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05.02.2009 - Bundesligen - Quelle/Autor: Wuppertal Titans

Volleyball Bundesliga: Wuppertal TITANS entscheiden Begegnung 3:2

Ein Feuerwerk der Spannung spielte sich in der Halle im SV Bayer Sportpark am heutigen Abend ab. Nachdem die vom Abstieg bedrohten Wuppertal TITANS mit 2:0 zurück lagen, kippte die Partie zugunsten der Gastgeber. Nicht nur kippen – eine Kehrtwende war mit dem dritten Satz eingeläutet.

Nachdem die Wuppertal TITANs zu Hause in den ersten beiden Sätzen mit 22:25 und einem noch schwächeren 12:25 endeten tummelten sich die TITANS mit Verstärkung durch die zweite Mannschaft auf der Bank ab dem dritten Satz wie ein noch unsicheres Liebespaar hin zum Sieg und damit hin zur erklärten Liebe der Saison: dem Klassenerhalt. Punkte für die TITANS zu Hause mit einem verdienten Endstand in Sätzen von 22:25, 12:25, 25:23, 25:23 und 15:7.

„Wenn Du spürst, das ist es und entweder jetzt oder nie, dann schaltest Du irgendwann den Kopf total aus, denkst Null an das, was Du gerade tust, sondern nur noch an das, wo es Dich hinführt.", so Dirk Grübler, Mittelblocker und in der heutigen Begegnung abwehrstarker Mittelblocker der Wuppertal TITANS.

Es war eine geradezu atemberaubende Partie in der Saison. In der Saison nicht nur der Jungs aus dem Bergischen Land. Eine durch und durch kämpferische Partie, die aller Euphorie zum Trotz das erklärte Ziel des Klassenerhalts noch nicht erreicht sein lässt. „Der Sieg war wichtig. Wichtig für den Klassenerhalt. Wichtig für die Spieler. Wichtig für die Motivation. Wichtig für die TITANS und den Spitzensport in Wuppertal.", so Thorsten Westhoff, Manager der Wuppertal TITANS. Aber, so sei auch klar, sie die Klasse damit noch nicht gesichert. „Aber wir sind auf einem noch besseren Weg ans Ziel, als wir es je zuvor waren.", so Westhoff weiter.

Hilfreich beim entscheidenden „Kopf-Ausschalten" war die eher emotionale Spontanentscheidung des Cheftrainers, Jens Larsen. „Ich dachte, es sei eine doofe Aktion gewesen.", so Larsen. Aber unterm Strich war die Entscheidung in der 10-mübtigen Pause nach dem zweiten Satz, alle Spieler am Spielfeldrand sprinten zu lassen, bis vermeintlich keine Kraft mehr da war, das Match zu meistern, die intuitiv goldrichtige Entscheidung: Es war keine Kraft mehr da, über das Spiel nachzudenken. Aber es war Können genug da, um die Partie für sich zu entscheiden.

Wenn nun unterstellt würde, das sei die fast schon althergebrachte „Psycho-Trick-Kiste" der Erstligisten aus dem Bergischen, der geht irr in seiner Annahme: Wie auch schon im November des vergangenen Jahres ist die Entscheidungsstruktur und Entscheidungsqualität eine Mischung aus Professionalität, Erfahrung, Intuition und eigener Grenzerfahrungen. „Wenn Du alles willst, wenn Du alles zu leisten bereit bist, bist Du auf ein Ziel fokussiert. Nur Grenzüberschreitungen aus Eigen- oder Fremdantrieb oder gar auf Grundlage einer gemeinsamen Idee sind dann immer die einzige Chance, ad hoc on der Situation den Ausgang für Dich zu entscheiden. „Für Dich" ist in 99,9 Prozent der Fälle keine Entscheidung, die wirklich nur Dich betrifft.", so das Management-Trainer-Duo Westhoff Larsen nach der Partie

Eines ist sicher: Der Klassenerhalt ist mit der Begegnung des heutigen Abends nicht in trockenen Tücher. Aber das Herz des Teams, das Ziel zu erreichen, schlägt im richtigen, überlebensweisenden Takt.

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