Am Ende hat es nicht ganz gereicht. Mit 1:3 (25:23, 13:25, 21:25, 22:25) unterlagen die BR Volleys am Donnerstagabend in der Max-Schmeling-Halle im CEV-Cup-Viertelfinale einem starken Gegner aus Monza. Dennoch zeigten die Berliner eine gute Leistung. Vor der vereinsinternen Europacup-Rekordkulisse von 4.375 Zuschauern mussten sich die Gastgeber erst nach 105 Spielminuten und einem harten Kampf den favorisierten Italienern geschlagen geben.
Es war ein Abend, der vielen Berliner Volleyballfans trotz des Ausscheidens im diesjährigen CEV-Cup noch lange in Erinnerung bleiben wird. Mehr als 4.000 Zuschauer sorgten für erstklassige Stimmung und standen wie eine Wand hinter ihrem Team. Das zahlte sich im ersten Satz aus. Die Gastgeber, die mit Neuzugang Scott Touzinsky, Kawika Shoji, Felix Fischer, Paul Carroll, Urpo Sivula und Tomas Kmet begannen, konnten sich Mitte des Satzes mit 11:8 eine kleine Führung erarbeiten. Die Italiener, bei denen Olympiasieger Sean Rooney verletzt fehlte, blieben zwar dran, am Ende konnte Felix Fischer jedoch den dritten Satzball zum 25:23 für die BR Volleys verwandeln.
Die Sensation gegen das Topteam aus Monza schien zu diesem Zeitpunkt durchaus möglich. Im zweiten Durchgang mussten die Zuschauer dann aber feststellen, dass der Gegner aus Italien eine enorme Qualität besitzt. Vor allem der 23-jährige Argentinier Luciano de Cecco sorgte mit seinem schnell Zuspiel dafür, dass die Gäste nun klar überlegen waren. Zudem hielten sie viele Bälle mit teils spektakulären Abwehraktionen im Spiel und verwandelten diese zu eigenen Punkterfolgen. So ging der zweite Satz mit 25:13 deutlich an den Favoriten.
Die Berliner ließen sich davon jedoch nicht beirren und kämpften sich in Satz Nummer drei zurück in die Partie. Diagonalangreifer Paul Carroll punktete jetzt häufiger und angetrieben von Zuspieler Kawika Shoji und Mittelblocker Tomas Kmet agierten die BR Volleys plötzlich wieder auf Augenhöhe mit den Italienern. Gegen Ende des Satzes setzte sich jedoch erneut Monza, nicht zuletzt dank starker Blockarbeit mit 25:21 durch.
Im vierten Abschnitt gaben die Berliner noch einmal alles, um dem Match möglicherweise doch noch eine Wende zu geben. Ein Ass von Kawika Shoji sorgte zwischenzeitlich sogar für die 16:13-Führung. Doch in der Endphase waren es wieder die Gäste, die einen Tick konstanter und cleverer agierten. Nach 105 packenden Spielminuten verwandelte der Italiener Simone Buti gleich den ersten Matchball für Monza zum 25:22.
„Es war über weite Strecken eine sehr gute Leistung von uns. Zwar hat es am Ende nicht ganz gereicht, dennoch war es in dieser Saison ein Schritt vorwärts. In den entscheidenden Momenten setzte sich Monza aufgrund der Erfahrung und des Selbstbewusstseins durch“, analysierte BR Volleys Coach Mark Lebedew das Match. Felix Fischer war einerseits Stolz auf die „tolle Zuschauerkulisse“, gab aber auch zu, „ein bisschen enttäuscht“ zu sein, da heute „die Chance, etwas zu reißen“, dagewesen sei. Der Stolz stand auch Neuzugang Scott Touzinsky ins Gesicht geschrieben. Der US-Amerikaner, der gegen monza sein Comeback im orangenen Trikot feierte, gab zu Protokoll: „dass Berlin der Ort sei, an dem ich mich wohlfühle, weil alles gut organisiert ist und man sich komplett auf den Volleyball konzentrieren kann. Das war heute auch die fantastische Atmosphäre, wie ich sie aus der letzten Saison in Erinnerung habe. Ich will einfach vor diesen tollen Fans spielen.“
Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich bereits am Samstag 821. Januar). Dann kommt der TV Bühl (19:30 Uhr, Max-Schmeling-Halle) nach Berlin. Nach dem stimmungsvollen Europacupabend heißt es dann für die Mannschaft von Trainer Mark Lebedew, sich in der Bundesliga wichtige Punkte für eine gute Ausgangsposition für die im März beginnenden Play-Offs zu erarbeiten.
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