Volleyball Bundesliga: Wuppertal TITANS kurz vor dem Ziel
TweetMit einem schnellen Start und dem sicheren Ausbau der Führung im ersten Satz fanden die Wuppertal TITANS beim entscheidenden Heimspiel gestern von Anfang an ins Spiel.
Die Stimmung in der Halle im Bayer Sportpark war über die gesamte Begegnung hinweg top und gab der Mannschaft aus dem Bergischen Land den notwendigen Antrieb. „Ich kann nicht sagen, dass wir es mit dem heutigen Sieg hundertprozentig geschafft haben, in der Liga zu bleiben.“, so Jens Larsen, Cheftrainer der Wuppertal TITANS. „Aber ich kann sagen, dass ich stolz bin, dass und wie die Spieler dem Druck standgehalten haben, was sie geleistet haben. Wirklich an alle ein großes Lob.“
Vor allem auch die Spieler zeigten sich mit ihrer Leistung zufrieden. „Wir haben heute auf allen Positionen eine überragende Leistung gebracht.“, so Thilo Späth, Libero der Gastgeber. „Wir konnten die Berliner gut unter Druck setzen. Das hat uns Punkte gebracht.“ Späth war sich sicher, das Spiel für den eigenen Club zu entscheiden.
Auch Gerrit Zeitler, der nach dem anfänglichen Einsatz auf verschiedenen Positionen auf AnnahmeAußen seine Bestimmung gefunden hat, zeigt sich mit dem Spielverlauf und –ergebnis ebenso zufrieden, wie mit einer eigenen Entwicklung: „Ich habe zwar auch im Mittelblock oder mal diagonal gespielt. Aber ich wollte immer AnnahmeAußen spielen. Daran habe ich hart gearbeitet. Zeitler nach dem gestrigen Spiel. „Meine Annahme ist immer besser geworden. Man sieht also: Wenn man will, dann geht´s.“
Das hohe Tempo des ersten Satzes konnten die Wuppertaler nicht über die gesamte Spieldistanz halten. „Nach einen so fulminanten Start ist klar, dass dieses Tempo und diese Präzision nicht über die gesamte Begegnung zu halten sind.“, so Thorsten Westhoff, Manager der Wuppertal TITANS. Wichtig sei das Ergebnis. „Die Punkte haben wir zwingend gebraucht. Und wir haben sie erspielt.“ Das habe man geschafft, obwohl der VCO Berlin ein ernst zu nehmender Gegner sei. „Für den Klassenerhalt war es aber auch wichtig, dass Moers heute in Leipzig gewonnen hat.“ Sonst sei wieder deutlich enger geworden. „Wir brauchen Sport, wir brauchen Spitzensport in Wuppertal. Wenn wir es sportlich geschafft haben, dann müssen wir noch mehr Partner finden. Denn wir müssen uns auch finanziell entwickeln, um uns breiter aufzustellen.“ Die bereits aktiven Sponsoren und Netzwerkpartner hätten aber zum Teil ihr Budget für die kommende Saison erweitert. „Aber insgesamt brauchen wir schon noch ein wenig. Zuviel kann es nicht sein.“, so Westhoff zur wirtschaftlichen Planung der kommenden Saison.
Trotz des 3:0 Sieges gab des streckenweise durch Tempoverlust und Ehrgeiz des VCO Berlin Momente des Bangens, das Spiel könne sich ungünstig drehen. Im dritten Satz konnten die TITANS erst ab dem Stand von 9:12 wieder wichtige Punkte für sich holen. Gutes Blocken durch Gergely Chowanski, Lars Dinglinger und Dirk Grübler sorgte für die Wende im richtigen Moment.
Das Überraschungsmoment der Partie lag in der Einwechslung von Dr. Burkhard Sude, der im zweiten Satz beim Punktestand von 22:12 auf das Feld geschickt wurde. „Burkhard hat viel Ruhe in die Mannschaft gebracht. Nachdem Florian Wilhelm nicht seinen besten Angabetag hatte, lag die Entscheidung nahe, Burkhard einzusetzen.“, so Larsen. Mr. Volleyball spielte den zweiten Satz zu Ende.
Der Gegner zeigte sich überrascht. Trainer Söhnke Hinz gratulierte den Wuppertalern. „Glückwunsch an die TITANS. Sie haben in der Saison Tolles geleistet. Der Erhalt eines so traditionsreichen Standortes ist wichtig.“, so Hinz auf der Pressekonferenz. „Meine Spieler müssen wieder lernen, mit Druck umzugehen. Daher hatte ich vor dem Spiel öffentlichen Druck aufgebaut. Denn dem müssen sie in den Qualifikationsspielen zur Junioren-Weltmeisterschaft auch standhalten.“
Das Spiel in Zahlen: 3:0, 25:11, 25:13 und 25:23, 66 Minuten.
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