Mit einem Sieg und einer Niederlage endete für die weibliche U18-Nationalmannschaft (Jahrgang 1994/95) das Jahr 2011. Im Rahmen des deutsch-französischen Jugendwerks verlor die Mannschaft von Bundestrainer Han Abbing zunächst 2:3 (25-23, 25-16, 21-25, 19-25, 12-15) in Mühlacker, um einen Tag später in Mannheim 3:0 (25-17, 25-15, 25-20) zu gewinnen. Die DVV-Auswahl hatte zuvor noch ein Trainingsspiel in Heidelberg 2:3 (25-19, 16-25, 24-26, 25-19, 11-15) verloren.
Damit erfüllte die Maßnahme den Zweck vollauf. Denn Abbing hatte bewusst auf einige etablierte Spielerinnen verzichtet, um Akteurinnen aus den anderen Stützpunkten im Wettkampf zu sehen. „Es war sinnvoll für mich, die anderen Spielerinnen besser kennenzulernen, u.a. auch in Einzelgesprächen und natürlich im Spiel. Zwar haben wir zwei Spiele 2:3 verloren, Frankreich hatte ein besseres Mannschaftsgefüge, da sie in Toulouse konzentriert sind, aber meiner Meinung nach wenig Perspektive im Erwachsenenbereich. Das sieht bei uns ganz anders aus“, so Abbing.
Dabei erwiesen sich die Französinnen – nicht wie in den Jahren zuvor – als echter Gegner. Auch in Mühlacker war vor 450 Zuschauern ein 3:0-Sieg möglich. Doch nach einer 2:0-Satzführung gaben die jungen deutschen Spielerinnen die Partie noch aus den Händen. „Wir haben zweieinhalb Sätze lang gut gespielt und hatten sogar eine Chance mit 3:0 zu gewinnen“, meinte Abbing hinterher. In der entscheidenden Phase sei es zwar nicht mehr so gut gelaufen, doch das Team habe gekämpft. In Mannheim einen Tag später zog die deutsche Mannschaft dann drei Sätze lang das Spiel durch, „weil wir den Druck nach der 2:0-Satzführung aufrecht halten konnten.“
Neben einigen etablierten Spielerinnen, vier Akteurinnen waren in diesem Jahr bei EM und WM dabei, lag das besondere Augenmerk auf den „Neuen“. „Dabei hat sich Burcu Kocak als eine dritte Alternative auf der Liberoposition erwiesen, Louisa Lippmann hat gezeigt, dass sie als ehemalige Leichtathletin sehr viel Talent für Volleyball hat und Mittelblockerin Selma Theresa Hetmann hat positiv auf sich aufmerksam gemacht. Diese Spielerinnen beleben den Kader und die Konkurrenz – das war insgesamt eine sehr gute Maßnahme“, so Abbing zufrieden.
Der deutsche Kader (w): Louisa Janning, Louisa Lippmann, Leonie Schwertmann, Burcu Kocak (alle USC Münster), Katja Soloninkina (VfL Nürnberg), Lisa Stein (Schweriner SC), Magdalena Gryka, Lisa Izquierdo, Juliane Langgemach, Lisa Stock, Josephine Dörr, Selma Theresa Hetmann (alle VC Olympia Dresden)
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