06.11.2006 - DVV - WM 2006

Atika Bouagaa: Immer am Limit spielen

Bei der WM in Japan stehen die deutschen Volleyballerinnen in der Zwischenrunde und treffen hier auf die Niederlande, Puerto Rico, Brasilien und die USA. Nach den tollen Leistungen in der Vorrunde ist Atika Bouagaa vom USC Münster optimisch: „Ich denke, dass wir es unter die ersten Acht schaffen können. Wir werden alles dafür tun.“

Heiser, aber überglücklich zeigte sich Atika Bouagaa nach dem letzten Vorrundenspiel bei der Weltmeisterschaft in Japan. Mit 3:1 hatte das deutsche Team Olympiasieger China bezwungen und dabei eine fantastische Leistung geboten. „Das Spiel war der Hammer“, sagte die Angreiferin vom USC Münster, die die Partie wie schon die gegen Azerbaidschan aufgrund einer Fußverletzung von der Wechselzone aus betrachten musste. „Wir haben draußen so Party gemacht und jeden Punkt gefeiert“, so Atika Bouagaa. „Zum ersten Mal ist jetzt meine Stimme hinüber.“

Dank der vier Siege über die Dominikanische Republik (3:0), Mexiko (3:0), Azerbaidschan (3:0) sowie China und nur einer Niederlage gegen Russland (1:3) gehen die Deutschen als Gruppenzweiter mit einer glänzenden Ausgangsposition in die Zwischenrunde in Osaka. Hier treffen sie am Mittwoch (8. November) auf die Niederlande und damit mit Kim und Chaine Staelens, Alice Blom, Caroline Wensink und Janneke van Tienen auf gleich fünf Spielerinnen, die einmal das Trikot des USC Münster trugen. Danach stehen die Begegnungen gegen Puerto Rico (9. November), Brasilien (11. November) und die USA (12. November) auf dem Programm.

„Wir wollen versuchen, immer am Limit zu spielen und jede Mannschaft zu schlagen“, sagte Atika Bouagaa. „Was dann dabei herauskommt, wird man sehen.“ Würde die deutsche Auswahl die Zwischenrunde, in die die Punkte aus der Vorrunde übernommen werden, als Erster oder Zweiter beenden, zöge sie direkt ins Halbfinale ein. Als Dritter oder Vierter würde sie die Runde um die Plätze fünf bis acht sowie als Fünfter oder Sechster die Runde um die Plätze neun bis zwölf erreichen. Nur als Siebter oder Achter wäre die WM vorzeitig beendet.

„Wie schon der ersten Runde wollen wir Vollgas geben“, sagte die Münsteranerin, die allerdings noch nicht mit einer Halbfinalteilnahme oder sogar einer Medaille liebäugelt. „Ich denke, dass wir es unter die ersten Acht schaffen können. Wir werden auf jeden Fall alles dafür tun.“ Wahrscheinlich kann die 24-Jährige in der Zwischenrunde auch wieder aktiv ins Geschehen eingreifen. „Der Fuß tut zwar noch weh“, sagte sie. „Aber es wird Tag für Tag besser.“

Quelle/Autor: DVV

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