Es war das erwartete Aufeinandertreffen zweier Top-Mannschaften in der Regionalliga Süd-West. Rüsselsheim als Tabellenvierter und mit einer Niederlage gegen Kriftel angereist, gastierte bei der SG Rodheim, die nach einer Serie von sieben gewonnen Spielen auf den zweiten Tabellenplatz geklettert sind. Ohne Tim Wacker, Alexander Schuld und Tim Breitenfelder sowie den erst kürzlich wieder genesen Johannes Gruppe und Timo Streitenberger gab sich Carsten Schmidt durchaus optimistisch gegen den Geheimfavoriten Rüsselsheim zu gewinnen.
Aber am Ende bliebt die Erkenntnis, dass 24 Minuten Kampf und Willen eine Partie für sich zu entscheiden gegen die konstant aufspielenden Gäste nicht ausreichen. Rüsselsheim dominierte zwar nicht das Spiel ließ aber insgesamt weniger Punkte zu, verteidigte stark, übte enormen Druck bei eigenem Aufschlag aus und machte vorallem im Angriff wenig Fehler.
Bei einem ausgeglichenen Start in die Begegnung setzte sich zunächst Rüsselsheim mit 8:6 ab wurde aber am Ende des Satzes von Rodheim eingeholt. Mit der Einwechselung von Philippe Linsenbold stärkte sich der Block gegen den Rüsselsheimer Hauptangreifer Steffen Jungblut. Aber auch diese Maßnahme hielt dem Druck der Gäste nicht stand und Satz eins musste knapp mit 24:26 verloren gegeben werden.
Nach dem Seitenwechsel schien sich die SGR erholt zu haben. Auch eine erneuter Rückstand von 7:11 konnte post-wendend ausgeglichen werden, mündete danke den Angriffen von Robert Stodtmeister und der starken Feldabwehr von Sascha Gornik in eine knappe Führung 18:17 die bis zum Ende auf 25:22 ausgebaut werden konnte. Ein klares Signal an die 50 Zuschauer, die nun sahen dass heute nur mit Kampf und eisernen Willen ein Sieg möglich war.
Jeder Satz ähnelte dem anderen: Rüsselsheim startet gut und Rodheim leistete sich zunächst viele Fehler. Im letzten Spiel waren es die eigenen Aufschläge, die zum Sieg halfen, diesmal produzierten die Hausherren mit ihren Aufschlägen gleich mehrere Eigenfehler. Hoffnung kam auf als Johannes Gruppe eine 4-Punkte-Führung zu dem 11:11 egalisierte, aber kurze Zeit später mit platzierten Angriffen nach 16:12 Führung davonzog.
„Rüsselsheim ist ein unangenehmer Gegner, den wir zwar nicht unterschätzt aber nicht so konstant und strukturiert erwartet hatten“ resümierte Kapitän Johannes Voeske nach dem Spiel. Voeske ärgert sich über den Verlust des vierten Satzes. Einem 7:10 und 10:15 hinterherlaufend, kam die SGR auf 18:18 heran, übernahm das Zepter zum 21:18. Dann aber fehlte die Konzentration und Rüsselsheim rettet schon verloren gegangene Bälle zum 22:25 aus Sicht der Rodheimer.
Trainer Carsten Schmidt war über die Niederlage sichtlich enttäuscht: „Rüsselsheim war die bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen. Wir haben unter unseren Möglichkeiten gespielt.“ Dabei spiel er auf die vergebenen Chancen im ersten und vierten Satz an, wo die SGR in Führung lag diese aber nicht bis zum Ende verwalten konnte.
Nach der Niederlage fällt Rodheim auf Platz vier zurück. Am kommenden Wochenende reisen die Wetterauer nach Wiesbaden. Gegen den Tabellenachten gilt es noch eine Rechnung aus dem Hinspiel zu begleichen. Nach einer 2:0 Führung gab die SGR die Partie noch an die Landeshauptstädter ab.
Kader Rodheim: Sascha Gornik, Johannes Gruppe, Marcel Kopperschmidt, Robert Leuner, Philippe Linsenbold, Robert Stodtmeister, Timo Streitenbeger, Ulrik Sürken, Johannes Voeske
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