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08.09.2010 - DVV-Junioren - Quelle/Autor: DVV / Gesa Katz

Volleyball: U19-EM (w): 3:0 Sieg für die Juniorinnen gegen Italien

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Fotomontage Gesa Katz
Vor dem vierten Vorrundenspiel bei der Europameisterschaft in Serbien schien alles schon geklärt zu sein. Deutschland ging gegen Favorit Italien als Außenseiter in die Partie, und es wäre eine glückliche Gegebenheit gewesen, hätten die U19-Juniorinnen einen Satz gewonnen. Doch es kam anders.

Mit 3:0 (25:21, 25:19, 25:23) entzauberten die Deutschen die Italienerinnen, die zum Teil fassungslos auf dem Spielfeld standen.

„Wir haben ruhig und konsequent unser Spiel gespielt“, fasste Katharina Schwabe die Partie gegen Italien zusammen. „Wir hatten nichts zu verlieren, keinen Druck, und haben uns nicht beeindrucken lassen, dass die Italienerinnen auf dem Papier die bessere Mannschaft sind.“ Das wurde belohnt. Von Beginn an waren die deutschen U19-Juniorinnen das überlegenere Team auf dem Feld. Zwar gestalteten sich die Ballwechsel offen, doch die wichtigen Punkte konnten auf dem Konto der Deutschen verbucht werden.

Im ersten Satz mussten die Italienerinnen mit einem zwei-Punkte Rückstand in die erste Auszeit gehen und diesen Rückstand konnten sie auch bis zum Ende des Satzes nicht aufholen. „Es war ein gutes Spiel von beiden Seiten“, sagte Bundestrainer Han Abbing. „Doch mein großes Vertrauen in die Mannschaft hat sich bestätigt und es hat sich gezeigt, dass wir auch einen Favoriten wie Italien schlagen können.“ Mit 25:21 ging der Satz an das sichtlich erleichterte Team von Abbing.

Auch im zweiten Satz ließen sich die U19-Juniorinnen nicht von Italien beeindrucken. Das war auch gar nicht nötig, denn von Beginn an lagen sie in Führung. Eine sehr gute Annahme, kombiniert mit effektiven Angriffen über alle Positionen verteilt ließen die Italienerinnen nicht in ihr Spiel finden. „Wir sind einfach in dieses Spiel reingegangen und wollten unser bestes zeigen“, sagte Schwabe. „Das ist uns gelungen.“ Selbst ein kurzzeitiger Rückstand von 9:12 Punkten brachte keine Unruhe in das deutsche Spiel und so konnten die Deutschen auch diesen Satz für sich verbuchen.

„Wir haben auch im dritten Satz keinen Hänger gehabt“, freute sich Abbing. Zwar gestaltete sich das Spiel sehr offen und die deutschen Fans auf der Tribüne mussten starke Nerven beweisen. Doch die Mannschaft demonstrierte, dass sie eindeutig die Nerven hatte diesen, nach Punkten engen, Satz für sich zu entscheiden. „Genau das meinte ich“, sagte Abbing nach dem Spiel. „Ich wusste, dass wir sie schlagen können. Es war schwer, aber nicht unmöglich.“ Mit 25:23 verließen die Deutschen das Spielfeld und ließen ungläubige und sichtlich enttäuschte Italienerinnen zurück. „Das fühlt sich einfach toll an“, freute sich Schwabe nach dem Sieg.

Morgen findet für das deutsche Team das letzte Vorrundenspiel gegen Polen statt. „Wir packen den Sieg heute in unseren Rucksack und nehmen ihn mit“, so Schwabe. „Morgen gegen Polen das ist der wichtigste Tag, denn es geht um die Platzierungen und wir wollen unbedingt gewinnen, um in das Halbfinale zu kommen.“

Startaufstellung: Kaiser, Quade, Schäperklaus, Hero, Boin, Schwabe, Gschwendtner
Eingewechselt: Stöhr,Walkenhorst

Spielfilm
1.Satz: 3:1, 6:4, 8:6, 10:7, 12:11, 16:13, 18:15, 21:16, 23:20 (Stöhr für Kaiser), 23:21 (Kaiser für Stöhr), 25:21
2.Satz: 3:2, 5:6, 7:7, 8:10, 10:12, 13:13, 14:16, 17:17, 20:17, 22:18, 24:19, 25:19
3.Satz: 1:3, 4:6, 8:7, 10:8, 12:9, 16:13, 18:14, 18:18 (Walkenhorst für Boin), 19:18 (Boin für Walkenhorst), 20:18, 22:21, 23:22 (Stöhr für Kaiser) 24:23 (Kaiser für Stöhr), 25:23

Der deutsche Kader: Tanja Joachim (Z, Schweriner SC/1. VC Parchim), Jessica Gruss (AA), Katharina Schwabe (AA), Anika Boin (D, alle Dresdner SC/ VC Olympia Dresden), Lea Adolph (L) Rebecca Schäperklaus (MB, USC Münster/SC Union Lüdinghausen), Pia Walkenhorst (AA, Dresdner SC/VC Essen-Borbeck), Ann Christin Quade (AA/D), Lucia Kaiser (Z, beide SV Lohhof), Julia Hero (MB, VCO Berlin/TV Lebach), Celine Stöhr (MB), Lena Gschwendtner (L, Allianz Volley Stuttgart/VC Stuttgart)

Trainer: Han Abbing
Co-Trainer: Mirko Pansa
Teammanager: Sten Schmidt
Physiotherapeut: Susanne Hermann
Arzt: Dr. Peter Jokisch
Spielbeobachter: Stephan Kulhanek

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