Glatter Sieg für den VfB Friedrichshafen am vorletzten Spieltag der Bundesliga-Normalrunde. Mit 3:0 (25:19, 39:37, 25:18) bezwangen die Häfler die Wuppertal Titans und feierten damit ihren sechsten Bundesligasieg in Folge. Bemerkenswert: Der zweite Satz ist der bislang längste in der laufenden Saison.
Am vorletzten Spieltag der Normalrunde hat der VfB Friedrichshafen einmal mehr den Eintrag in die Rekordbücher der Volleyball-Bundesliga geschafft. In sage und schreibe 44 Minuten sicherte sich der amtierende Deutsche Meister den zweiten Durchgang gegen die Wuppertal Titans mit 39:37. So lange dauerte in dieser Saison zuvor noch kein Satz. Der knappe Ausgang allerdings änderte nichts daran, dass sich die Häfler in den Abschnitten eins und drei souverän behaupteten, verdient mit 3:0 (25:19, 39:37, 25:18) gewannen und damit vor nur etwa 400 Zuschauern ihren sechsten Bundesligasieg in Folge perfekt machten.
„Den ersten Satz hätten wir höher gewinnen müssen und im zweiten haben wir uns zum Sieg gezittert. Im dritten Satz war dann zum Glück wieder alles so wie es sein muss“, sagte VfB-Cheftrainer Stelian Moculescu, hatte aber auch ein Lob für die Titanen aus Wuppertal parat. „Die Mannschaft hat wieder einmal nicht schlecht gespielt.“
Wie schon zuletzt gegen den VC Bad Dürrenberg/Spergau hatten die Häfler - mit Lukas Tichacek im Zuspiel, Georg Grozer auf der Diagonalen, Juliano Bendini und Joao José in der Mitte, Thomas Kröger auf der Liberoposition und Idi sowie dem etatmäßigen Diagonalangreifer Sung-Min Moon im Außenangriff - das Spielgeschehen zunächst absolut im Griff. Dank guter Aufschläge – dieses Mal insbesondere in der Floatvariante – gelang es ihnen so großen Druck auszuüben, dass Wuppertal in der Annahme große Probleme bekam.
Friedrichshafen gewann und bestimmte auch im zweiten Durchgang die Szenerie. Mit 8:7, 16:13 und 21:17 führten die Mannen vom Bodensee und hatten beim 24:20 vier Satzbälle. Den ersten ließen sie ungenutzt. Dann kam auf Wuppertaler Seite Peter Lyck Hansen zum Service und führte seine Mannschaft mit beherzten Aufschlägen erst zum Ausgleich und dann ihrerseits zum Satzball. Diesen wehrte der VfB ab und es entwickelte sich ein packender Volleyballkrimi, den nach fast einer Dreiviertelstunde und unzähligen Satzbällen Friedrichshafen zu seinen Gunsten entschied. Danach besann sich das VfB-Ensemble auf seine Stärken, spielte seine individuelle Klasse aus und sicherte sich somit den verdienten Sieg.
„Wir haben gut aufgeschlagen und mit Juliano Bendini sowie Joao José immer wieder mit Angriffen über die Mitte gepunktet“, fasste Moculescu die Partie zusammen und lobte wie schon zuletzt Sung-Min Moon. „Der Junge hat seine Sache ordentlich gemacht. Ich denke, damit haben wir eine Aufstellungsvariante gefunden, mit der wir erst einmal spielen werden.“
Da Spitzenreiter Generali Haching am Samstagabend ebenfalls mit 3:0 gegen die SG Eschenbacher Eltmann gewann, rangiert Friedrichshafen im Klassement weiterhin punktgleich, aber in der Satzdifferenz um zwei Zähler schlechter auf dem zweiten Tabellenplatz. Dritter ist der SCC Berlin, der am Dienstag beim VfB- und Haching-Bezwinger Bad Dürrenberg/Spergau gastiert.
Die nächsten Spiele des VfB Friedrichshafen
Sa., 28.03.2009 19.30 Uhr VfB Friedrichshafen – TV Rottenburg
04. oder 05.04.2009 Play-offs: 1. Viertelfinale
07. oder 08.04.2009 Play-offs: 2. Viertelfinale
11.04.2009 Play-offs: mögliches Entscheidungsspiel Viertelfinale
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