Keine Frage, die jüngste Heimniederlage gegen den Moerser SC war für die Volleyballer des SCC BERLIN schmerzhaft. Doch der Mannschaft von Trainer Michael Warm bleibt kaum Zeit, die Wunden zu lecken, denn schon am Mittwoch starten die Charlottenburger in die Europacup-Saison 08/09.
Der Coach sieht darin auch eine Chance: „Der Auftakt der intensiven Wochen mit sechs wichtigen Spielen in nur 20 Tagen war natürlich nicht optimal für unser Selbstvertrauen. Das Positive aber ist, dass wir sofort die Möglichkeit haben, gegen einen hochkarätigen Gegner anzutreten und uns somit gar nicht lange Zeit bleibt, sich mit dem Spiel vom Sonntag allzu lange aufzuhalten.“
Mit GC Lamia aus Griechenland erwartet der SCC am Mittwoch (Spielbeginn: 19.00 Uhr) ein sehr erfahrenes Team in der Sömmeringhalle. „Im Gegensatz zu unserem Konzept, seit Jahren immer wieder junge Talente in den Spitzenbereich zu bringen, bauen die Griechen auf die Erfahrung vieler langjährig erfolgreicher Profis“, erklärt SCC-Manager Kaweh Niroomand. Einer der Stars der Gäste ist der kubanische Diagonalspieler Osvaldo Hernandez (38), der schon für so namhafte Teams wie Rom, Perugia und Piacenza aktiv war und mittlerweile die italienische Staatsbürgerschaft angenommen hat. „Mit dem Kubaner Victor Perez Moreno (32), dem Ukrainer Oleksey Gatin (34) sowie dem Kolumbianer Jaime Viafara Mina (27) stehen noch weitere international erfahrene Spieler auf den Schlüsselpositionen im Kader von Lamia“, weiß SCC-Trainer Michael Warm.
Der CEV Cup ist – nach der Champions League – der zweitwichtigste Europäische Vereinswettbewerb. In diesem Jahr nehmen insgesamt 32 Mannschaften daran teil, die im K.O.-System bis zum „Final Four“ der besten vier Mannschaften spielen. Gewinnt eine Mannschaft sowohl Hin- als auch Rückspiel, erreicht sie die nächste Runde. Gewinnen beide Mannschaften jeweils ein Spiel, entscheidet das Satzverhältnis über das Weiterkommen. Nur wenn nach Hin- und Rückspiel Satzgleichheit existiert, also beide Mannschaften jeweils ein Spiel mit dem gleichen Ergebnis gewonnen haben, kommt der umstrittene „Golden Set“ zur Anwendung. Dieser findet direkt im Anschluss an das Rückspiel statt und wird als Tie-break (also bis 15 Punkte) gespielt.
Doch mit derartigen Rechenaufgaben will sich SCC-Coach Warm zurzeit gar nicht erst beschäftigen: „Wir müssen uns am Mittwoch auf unser eigenes Spiel konzentrieren und selbstbewusst mit unseren Stärken umgehen.“ Dabei wollen er und seine Schützlinge vor allem einen wesentlichen Punkt zum vergangenen Sonntag verändern: „Der Schlüssel zum Sieg wird darin liegen, mit letzter Konsequenz bis zum allerletzten Ballwechsel zu spielen und den Druck auf Lamia ohne Unterbrechung aufrecht zu erhalten.“
Wer sich den ersten internationalen Auftritt des SCC in dieser Saison nicht entgehen lassen möchte, kann seine Tickets noch bis Mittwoch auf www.scc-volleyball.de bequem buchen und direkt ausdrucken.
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