Nicht nur die Eutiner Herrenmannschaft punktete am Heimspieltag in beiden Spielen, auch die PSV-Damen "befreiten" sich durch 2 wichtige Siege aus dem Tabellenkeller der Verbandsliga Schleswig-Holstein.
Mit 3:1 (25:18, 25:23, 18:25, 25:21) gegen Lokalrivalen Preetzer TSV und 3:0 (25:14, 25:18, 25:23) gegen Aufsteiger FT Adler Kiel gewannen die Eutinerinnen beide Spiele und haben nun von allen abstiegsgefährdeten Mannschaften die beste Ausgangsposition zum Klassenerhalt.
Im ersten Spiel brachten druckvolle Aufschläge von Juliane Sevecke den PSV ins Spiel (erst zum 5:2; in der 2. Runde dann zum 17:12), bevor Annette Lamp auf 22:13 erhöhte. Zwar gelang Preetz nochmals eine Ergebniskorrektur, aber mit 25:18 erzielte Eutin nach nur 15min die 1:0-Satzführung. Im 2. Satz brachte vor allem der überragende Eutiner Block um Wiebke Büchner und Annette Lamp die Gäste dazu, ihre Taktik zu ändern. Mit kurz gelegten Bällen gelangen ihnen "einfache" Punkte. Beim Stand von 17:20 mahnte Nichttrainer Eric Wagner in einer Auszeit konsequentere Sicherung und besseres Nutzen eigener Angriffschancen. Gezielte Angriffe von Iris Bennühr brachten den PSV wieder auf 21:21 heran. Angaben von Annette Lamp, schnelle Angriffe von Wiebke Büchner über die Mitte und eine große kämpferische Leistung der Abwehrreihe (allen voran Libero Karen Bergmann) brachten den 2. Satzerfolg mit 25:23 Punkten. Im 3. Durchgang gelang es Yvonne Staack mit gezielten Aufschlägen, einen 4:6 Rückstand in eine 8:6 Führung umzuwandeln. Aber Preetz hielten weiter gegen und brachte die Eutiner Annahme mit einer Aufschlagsserie in Schwierigkeiten, und beim Stand von 15:15 gab Eutin 6(!) Punkte in Folge ab. Mit 18:25 ging der 3. Satz verloren. Im 4. Durchgang brachte der PSV Meike Wohlfahrt als Zuspielerin und Juliane Sevecke übernahm die Diagonalposition. Nach ausgeglichenem Start (2:2) führten "Flatteraufschläge" von Meike Wohlfahrt zum 7:2-Vorsprung für den PSV, den Iris Bennühr auf 13:6 erhöhte. Erneute Unsicherheiten in der Annahme "erlaubten" den Gästen den Ausgleich (17:17), aber Angaben von Meike Wohlfahrt sowie eine hervorragende Eutiner Blockarbeit brachten das vorentscheidende 21:19. Nach dem Preetzer Anschlusspunkt behielt Annette Lamp die Nerven und schlug für den PSV zum 24:20 auf. Der 2. Matchball brachte die Erlösung für Eutiner Spielerinnen, Ersatzbank und zahlreiche Zuschauer: Mit 25:21 Punkten gewannen sie den 4. Satz und damit das Lokalderby gegen den Preetzer TSV.
Auch das 2. Spiel gegen die punktgleiche Mannschaft von FT Adler Kiel begannen die Eutinerinnen konzentriert und erspielten sich eine schnelle 13:8- bzw. 20:13-Führung. Ein klarer 25:14 Satzerfolg war der Lohn für druckvolle Angriffe, vor allem über die Außenposition durch Gesa Schmidt und Iris Bennühr. Anfangs des 2. Satzes hatten die Kieler Gäste Probleme, Meike Wohlfahrts Aufschläge anzunehmen, und Eutin zog auf 6:0 davon. Nach 2 Punkten für FT Adler brachte Annette Lamp am Aufschlag den Eutinerinnen fast im Alleingang das 12:2. Beim Stand von 20:10 schien der Satz bereit "verbucht", aber der PSV ließ die Gäste wieder ins Spiel kommen. Mit 25:18 ging zwar auch dieser Durchgang an Eutin, allerdings startete Adler Kiel mit mehr Selbstvertrauen in den 3. Satz. Dieser begann mit einer PSV-Führung, die die Gäste aber schnell wieder ausglichen. Bis zum 18:18 setzte sich keine Mannschaft entscheidend ab. Dann gelang zunächst Eutin eine 21:19 Führung, die aber durch eine "löchrige" Feldabwehr und 2 ungenaue Annahmen zu einem 21:22 Rückstand wurde. Auch der Ausgleich zum 22:22 wurde von den Kielerinnen sofort zum 22:23 gekontert. Nun wurde jeder Ballwechsel zum "Krimi": Erst punktete Gesa Schmidt zum Ausgleich, dann ließ Mittelblockerin Wiebke Büchner dem Kieler Block keine Chance und letztlich verwandelte Yvonne Staack über Diagonal den entscheidenden Punkt zum knappen, aber verdienten 25:23 Satzgewinn.
Mit 10:20 Punkten konnte sich der PSV Eutin etwas aus der unmittelbaren Abstiegszone absetzen und zogen vorbei am sieglosen TSV Neustadt auf Rang 5. Da jedoch TSV Russee am vorletzten Spieltag überraschend gegen Lübecker TS punktete, liegen sie auch nur knapp hinter Eutin und Neustadt. Der PSV spielt am Samstag, den 27. März auswärts beim drittplatzierten Kieler TV, während Russee gegen den Tabellennachbarn Preetzer TSV die vermeintlich einfachere Aufgabe hat.
Der PSV Eutin spielte mit: Meike Wohlfahrt (Zuspiel), Juliane Sevecke (Zuspiel/Diagonal), Yvonne Staack (Diagonal), Annette Lamp, Wiebke Büchner, Britta Benthien (alle Mittelblock), Iris Bennühr, Tanja Gravina, Petra Zimmermann, Gesa Schmidt (alle Außenangriff), Karen Bergmann (Libero).
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