Hongkong – Die deutschen Volleyballerinnen zeigten zum Abschluss ihres Auftritts beim FIVB Grand Prix in Hongkong zwar nochmals eine gute Leistung, konnten aber Europameister Italien nicht bezwingen und verloren mit 0:3 (15:25, 22:25, 23:25). Damit kehrt die DVV-Mannschaft am Montag nach drei Wochen und neun Spielen mit nur zwei Siegen gegen Peru (3:0, 3:1) nach Hause zurück.
Am Ende springt ein enttäuschender elfter, zwölfter oder gar 13. Platz heraus (abhängig von den anderen Resultaten). Beste Scorerinnen im deutschen Team waren Margareta Kozuch (TREFL Sopot) mit 16 und Maren Brinker (Scavolino Pesaro) mit zehn Punkten, bei Italien Lucia Bosetti (13) und Simona Gioli (12).
„Dieses Match war zwar ein bisschen besser als die vorherigen, aber wir machen immer noch zu viele eigene Fehler, allein fünfzehn im Angriff. Unser Block war besser, die Abwehr gut. Der dritte Satz hat gezeigt, zu was die Mannschaft fähig ist. Die große Erkenntnis dieses Grand Prix sind für mich die Probleme im Angriff, die sich konstant gezeigt haben“, meinte Bundestrainer Giovanni Guidetti. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns vor der Europameisterschaft Ende September in Serbien und Italien.“
Die deutsche Mannschaft begann den ersten Satz mit einem Aufschlag-Fehler, den sie aber gleich wieder ausglich. Bis zum 3:3 hielt der EM-Vierte mit dem Europameister mit, dann zogen die Italienerinnen langsam, aber unaufhaltsam mit ihrer hervorragenden Mittelblockerin Sara Anzanello über 3:6 auf 8:13, 12:18 und 13:22 davon und sicherten sich den Satz mit 25:15.
Der zweite Durchgang schien zu Beginn eine Kopie des ersten. Deutschland lag schnell 3:7 und 7:12 zurück. Doch dann fanden die Spielerinnen um Kapitän Christiane Fürst mit starken Angriffen ihren Rhythmus und holten bis auf einen Punkt auf (17:18), ehe die Italienerinnen sich wieder etwas absetzten konnten (17:20). Aber das deutsche Team zeigte Kampfgeist und kam wieder auf 22:23 heran. Dann setzte Fürst leider einen Aufschlag ins Aus, und Italien holte sich den zweiten Satz mit 25:22.
Die Guidetti-Truppe nahm das Hoch aus dem zweiten Satz mit hinüber in den dritten und führte schnell 7:3, ehe Lucia Bosetti die Italienerinnen mit guten Aufschlägen auf 7:6 heranführte. Die Deutschen lagen bis 18:17 ständig in Front, mussten bei 18:18 erstmals den Ausgleich hinnehmen, führten 20:19 und 22:20, lagen 22:23 zurück, glichen noch einmal zum 23:23 aus, verloren aber schlussendlich 23:25 gegen den amtierenden Europameister. Kathy Radzuweit und Lenka Dürr waren spielfrei.
Anne Matthes (MG Matera/Italien): „Den ersten Satz haben wir etwas verschlafen , im zweiten sind wir zu spät aufgewacht, und im dritten Satz waren wir pari mit den Italienerinnen. Es hat sich wieder gezeigt, dass uns die Konstanz fehlt und wir ein hohes Niveau noch nicht durchhalten können. Es wäre schön, wenn wir einen hochklassigen Satz auch einmal gewinnen würden...“
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