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07.06.2004 - European League - Quelle/Autor: DVV

Volleyball: Deutschland gewinnt auch das zweite Spiel gegen die Slowakei - 3:1

Die DVV-Auswahl hat auch das zweite Spiel gegen die Slowakei gewonnen: In Koblenz hieß es 3:1 (25-14, 24-26, 25-20, 25-22) gegen das Tabellenschlusslicht der Gruppe II, nachdem es tags zuvor 3:0 lautete. Mit dem Sieg hat Deutschland wieder Platz Zwei zurück erobert, der zur Finalrunde berechtigt. Die DVV-Auswahl (10 Punkte) liegt einen Punkt hinter den Niederlanden und einen Punkt vor den Finnen.

Die DVV-Auswahl begann mit Frank Dehne, Jochen Schöps, Ralph Bergmann, Georg Wiebel, Eugen Bakumovski, Björn Andrae und Frank Bachmann. Bundestrainer Stelian Moculescu vollzog - im Vergleich zum Vortag – nur einen Wechsel auf der Diagonalposition, Schöps für Christian Pampel.

Die deutsche Mannschaft erwischte einen blendenden Start in den ersten Satz: Björn Andrae sorgte mit druckvollen Aufschlägen für Durcheinander auf slowakischer Annahmeseite, die im Gegensatz zum Vortag umgebaut werden musste: Der etatmäßige Libero Martin Pipa war krankheitsbedingt im Hotel geblieben und wurde durch Stanislav Vartovnik ersetzt. Mit 8:2 ging es in die erste technische Auszeit, auch weil Diagonalspieler Jochen Schöps gleich zu Beginn vier Punkte mit Block und Angriff beisteuerte. Diesen hohen Rückstand konnte das Team von Trainer Pavel Tresnak nicht aufholen und verlor den ersten Satz deutlich.

Das gleiche Bild im zweiten Satz: Die harten Angriffe von Andrae und die schnellen Aufschläge von Schöps waren von den Slowaken nicht zu kontrollieren, Deutschland lag bei der ersten technischen Auszeit deutlich vorne (8:3). Nach einem Block von Jakub Joscak sowie einem As von Robert Hupka verkürzten die Gäste auf 9:7, ein weiterer guter Aufschlag von Frantisek Ogurcak sowie ein Block von Lukas Divis brachten sogar die Führung (13:14). Nach einem erfolgreichen Block gegen Andrae und einem weiteren As lagen die Slowaken gar mit drei Punkten vorne (19:22). Bei 22:24 hatte der Außenseiter zwei Satzbälle, doch diese konnten die deutschen Spieler durch einen Block von Georg Wiebel und einem As von Schöps abwehren. Der dritte sollte es dann sein, als Andrae den Sprungaufschlag von Ogurcak nicht entschärfen konnte.

Die deutsche Mannschaft zeigte sich von dem Satzverlust nicht geschockt und ging gleich mit 5:0 in Führung: Zwei Blockpunkte, ein Angriff von Schöps sowie ein As von Andrae ließen das Ergebnis hoch schrauben. Und in diesem Satz ließ sich der Favorit trotz einiger Spielerwechsel (Simon Tischer für Frank Dehne und Sven Glinker für Eugen Bakumovski) nicht von der Siegerstraße abbringen, sondern gewann den Satz souverän. Hupka schlug den Satzball ins Netz zur deutschen 2:1-Satzführung.

Anders als in den Sätzen zuvor lag die Slowakei zu Beginn vorne. Nach einem As durch Joscak sowie einem Block von Nemec gegen Schöps hieß es 6:10. Ein Angriff und ein Aufschlag von Schöps ließ die deutsche Mannschaft jedoch schnell ausgleichen (13:13). Nach einem „Doppelpunkt“ per Trickschlag und Block durch Schöps hatte die DVV-Auswahl die Führung erarbeitet (19:17). Der „Bann“ schien gebrochen und die DVV-Männer sahen beim 23:19 bereits wie die sicheren Sieger aus. Doch Nachlässigkeiten in der Annahme und im Angriff ließen die Slowaken wieder auf einen Punkt heran kommen (23:22). Schöps war es zu verdanken, dass der vierte Satz mit 25:22 und das Spiel mit 3:1 gewonnen wurde.

Punktbeste Spieler
Deutschland: Jochen Schöps (24 Punkte), Björn Andrae (18 Punkte)
Slowakei: Lukas Divis (12 Punkte), Jakub Joscak (8 Punkte)

Stimmen zum Spiel

Jochen Schöps (Spieler Deutschland): „Wir haben recht ordentlich gespielt. Im ersten und dritten Satz haben wir gut angefangen, im zweiten und vierten nicht. Da mussten wir kämpfen, um Anschluss zu halten. Die European League ist gut für uns, weil die Spiele gegen gute Gegner uns nach vorne bringen.“

Pavel Tresnak (Trainer Slowakei): „Wir haben sehr schlecht begonnen und sind gleich unter Druck geraten. Ich bin schon zufrieden mit dem Satzgewinn und dass wir für die Zuschauer das Spiel etwas offener gestalten konnten als gestern.“

Stelian Moculescu (Trainer Deutschland): „Wir wollten beide Spiele gewinnen, und das haben wir geschafft. Deswegen bin ich im großen und ganzen zufrieden. Wir haben konstant aufgeschlagen und geblockt, dafür heute etwas schwächer angenommen. Das lag an den besseren Aufschlägen der Slowaken. Wenn wir Zweiter werden und die Finalrunde erreichen wollen, müssen wir die Spiele gegen die Slowakei und Finnland gewinnen.“

Ausschnitte vom Spiel gibt es ab 19.15 Uhr auf DSF.

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