit. Aber wir haben Heimvorteil, das wird uns helfen."
Kalny: "Wir haben Videomaterial von der Mehrzahl der Teams, um eine Strategie zu entwickeln. Der Fokus liegt auf unserem eigenen Spiel. Wir schauen von Spiel zu Spiel mit dem Ziel, im April in der Türkei bei der EM zu starten! Dafür nehmen wir jeden Gegner zu 100% ernst und wollen gegen alle gewinnen!"

Am 8. Januar beginnt die EM-Qualifikation mit der ersten Partie gegen Israel. Was kann man in den letzten Tagen noch machen?
Tietböhl: "Wir trainieren ganz normal nach unserem Plan, bestreiten noch zwei gemeinsame Trainingseinheiten mit Erstbundesligist VC Wiesbaden und hoffen, dass sich keiner verletzt oder krank wird."
Kalny: "Mit den guten Leistungen und Emotionen der letzten Testspiele arbeiten wir an Feinheiten und automatisieren unsere Bewegungsabläufe. Gleichzeitig arbeiten wir viel mit dem gesamten Team im mentalen Bereich, um in allen Bereichen bestmöglich auf unser Turnier vorbereitet zu sein."

Wie groß ist der Vorteil, dass ihr ein Heimspiel habt und die Qualifikation in Frankfurt stattfindet?
Tietböhl: "Es wird ein Pluspunkt für mein Team werden, wir brauchen nicht reisen und hoffen natürlich auf eine tolle Halle!"
Kalny: "Im eigenen Land ein solches Turnier zu spielen, ist immer eine besondere Ehre und eine tolle Herausforderung! Wir können unser Programm gut anpassen und kennen die Spielhalle.
Die Spieler und das gesamte Team wissen das zu schätzen! Wir freuen uns auf eine tolle Atmosphäre und Unterstützung. Und darauf, endlich loslegen und zeigen zu können, woran wir gearbeitet haben!"

Was würde die Qualifikation und was die Nicht-Qualifikation für euch und eure Mannschaft bedeuten?
Tietböhl: "Eine erfolgreiche Qualifikation ist der Türöffner für ein tolles Juniorinnen-Programm mit der EM in Bulgarien, vielleicht einer WM in Peru und den Olympischen Jugendspielen in Georgien. Das sind Wettkämpfe fürs Volleyballleben. Über den anderen Punkt denken wir nicht nach!"
Kalny: "Unser Ziel ist die EM! Dafür trainieren wir! Von Spiel zu Spiel werden wir uns nach vorn kämpfen, um am Ende das Ticket für die Türkei zu lösen! Wie es nach dem Turnier weitergeht, überlegen wir dann, wenn es an der Zeit ist!"

Alle News, einen Live-Stream, Infos und Tickets zur EM-Qualifikation in Frankfurt unter http://euro2015.volleyball-online.com

 

Der volleyballer.de Newsletter

Verpasse keine News, abonniere jetzt den täglich erscheinenden Newsletter. Du kannst den Newsletter jederzeit abbestellen.

Newsletter abonnieren

Weitersagen:

Weitere Meldungen aus der Kategorie "DVV-Junioren"

» zurück
volleyballer.de auf Facebook volleyballer.de auf G+ RSS Feed Twitter

BeachZeit Beachvolleyball Camps

Beachvolleyball Camp mit BeachZeit

Buche jetzt Deinen Beachvolleyball-Urlaub. Mit Zufriedenheits-Garantie!

weitere Infos

Jetzt geht's App! Neu!

Die Volleyballer App

Jetzt gibt es endlich die offizielle volleyballer.de App. Für Android, iOS und Windows Phone.

weitere Infos zur Volleyball App

Bester Partner nach dem Sport zu entspannen: online casino

i
x


Werben | Impressum | Datenschutz | Kontakt | Partner