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CEV Cup – ein Abenteuer für Friedrichshafen

Champions League: CEV Cup – ein Abenteuer für Friedrichshafen

28.01.2011 • Champions League • Autor: Conny Kurth 3557 Ansichten

Wenn der VfB Friedrichshafen in der kommenden Woche gegen Zaksa Kedzierzyn-Kozle (Polen) in den CEV Cup einsteigt, ist dies bereits die sechste Teilnahme der Häfler an diesem Wettbewerb. Die fünf zuvor fanden in den 90-er Jahren statt – mit denkwürdigen Duellen gegen italienische Topteams und einem dritten Platz 1994

Friedrichshafen (cku). Es ist der 5. Dezember 1992. Sorgsam breitet der Zeugwart von Sisley Treviso die Trikots auf der Bank aus. Sie sind mit goldenem Aufdruck versehen – wie es sich für ein Weltklasseteam aus Italien gehört. Dann betreten Paolo Tofoli, Lorenzo Bernardi, Luca Cantagalli, Ron Zwerver, Jan Posthuma und ihre Teamkollegen die Bodensee-Sporthalle, die zu diesem Zeitpunkt schon rappelvoll ist.
Zuvor war die Mannschaft mit zwei Privatjets direkt nach Friedrichshafen geflogen. „Alle sind vor Ehrfurcht erstarrt“, erinnert sich Wunnibald Wösle, damals Manager und heute Beiratsvorsitzender des VfB Friedrichshafen. „Das war unsere erste Begegnung mit einer anderen Volleyballwelt.“

Fast hätte es dabei zu einer Sensation gereicht. 2:2 stand es nach Sätzen. Holger Werner hatte sich nach einem Kreislaufkollaps und Burkhard Sude aufgrund einer Muskelverletzung in der Wade bereits verabschiedet. Trotzdem führte der VfB 12:9, hatte dann jedoch Trevisos Aufholjagd nichts mehr entgegenzusetzen und verlor mit 12:15.
„Das Spiel hat fünf Minuten zu lange gedauert“, resümierte ein sichtlich mitgenommener Trainer Udo Jeschke. „Unsere Kondition hat nicht ganz ausgereicht, um so lange mit solch einer Spitzenmannschaft mitzuhalten.“

Der knappen Niederlage folgte ein klares 0:3 in Treviso, das das Ende der ersten Teilnahme des VfB Friedrichshafen am CEV Cup endgültig besiegelte. Ein Erlebnis, das eine zweitägige Reise zum ersten Auswärtsspiel in Gijon (Spanien) beinhaltete, aber auch einen Trip nach Cherkassy (Ukraine) im Dunstkreis des Kernkraftwerkes Tschernobyl. „Es waren die ersten internationalen Erfahrungen, die wir gesammelt haben“, so Wösle, „und echte Abenteuer“.

Ein Jahr später folgte der zweite Anlauf – dieses Mal mit größerem Erfolg. Friedrichshafen qualifizierte sich für das Final Four in Padua (Italien), unterlag im Halbfinale aber dem späteren Sieger Petrarca Padua. Im Spiel um Platz drei besiegten die Häfler im deutsch- deutschen Duell Bayer Wuppertal, bei dem damals der heutige VfB- Manager Stefan Mau als Co-Trainer fungierte, und feierten damit den bis dato größten Erfolg der Vereinsgeschichte. „Das“, so Wösle, „war eine Mordsleistung.“

Noch drei Mal nahm Friedrichshafen am CEV Cup teil. In der Saison
1997/1998 erstmals mit Trainer Stelian Moculescu, allerdings mit bescheidenem Ergebnis. Nach nur einer Runde und zwei Niederlagen gegen Lube Banca Marche Macerata (Italien) mit Superstar Andrea Zorzi und Bundestrainer Raul Lozano als Coach war bereits Schluss. „Mit der Leistung können wir jede Bundesliga-Mannschaft schlagen“, urteilte Moculescu damals, „doch international gewinnst du keinen Blumentopf“.

Das soll in dieser Saison bei der insgesamt fünften Teilnahme des VfB Friedrichshafen am CEV Cup anders werden. Nach dem Aus in der 2011 CEV Champions League geht es in diesem Wettbewerb gegen den fünffachen polnischen Champion Zaksa Kedzierzyn-Kozle um den Einzug ins Halbfinale. Das Hinspiel findet am 2. Februar (20 Uhr) in der ZF Arena, das Rückspiel am 9. Februar (18 Uhr) in Polen statt. Wösle wird auch dann wieder dabei sein – wenn auch nicht direkt hinter der Trainerbank wie 1992, sondern auf der Tribüne. „Mittlerweile hat sich Friedrichshafen international etabliert“, sagt er. „Wäre doch schön, wenn wir im CEV Cup einen weiteren großen Erfolg feiern könnten.“
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Tickets im Vorverkauf
Tickets für die Partie sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich. Sie können bei der VfB-Geschäftsstelle (Meistershofener Str. 25, Friedrichshafen, Telefon: 07541/38580-0, Fax: 07541/38580-11, Email: info@vfb-volleyball.de
) und allen offiziellen Vorverkaufsstellen erworben werden. Zudem können die Eintrittskarten via Internet über das Ticketsystem Reservix
(www.reservix.de) bezogen, mit Kreditkarte bezahlt und anschließend über die Funktion print@home zu Hause ausgedruckt werden.
Reservierungen sind nur möglich, wenn die Karten bis einschließlich Montag (31. Januar) bezahlt sind. Die Preise sind identisch mit denen der 2011 CEV Champions League.
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Die kommenden Spiele des VfB Friedrichshafen
02.02.2011 (20.00 Uhr) CEV Cup: VfB Friedrichshafen - Zaksa Kedzierzyn- Kozle (POL)
06.02.2011 (16.00 Uhr) Bundesliga: Netzhoppers KW-Bestensee - VfB Friedrichshafen
09.02.2011 (18.00 Uhr) CEV Cup: Zaksa Kedzierzyn-Kozle (POL) - VfB Friedrichshafen

 

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