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23.08.2010 - DVV - Quelle/Autor: DVV

Volleyball: Schwitzen für eine erfolgreiche WM

Eine Weltmeisterschaft ist ein absoluter Höhepunkt für jeden Sportler, dort muss die Form stimmen, wenn die avisierten Ziele erreicht werden sollen. Genauso verhält es sich auch bei den DVV-Männern, die seit drei Wochen im Bundesleistungszentrum Kienbaum arbeiten und schwitzen, um sich für den Saison-Höhepunkt vom 25. September bis 10. Oktober in Form zu bringen.

„Das ist wirklich hart und anstrengend“, sagt Zuspieler Patrick Steuerwald nur. Die zur Zeit 17 Spieler, die Bundestrainer Raúl Lozano um sich hat, sind bis zu sechs Stunden pro Tag am schuften. Dabei stand vor allem zu Beginn der Athletik-Teil im Vordergrund. „Wir haben viel Krafttraining gemacht und viel für die Athletik getan“, so Rückkehrer Stefan Hübner. „Jetzt geht es mehr und mehr an den Ball. Nachdem wir mit vielen technischen Dingen begonnen haben, rücken nun die Spielformen mit 6 gegen 6 in den Vordergrund“, meint der Mittelblocker zum weiteren Programm. Allerdings gewährte Lozano den Spielern auch Familienbesuch. Für eine Woche können/konnten sich Ehefrauen, Freundinnen und Kinder in Kienbaum einmieten, damit die Abstinenz nicht zu lange währt.

Dabei begann das Trainingslager nicht optimal, Kapitän Björn Andrae und Libero Sebastian Prüsener fehlten zunächst aufgrund von Krankheiten. Für Prüsener ist die Nationalmannschaft aktuell das einzige Betätigungsfeld, nachdem klar ist, dass er bei den Netzhoppers KW-Bestensee nicht mehr weitermacht: „Es hat einfach finanziell nicht mehr gepasst. Ich würde gerne ins Ausland wechseln, das war immer ein Traum von mir. Den hatte ich fast schon ausgeträumt, weil ich ja auch nicht mehr der Jüngste bin, aber es hat ja auch noch mal mit der Nationalmannschaft geklappt. Meine Devise ist, mich über die Nationalmannschaft mit guten Leistungen zu empfehlen.“ Das wollen auch die anderen Spieler, denn Lozano muss aus diesem 17-er Kader letztlich noch drei Akteure für die WM in Italien streichen. Momentan sind drei Zuspieler, zwei Liberos, vier Mittelblocker, zwei Diagonalspieler und sechs Außenangreifer im Training – ein Zuspieler, ein Mittelblocker und ein Außenangreifer dürften noch gestrichen werden.

Im September haben die Akteure genügend Gelegenheit, Werbung in eigener Sache zu machen. Dann trifft die DVV-Auswahl in insgesamt fünf Länderspielen auf zwei der WM-Topfavoriten. In Nordhausen (3. September um 19.30 Uhr) und Dessau (4. September um 16.00 Uhr) ist Russland, aktueller Weltranglisten-Dritter und Zweiter der World League 2010, Gegner von Andrae & Co. Am 17. (Ludwigsburg um 20.00 Uhr), 19. (Rüsselsheim um 18.00 Uhr) und 21. September (Heidelberg um 19.00 Uhr) gibt sich der Weltranglisten-Erste, World League Sieger und WM-Titelverteidiger Brasilien die Ehre. Spätestens dann wissen die deutschen Spieler, ob sich die Schinderei im Vorfeld gelohnt hat…

Der deutsche Kader in Kienbaum: Lukas Bauer, Marcus Böhme, Christian Fromm (VfB Friedrichshafen), Christian Dünnes, Stefan Hübner (evivo Düren), Max Günthör, Denis Kaliberda, Ferdinand Tille (Generali Haching), Sebastian Prüsener (ohne Verein), Manuel Rieke (Netzhoppers KW-BESTENSEE), Georg Grozer (Rzeszow/POL), Robert Kromm (Ural Ufa/RUS), Jochen Schöps (Odintsovo/RUS), Sebastian Schwarz, Patrick Steuerwald (Perugia/ITA), Simon Tischer (Ankara/TUR), Björn Andrae (Kemerovo/RUS)

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