Fünfter Sieg im fünften Bundesligaspiel: Mit 3:0 (25:22, 25:22, 25:18) bezwang der VfB Friedrichshafen die Wuppertal Titans und entschied damit das Duell des Spitzenreiters gegen den Tabellenletzten souverän für sich. „Die Mannschaft hat das heute schnell und souverän erledigt“, freute sich Trainer Stelian Moculescu.
Wirklich glücklich wirkten Lukas Kampa und Adrian Gontariu am Samstagabend in der Wuppertaler Bayer-Sporthalle nicht. Nicht etwa, weil ihre Teamkollegen vom VfB Friedrichshafen im Duell gegen die Wuppertal Titans in Gefahr gerieten. Vielmehr, weil sie das Duell des Bundesliga-Spitzenreiters gegen den Tabellenletzten von der Tribüne aus verfolgen mussten. Eine Verletzung des rechten Sprunggelenks hatte Kampa, eine des linken Gontariu in dieser Woche schachmatt gesetzt.
Notgedrungen erlebten beide die Begegnung nun aus einer ganz anderen Perspektive und beobachteten dabei eine Partie, die die Häfler in 73 Spielminuten vor der Minikulisse von nur 500 Zuschauern glatt mit 3:0 (25:22, 25:22, 25:18) zu ihren Gunsten entschieden. „Das sieht von außen alles ganz anders aus. Es ist ein Riesenunterschied, ob man spielt, neben dem Spielfeld steht oder das Ganze von außen erlebt“, sagte Kampa und gestand: „Neben dem Feld hätte ich im zweiten Satz wahrscheinlich ein wenig Angst bekommen. Von außen aber hatte ich nie das Gefühl, dass wir das verlieren könnten.“
Nachdem die VfB-Akteure – dieses Mal neben Lukas Tichacek im Zuspiel, Georg Grozer auf der Diagonalen, Marcus Böhme und Joao José in der Mitte und Nikola Rosic auf der Liberoposition mit Idi und Andras Geiger im Außenangriff - im ersten Durchgang spielerisch klar überlegen waren, witterten die Gastgeber im zweiten Abschnitt Morgenluft. Zwar lag Friedrichshafen bei der zweiten technischen Auszeit noch 16:14 vorn, kurz darauf jedoch hatte Wuppertal den Spieß umgedreht und den Zwischenstand in ein 16:18 verwandelt. Schon beim
19:19 allerdings war das Bild korrigiert und die Häfler brachten den Satz souverän nach Hause. Die Basis für den klaren Erfolg war damit gelegt. Auch im dritten Durchgang wehrten sich die Titanen aus dem Bergischen Land zwar nach Kräften, hatten aber vor allem der Übermacht im Angriff zu wenig entgegenzusetzen.
„Das 16:18 habe ich noch nicht als beunruhigend empfunden. Da hatten wir ja noch ausreichend Zeit“, sagte VfB-Trainer Stelian Moculescu und zog eine insgesamt zufriedene Bilanz. „In den vergangenen Jahren haben wir in Wuppertal schon einige enge Spiele erlebt. Die Jungs waren also gewarnt. Letztendlich hat die Mannschaft das aber heute schnell und souverän erledigt.“ Der Meistermacher lobte das Angriffsspiel aus der eigenen Annahme heraus, monierte allerdings noch zu viele Fehlaufschläge. Etwas, das auch VfB-Kapitän Joao José nicht gefiel:
„Diese Fehler haben sich auf unser Spiel ausgewirkt. Dadurch haben wir unseren Rhythmus nicht gefunden.“
Jeder Aufschlag ins Aus oder Netz, jeder Punkt für Wuppertal indes wirkte für Kampa und Gontariu wie eine Folter. „Das ist von außen hundert Prozent anders – irgendwie aufwühlender und auch schwieriger“, sagte Gontariu. Währenddessen hatte sich bei Kampa nach dem fünften Sieg im fünften Bundesligaspiel der Saison 2009/2010, der gleichzeitig den Platz an der Tabellenspitze sicherte, schon wieder ein Lächeln auf das Gesicht gelegt. „Wir haben verdient gewonnen“, sagte er. „Und wir sind weiterhin Erster. Das ist das, was wichtig ist.“
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Statistik zum Spiel
Wuppertal
Aufschlag 1 Punkt, Annahme 78% (33% perfekt), Angriff 28 Punkte (42%), Block 4 Punkte Güßgen 1, Krüger 0, Gies 4, Chowanski 1, Toews 3, DeBruyn 3, Jensen 3, Lyck 11, Munk 0, Zeitler 7, Späth L, nicht eingesetzt: Mester
Friedrichshafen
Aufschlag 3 Punkte, Annahme 84% (36% perfekt), Angriff 41 Punkte (61%), Block 6 Punkte Geiger 3, Tichacek 2, Grozer 17, Böhme 6, José 7, Bauer 4, Idi 11, Rosic L, nicht eingesetzt: Spinu, Lukianetz, Steuerwald
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Die nächsten Spiele des VfB Friedrichshafen
07.11.2009 (19.30 Uhr)
Bundesliga VfB Friedrichshafen – SCC Berlin
15.11.2009 (16.00 Uhr)
Bundesliga TV Bühl – VfB Friedrichshafen
22.11.2009 (18.00 Uhr)
Bundesliga RWE Volleys Bottrop – VfB Friedrichshafen
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Foto
Vom Block der Titanen kaum zu stoppen: Friedrichshafens Idi
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