Samstag Nachmittag, kurz nach vier in der Bottroper Dieter-Renz Halle: Ein Angriff von evivo Düren landet im Aus und der Jubel kennt keine Grenzen. Der Bundesliga-Aufsteiger, die RWE Volleys, hat so eben den haushohen Favoriten aus Düren mit 3:0 geschlagen. Ein extrem spannendes und hochklassiges Volleyballspiel geht zu Gunsten der Bottroper zu Ende.
Der DVV-Pokalfinalist evivo Düren war am Samstag zu einer ungewohnten Spielzeit in Bottrop zu Gast. Bereits um 14:30 Uhr wurde die Partie der RWE Volleys gegen den derzeitigen Tabellen-Dritten aus Düren angepfiffen. Grund dafür war, dass sich das WDR-Fernsehn angekündigt hatte. Mit vier Kameras war der Lokalsender vor Ort. Eine Zusammenfassung des letzten NRW-Derbys der Normalrunde der Volleyball Bundesliga wurde dann am Nachmittag in der Sendung "WDR sport aktuell"
übertragen. Für evivo Düren war das Spiel gegen die RWE Volleys die Generalprobe für das DVV-Pokalfinale gegen Generali Haching, das am kommenden Sonntag in Halle statt findet. Der Bottroper Tim Elsner, der jahrelang für Düren auf Punktejagd gegangen war, musste krankheitsbedingt passen. Die zuletzt verletzten Top-Scorer Jean Merlin Nziemi und Joram Maan waren zwar wieder an Board, der Kameruner Nziemi musste aber zunächst auf der Bank Platz nehmen. Kapitän Maan konnte schon wieder von Beginn an ran.
Einen nahezu perfekten Start ins Match erwischten die RWE Volleys. Von Beginn an drückten die Bottroper dem Spiel ihren Stempel auf und präsentierten sich in hervorragender Verfassung. Die Spieler von evivo Düren waren noch nicht so ganz bei der Sache. So zog das Team von Teun Buijs über 3:2, 8:4 bis auf 16:8 davon. Nach der zweiten technischen Auszeit waren die Gäste dann aber im Spiel. Die Acht-Punkte-Führung der Bottroper konnten die Dürener auf drei verringern. Diese Aufholjagd schien eine Art Weckruf für die Mannen um Joram Maan zu sein.
Nun riefen die RWE Volleys wieder ihr bestes Volleyball ab und erkämpften sich sechs Satzbälle. Mittelblocker Jan Romund nutzte den dritten Anlauf und machte mit dem 25:20 die 1:0-Führung für seine Farben klar.
Der zweite Durchgang begann dann ausgeglichener mit leichten Vorteilen auf Seiten der Bottroper. Die Dürener zeigten, dass sie sich nicht so leicht geschlagen geben wollten und hielten dagegen. Nach der ersten technischen Auszeit (8:6 für RWE) hatte Bottrop eine starke Phase und konnte den Vorsprung auf fünf Punkte ausbauen. Nach der zweiten technischen Auszeit war es dann aber Düren, das stärker aufspielte und die Bottroper-Führung egalisierte. Durch einen fulminanten Endspurt erspielten sich die RWE Volleys drei Satzbälle. Es wurde noch einmal extrem spannend. Düren konnte die ersten beiden Versuche abwehren. Doch letztlich nahm der Kapitän Joram Maan das Ruder in die Hand und nutzte den dritten Anlauf zum 25:23 und zur 2:0-Führung für sein Team.
Auch der dritte Satz begann fesselnd. Besonders der Ballwechsel zum
7:7 zeigte die Einstellung der Bottroper. Düren brachte den Ball immer wieder über das Netz aber die RWE Volleys fighteten ohne Pause und fuhren den Punkt ein. Es gestaltete sich eine extrem enge, umkämpfte Phase, in der kein Team es schaffte sich abzusetzen. Selbst ein kleines Zwischenhoch der Bottroper führte nicht zu dem erhofften Polster. Der Schlussabschnitt des dritten Satzes war dann an Spannung nicht zu überbieten. 23:22 führten die Bottroper. Düren drehte das Spiel und erspielte sich einen Satzball. Diesen konnten die RWE Volleys abwehren. Jean Merlin Nziemi ersetzte beim Stand von 24:24 Jan Terhoeven. Bottrop erkämpfte sich den Matchball und der Dürener Christian Dünnes setzte einen Angriff knapp neben das Feld. Damit stand es fest: Der Aufsteiger aus Bottrop hatte den DVV-Pokalfinalisten und Tabellen-Dritten evivo Düren vor heimischer Kulisse mit 3:0 geschlagen.
RWE-Coach Teun Buijs war mit der Leistung seines Teams sehr zufrieden:
"Wir haben uns heute wieder ein Stück gesteigert und ein super Spiel gezeigt. Ich hoffe, dass es mit der Unterstützung unserer Fans so weiter geht."
Am kommenden Mittwoch geht es dann im Nachholspiel beim VC Bad Dürrenberg/Spergau um weitere wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.
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