Die DVV-Männer haben die WM-Vorbereitung mit einer Niederlage begonnen: In Nordhausen unterlag die deutsche Mannschaft vor 1.900 Zuschauern dem Olympia-Dritten und Weltranglisten-Zweiten Russland 0:3 (16-25, 22-25, 18-25) und verpasste es, Bundestrainer Raúl Lozano zu dessem 54. Geburtstag ein passendes Geschenk in Form eines Sieges zu machen.
Punktbeste Spieler waren Georg Grozer (17) und Sebastian Schwarz (9) für Deutschland und Maxim Mikhaykov (16) und Taras Khtey (14) für Russland, Stefan Hübner gab nach zweijähriger Pause sein Auswahl-Comeback. Am 4. September (16.00 Uhr) treffen beide Teams in Dessau erneut aufeinander.
Startformation Deutschland: Manuel Rieke, Georg Grozer, Marcus Böhme, Max Günthör, Björn Andrae, Sebastian Schwarz, Ferdinand Tille
Startformation Russland: Sergey Grankin, Maxim Mikhaylov, Yury Berezhko, Taras Khtey, Dmitriy Muserskiy, Alexander Volkov, Valery Komarov
Es war für die deutsche Mannschaft das erste Spiel nach längerer Pause und intensivem athletischen Aufbau. Zudem mussten einige Akteure dem harten Programm Tribut zollen und laborieren noch an einigen kleineren Verletzungen. Zuspieler Simon Tischer stand nicht im Kader, da er sich zwei Tage zuvor eine Rückenblockade zugezogen hatte.
Die Russen, die mit ihrem definitiven WM-Kader in Deutschland sind, zeigten, warum sie bei der World League erst im Finale von Brasilien gestoppt wurden und warum sie bei der WM als Titelkandidat gehandelt werden (müssen). Enorm stark in der Block- und Feldabwehr, fast fehlerlos beim Aufschlag und ganz stabil in der Annahme. So hatte Zuspieler Grankin stets alle Optionen beim Zuspiel, für den deutschen Block war es schwer, Mittel dagegen zu finden.
Das deutsche Team machte es den Russen jedoch einfach: Zu wenig Aufschlagdruck und zu viele Ungenauigkeiten im Angriffsaufbau. So hatte die russische Block- und Feldabwehr oftmals die besseren Karten. Lediglich Grozer gelang es über das gesamte Spiel, den russischen Riegel in Verlegenheit zu bringen bzw. zu knacken. Erfreulich auch das Comeback von Hübner, der im zweiten Satz eingewechselt wurde und am Ende drei Blockpunkte verbuchen konnte.
Insgesamt erwiesen sich die Russen mit ihrer individuellen Klasse und überragenden Athletik beim ersten WM-Test als übermächtig. Die Zahlen bestätigen dies: Blockpunkte (GER 5 / RUS 9), Aufschlagpunkte (GER 0 Asse + 11 Fehler / RUS 4 Asse + 5 Fehler), Angriffsquote (GER 41% / RUS 58%).
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