Es ist der erste Schritt zu den Olympischen Spielen 2012 in London, und schon steigt die Vorfreude der deutschen Beach-Volleyball-Asse: Am 4./5. September findet in Zrece/Slowenien das erste Olympia-Qualifikationsturnier, die so genannte „Sub Zonal Phase“, statt, und Team Deutschland tritt mit den vier Top-Teams an.
Julius Brink/Jonas Reckermann und David Klemperer/Eric Koreng sowie Sara Goller/Laura Ludwig und Katrin Holtwick/Ilka Semmler vertreten die deutschen Farben beim Turnier gegen die Nationen aus Norwegen, Portugal und Slowenien.
Der Modus sieht zunächst ein Halbfinale (Männer gegen Slowenien, Frauen gegen Portugal) vor, in dem die Duos jeweils zwei Spiele gegen die Teams der anderen Nation bestreiten. Ist dann noch keine Entscheidung gefallen, entscheidet ein „golden set“ bis 15 Punkte über den Sieger. Die Halbfinal-Gewinner bestreiten das Finale, welches nach dem gleichen Modus gespielt wird. Die drei erstplatzierten Nationen qualifizieren sich für die zweite Runde, die so genannte „Zonal Phase“, die 2011 absolviert wird. Das Besondere an diesem neuen Qualifikationsmodus: Die deutschen Duos treten als „Team Deutschland“ gemeinsam und miteinander an und versuchen so, die Startplätze für London 2012 zu ergattern. Hinfällig wird aus deutscher Sicht dieser neue Qualifikationsweg dann, wenn sich jeweils zwei Frauen- und Männer-Duos in der Olympia-Rangliste (die zwölf besten Ergebnisse des Zeitraums 1. Januar 2011 bis 17. Juni 2012 werden gewertet) unter die besten 16 Teams (unter Berücksichtigung der Nationen-Quote = max. zwei Teams pro Nation und Geschlecht dürfen bei Olympia starten) schmettern.
Was sagen die deutschen Spieler zu dem Turnier in Slowenien
Julius Brink: „Ich freue mich sehr auf den Continental Cup. Besonders das außergewöhnliche Format reizt mich. Ich vertrete gerne mein Land und denke, dass wir viel Spaß in Slowenien haben werden.“
Jonas Reckermann: „Wir freuen uns auf das Turnier in Slowenien! Das ist ein ganz neues Format, sicherlich nicht ganz einfach zu durchschauen, aber für das Wochenende ist die Situation klar: Wir wollen uns (Deutschland) eine gute Ausgangssituation für die zweite Runde verschaffen, im Idealfall wäre dies natürlich ein Turniersieg in Slowenien. Zusätzliche Motivation bringt die Tatsache, dass es erstmals ein „Team Deutschland“ geben wird. Wir freuen uns darauf, mit David und Eric eine Mannschaft zu stellen. Außerdem stellt dieses Turnier unseren offiziellen Saisonabschluss dar, wir möchten das Beach-Volleyballjahr 2010 natürlich mit einem Erfolgserlebnis beenden, dann schmeckt auch das Saisonausklangbier anschließend deutlich besser…“
Ilka Semmler: „Ich freue mich schon auf das Turnier in Slowenien, weil es mal etwas ganz anderes ist. Natürlich geht es in erster Linie darum, Spiele zu gewinnen, um dem Olympiastartplatz Stück für Stück ein wenig näher zu kommen, aber mir gefällt zudem der Teamspirit, der dahinter steckt. Es spielen ja nicht Holtwick/Semmler und Goller/Ludwig, sondern Deutschland gegen die anderen. Da wir uns eh super verstehen, wird das bestimmt sehr lustig. Man hat so ein bisschen das Gefühl einer bevorstehenden ,Klassenfahrt’, ohne natürlich die Ernsthaftigkeit des Turniers aus den Augen zu verlieren.“
Katrin Holtwick: "Ich freue mich sehr auf das Wochenende und bin gespannt, was uns da so erwartet. Es ist ja doch schon irgendwie etwas völlig anderes. Und trotzdem hoffe ich, dass wir gemeinsam die deutschen Farben hoch halten werden. Grade jetzt, zum Ende der Saison, ist so etwas sicherlich nochmal eine willkommene Abwechselung für uns alle! Auf in die nächste Runde des Continental Cups, nur das kann das Ziel sein."
Sara Goller: "Erwartungen habe ich eigentlich wenig, weil es ja ein ganz neues Turnierformat ist. Worauf ich mich wirklich freue, ist einmal wirklich zusammen als "Deutschland" aufzulaufen. Auch wenn wir mit den anderen deutschen Teams gut klarkommen, spielt man international am Ende des Tages dann doch gegeneinander. Das wird ein ganz neues Teamgefühl, glaube ich. Auch mit den Männern...wobei die wahrscheinlich meinen romantischen Ansatz nicht ganz so im Vordergrund sehen... Das Ziel ist klar: Die nächste Runde erreichen, aber nicht als Dritter sondern als Erster in der Gruppe, da das auch Auswirkungen auf die 2. Runde hat."
Die Qualifikationsmöglichkeiten für London 2012 im Überblick
16 Startplätze über das Olympia Ranking (modifizierte Weltrangliste)
1 Platz für die ausrichtende Nation
5 Plätze bei den Continental Beach Cups 2012 (mit den vorgeschalteten Qualifikationsturnieren „Sub Zonal Phase“ 2010 und „Zonal Phase“ 2011)
2 Plätze bei der FIVB World Cup Qualifikation 2012
= 24 Startplätze bei den Olympischen Spielen London 2012.
Sub Zonal Phase (2010)
Acht Turniere mit jeweils vier Nationen werden bei Frauen und Männern gespielt. Jeweils die drei erstplatzierten Teams qualifizieren sich für die nächste Runde.
Zonal Phase (2011)
Diese wird in sechs Vierergruppen (24 Nationen) ausgetragen. Diese Vierergruppen werden nach dem gleichen Modus absolviert wie in der Runde zuvor, jedoch qualifiziert sich nur jeweils der Erstplatzierte sowie die zwei besten Gruppenzweiten (8 Nationen) für die nächste Runde – das letzte Turnier auf europäischer Ebene, den „European Continental Beach Volleyball Cup“ (2012).
European Continental Beach Volleyball Cup (2012)
Die bestplatzierte Nation dieses Turniers, die noch nicht mit zwei Teams in London startet, erhält einen (weiteren) Startplatz für die Olympischen Spiele. Die Siegernation dieses Turniers qualifiziert sich für das “FIVB Beach Volleyball World Cup Final”, wo es um den Titel und Preisgeld geht. Zusätzlich qualifizieren sich die zwei weiteren bestplatzierten Nationen vom „European Continental Beach Volleyball Cup“, die noch nicht zwei Teams in London dabei haben, für das „FIVB Beach Volleyball World Cup Final Olympic Qualification“ (2012) mit den Nationen der anderen Kontinentalverbände. Dort werden die beiden letzten Olympia-Tickets (pro Geschlecht) vergeben.
FIVB Beach Volleyball World Cup Final Olympic Qualification (2012)
Hier werden die beiden letzten Olympia-Tickets für London 2012 vergeben. Am Start sind die Nationen, die sich über die „Continental Beach Volleyball Cups“ durchgesetzt haben, aber noch nicht für Olympia qualifiziert sind. Es nehmen zehn Nationen plus der Ausrichter teil, falls dieser noch nicht qualifiziert ist.
FIVB Beach Volleyball World Cup Final (2012)
Die fünf Sieger-Nationen der “Continental Beach Volleyball Cups” plus Ausrichter (falls dieser nicht unter den fünf Sieger-Nationen ist) ermitteln auf dem Abschluss-Turnier den Gesamtsieger. Pro Geschlecht werden dabei 300.000 US Dollar Preisgeld ausgeschüttet.
Gruppeneinteilung für die "Sub Zonal Phase"
Pool A in Mellieha/Malta (4./5. September): SUI, GBR, DEN, MLT
Pool B in Zrece/Slowenien (4./5. September): GER, NOR, SLO, POR
Pool C auf Las Palmas/Spanien (16./17. Oktober): ESP, ITA, SWE, ISL
Pool D in Montpellier/Frankreich (25./26. September): NED, FRA, SRB, LIE/ISR
Pool E in Illichivsk/Ukraine (4./5. September): CZE, POL, UKR, CRO
Pool F in Yantarniy/Russland (24./25. Juli): RUS, LAT, BUL, LTU >>> Ergebnis Männer: 1. RUS 2. BUL 3. LAT 4. LTU Ergebnis Frauen: 1. RUS 2. LAT 3. BUL 4. LTU
Pool G auf Rhodos/Griechenland (16.-18. September): EST, GRE, ZYP, ROU
Pool H in Alanya/Türkei (24.-26. September): AUT, SVK, FIN/Bye, TUR
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