Vom 22. bis 26. Juni spielen die weltbesten U19 Beach-Duos in Umag/Kroatien um die WM-Medaillen. Mit am Start sind auch die vier deutsche Duos Anna Behlen/Anika Krebs (Hamburger SV/VC Olympia Berlin), Sandra Ittlinger/Jelena Wlk (TSV Sonthofen/VC Olympia Berlin), Jenne Hinrichsen/Daniel Malescha (SC Strande/SV Lohhof) und Lennart Bevers/David Poniewaz (TuB Bocholt/VfL Lintorf). Und zieht man die Statistik heran, gewinnt die deutsche Delegation auf jeden Fall eine Medaille.
Während die zwei Teams Deutschland I (Behlen/Krebs und Hinrichsen/Malescha) für das Hauptfeld (Start 23. ) gesetzt sind, müssen die beiden anderen DVV-Duos zunächst durch die Qualifikation: „Unser erstes Ziel in Kroatien ist es, dass beide Duos aus der Qualifikation kommen“, meint Bundestrainerin Silke Lüdike. Da diese im Einfach-Ko-System gespielt wird, kann sich kein Team eine Schwächephase erlauben.
Die Teams hatten sich zuvor in Trials und Lehrgängen für die Nominierung aufdrängen müssen. Vor allem für Wlk ist die Nominierung bereits ein Erfolg, da sie im vergangenen Jahr eine sehr schwere Knieverletzung (Kreuzbandriss, Knochenabsplitterung) erlitt. Behlen/Krebs gewannen im vergangenen Jahr bei der U18-EM die Bronzemedaille und „sollen wie die anderen Teams auch, zunächst einmal aus der Gruppenphase kommen“, so Lüdike. Kurios: Am vergangenen Wochenende standen sich beide Spielerinnen im Finale um die Deutsche U20 Meisterschaft gegenüber. Behlen siegte mit Partnerin Christine Aulenbrock knapp 2:0 (21-19, 22-20) gegen Krebs und Jelena.
Das Hauptfeld wird zunächst in sechs Vierergruppen gestartet. Jeweils die Gruppenersten und –zweiten sowie die vier besten Gruppendritten qualifizieren sich für die Ko-Runde der besten 16 Teams. Anschließend wird im Einfach-Ko der Weltmeister ermittelt.
Im vergangenen Jahr gewann der DVV bei der U19-WM durch Lorenz Schümann/Dominik Stork eine Bronzemedaille. Es war die elfte Medaille bei U19-Weltmeisterschaften. Die DVV-Teams haben bislang bei jeder U19-WM (die erste war 2003) mindestens eine Medaille gewonnen - fünfmal standen Teams gar ganz oben – und man darf gespannt sein, ob 2011 erneut Edelmetall herausspringt.
Zwar sind mit Brasilien und den Niederlanden zwei Nationen nicht dabei, die in der Vergangenheit um die Medaillen spielten, „aber vor allem im Männer-Turnier sind sehr viele starke europäische Teams am Start“, meint Lüdike.
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