Die Gelegenheit, gegen den Tabellenführer einen Überraschungscoup zu landen, war günstig für die Spielerinnen von VT Aurubis Hamburg. Schließlich hatten die Roten Raben Vilsbiburg nach dem Aus im Achtelfinale des CEV-Cups in Russland noch die Reise- und Spielstrapazen in den Knochen. Dazu hatten die Hamburgerinnen durch zwei Siege zuletzt Selbstvertrauen getankt und via Spielführerin Imke Wedekind forsch verlauten lassen: „Wir können gegen die Raben gewinnen, wenn wir hart arbeiten.”
Zwar blieb die Sensation beim 1:3 (18:25, 25:17, 22:25, 25:27) am Samstagabend aus. Doch die Gastgeberinnen boten vor abermals gestiegener Zuschauerzahl in der CU Arena (1562 Fans) gegen den Spitzenreiter ein tolles Spiel. Das Team um Kapitän Imke Wedekind, mit 18 Zählern punktbeste Spielerin der Hamburgerinnen, punktete vor allem in Block und Schnellangriff. Doch Vilsbiburgs Spielerinnen wehrte die aufbegehrenden Hamburgerinnen letztlich souverän ab und holten sich den Sieg in der „Verlängerung” des vierten Satzes. Auch dank Neuzugang Mirjana Djuric. Die Serbin verwandelte 29 Bälle direkt – ein Weltklassewert. „Wir haben mit viel Leidenschaft gespielt und ich bin sehr stolz auf die ganze Mannschaft, schließlich hatte sie noch sechs Sätze aus Russland in den Beinen“, sagte Raben-Trainer Guillermo Gallardo. Und „Mira“ Djuric bekam für ihr starkes Debüt ein Extralob des Trainers: „Mira hat sich gut eingefügt und uns heute sehr geholfen.“
Liga blickt auf Spitzenspiel Schwerin gegen Dresden
Der punktgleiche Dresdner SC bleibt den Raben auf den Fersen. Nach dem 3:2-Erfolg im Nachholspiel am Donnerstag gegen den VC Wiesbaden siegte der Champions-League-Achtelfinalist auch in eigener Halle – nach zwei Niederlagen zu Beginn der Saison der 14. Ligasieg in Serie! Gegen den Köpenicker SC Berlin setzte sich das Team von Trainer Alexander Waibl am Sonntagabend klar mit 3:0 (25:18, 25:14, 25:20) durch. Punktbeste Spielerin war erneut Diagonalangreiferin Judith Pietersen mit zwölf Zählern.
Nun blickt nicht nur der Dresdner Anhang, sondern die gesamte Liga gespannt nach Schwerin. Dort steigt am Mittwoch das Spitzenspiel zwischen den zweitplatzierten Dresdnerinnen und dem Tabellendritten Schweriner SC. Das Team von Trainer Teun Buijs erledigte seine Aufgabe am Samstag ebenso souverän wie die Dresdnerinnen und gewann beim SC Potsdam mit 3:0 (25:18, 25:21, 25:15). Dem letzten Heimspiel in der Sporthalle in der Heinrich-Mann-Allee müssen die elftplatzierten Potsdamerinnen also nicht nachtrauern. In der nächsten Heimpartie am 29. Januar begrüßt die Mannschaft von Trainer Alberto Salomoni Gegner VC Wiesbaden in ihrer neuen Heimstätte, der neu erbauten Mehrzweckhalle am Luftschiffhafen.
Von einer neuen Halle träumen auch die „Ladies in Black” von Alemannia Aachen. Noch aber empfangen die Aachenerinnen ihre Gegner mit einer Ausnahmegenehmigung in der zu flachen Sporthalle Neuköllner Straße. Doch dort ist die Stimmung dennoch so gut, dass sogar die Gegner davon profitieren. So lobte Suhls Spielführerin Claudia Steger die knapp 1000 Aachener Anhänger in den höchsten Tönen. „Hier in Aachen ist nicht nur immer eine super Stimmung. Was uns am meisten imponiert hat, war die fast schon volle Halle, als wir anderthalb Stunden vor der Partie in die Halle kamen. Das gibt es sonst nirgendwo in Deutschland. Das pusht auch uns zu guten Leistungen”, sagte Steger. Mit 3:1 (25:27, 25:19, 25:20, 25:20) gingen die Gäste aus Thüringen als Sieger vom Spielfeld. „Aachen hat stark gespielt, aber wir haben konzentriert dagegengehalten. Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft, wie sie mit den Strapazen in den letzten Tagen und Wochen umgeht”, lobte Suhls Trainer Felix Koslowski.
VCO Berlin übergibt Rote Laterne an Leverkusen
Im Tabellenkeller gab es einen Wechsel ganz am Tabellenende. Durch eine starke Leistung und einen Satzgewinn beim 1:3 (25:23, 25:27, 19:25, 18:25) gegen den viertplatzierten USC Münster gab das Zurich Team VCO Berlin die Rote Laterne an die Damen des TSV Bayer 04 Leverkusen ab. Die Rheinländerinnen unterlagen CEV-Cup-Viertelfinalist Smart Allianz Stuttgart in der mit 62 Spielminuten kürzesten Partie des Spieltags mit 0:3 (13:25, 20:25, 13:25).
Die Spielerinnen des Tabellenzwölften envacom volleys sinsheim boten zwar wie in den vergangenen Spielen auch eine absolut konkurrenzfähige Leistung, unterlagen aber dem VC Wiesbaden vor 1100 Fans mit 1:3 (18:25, 25:20, 18:25, 23:25).
Ergebnisse vom 19. – 22. Januar 2012:
1. Liga Frauen
19.01.2012 VC Wiesbaden – Dresdner SC 2:3 (21:25, 25:10, 24:26, 25:23, 9:15)
21.01.2012 VT Aurubis Hamburg – Rote Raben Vilsbiburg 1:3 (18:25, 25:17, 22:25, 25:27)
21.01.2012 SC Potsdam – Schweriner SC 0:3 (18:25, 21:25, 15:25)
21.01.2012 Alemannia Aachen – VfB Suhl 1:3 (27:25, 19:25, 20:25, 20:25)
21.01.2012 Zurich Team VCO Berlin – USC Münster 1:3 (25:23, 25:27, 19:25, 18:25)
21.01.2012 TSV Bayer 04 Leverkusen – Smart Allianz Stuttgart 0:3 (13:25, 20:25, 13:25)
22.01.2012 Dresdner SC – Köpenicker SC Berlin 3:0 (25:18, 25:14, 25:20)
22.01.2012 envacom volleys sinsheim – VC Wiesbaden 1:3 (18:25, 25:20, 18:25, 23:25)
Die nächsten Termine:
1. Liga Frauen
25.01.2012 19:00 Köpenicker SC Berlin – Alemannia Aachen (Sporthalle Hämmerlingstraße)
25.01.2012 19:00 Schweriner SC – Dresdner SC (ARENA Schwerin)
25.01.2012 19:30 Smart Allianz Stuttgart – VT Aurubis Hamburg (SCHARRena Stuttgart)
25.01.2012 19:30 VfB Suhl – TSV Bayer 04 Leverkusen (Sporthalle Wolfsgrube)
25.01.2012 19:30 USC Münster – SC Potsdam (Sporthalle Berg Fidel)
25.01.2012 20:00 VC Wiesbaden – Zurich Team VCO Berlin (Sporthalle Am 2. Ring)
25.01.2012 20:15 Rote Raben Vilsbiburg – envacom volleys sinsheim (Ballsporthalle Vilsbiburg)
Der Link zur Tabelle:
http://www.volleyball-bundesliga.de/1blftabelle
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