Volleyball Bundesliga: Netzhoppers KW unterliegen Wuppertal TITANS mit 2:3
TweetDie Anfangseuphorie der Netzhoppers KW ist verflogen. Gegen die Wuppertal TITANS kassierten sie die zweite Niederlage in Folge. Zudem war es die erste Heimpleite der Saison, und das gegen den bisherigen Tabellenletzten. Nach 129 Spielminuten war die überraschende 2:3-Niederlage (22:25, 25:21, 30:28,18:25, 10:15) besiegelt.
Die Partie begann ausgeglichen. In der Anfangsphase war es Matthias Böhme, der die Punkte für die Gastgeber erzielte. Die Wuppertaler versteckten sich nicht und schlugen druckvoll auf. Damit brachten sie die Annahme der Netzhoppers einige Male in Bedrängnis. Der Punkt zum 16:17 verursachte ein Raunen in der Landkost-Arena Bestensee. Christoph Eichbaum kreuzte Nikola Matijasevic im Angriff und schlug den Ball in den gegnerischen Dreimeterraum.
Es schien ein Ruck durchs Team zu gehen. Durch einen erfolgreichen Block gingen die Netzhoppers dann mit 18:17 in Führung. Allerdings folgten Abstimmungsschwierigkeiten in der Annahme und Fehler im Angriff, so dass der Satz verloren ging.
Im zweiten Satz begann Sebastian Krause für Arvid Kinder auf der Außenposition. Die Einwechslung zeigte Wirkung und die Netzhoppers legten mit 4:0 einen gelungenen Start hin. Mit guten Blocks und konzentrierten Angriffen dominierten sie den Satz und lagen stets in Führung.
Der dritte Durchgang verlief ähnlich. Die Netzhoppers starteten abermals mit 4:0. Diese Führung bauten sie zum 7:2 aus. Durch Fehler im Aufschlag und abermals Abstimmungsschwierigkeiten in der Annahme kam Wuppertal jedoch noch mal heran und ging bei 20:19 erstmalig in diesem Satz in Führung. Dadurch wurden die Netzhoppers wachgerüttelt.
Nikola Matijasevic glich mit einem Punkt durch die Mitte zum 24:24 aus und setzte mit einem Block noch einen drauf. Eine Abwehraktion von Sebastian Prüsener war es, die den entscheidenden Einerblock von Kapitän Manuel Rieke möglich machte und somit zum 30:28 führte.
Auch wenn der dritte Satz noch knapp gewonnen wurde, brachte er Wuppertal zurück ins Spiel. Auf einmal waren es die Gäste, die das Spielgeschehen bestimmten und ihre Führung stetig ausbauten (5:2, 11:4). Besonders ärgerlich aus Sicht der Netzhoppers gestaltet sich der Punkt zum 10:17.
Christoph Eichbaum und Sebastian Prüsener prallen in der Annahme unglücklich zusammen und der bereits angeschlagene Libero Prüsener musste aufgrund einer Schulterverletzung ausgewechselt werden. Seine Position übernahm Arvid Kinder. Mirko Culic probierte in diesem Satz alles, doch die Einwechslungen brachten nicht die erhofften Verbesserungen. So ging der Satz klar mit 18:25 verloren.
„Zwei Verletzte auf dem Feld zu haben, ist natürlich schlecht. Mirko Culic hat heute viel gewechselt, wodurch es schwierig war eine Konstanz in unser Spiel zu bringen. Aber durch unsere Leistung musste er wechseln. Ich weiß nicht was heute los war“, befand ein ratloser Manuel Rieke.
Wie so oft in dieser Saison musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Da die Netzhoppers ihre individuellen Fehler nicht abschalten konnten, lag Wuppertal stetig in Front (3:1, 6:4, 9:6, 12:7) und siegte letztendlich verdient mit 15:10.
Mirko Culic war nach dem Spiel sichtlich enttäuscht: „Diese Punkte werden uns fehlen. Das wären sehr wichtige Punkte für uns gewesen. Jetzt entsteht ein Kampf, um in der Liga zu bleiben und die Playoffs zu erreichen. Wir haben heute viel zu ängstlich agiert. Zudem ist es schwer, zwei angeschlagene Leistungsträger zu ersetzen.“
Durch diese Niederlage und dem Überraschungssieg von evivo Düren gegen Generali Haching sind die Netzhoppers in der Tabelle auf den sechsten Platz abgerutscht.
Es war ein Abend, an dem vieles schief lief. Am Ende steht die Hoffnung, dass sowohl Libero als auch Kapitän, der Mannschaft, mit ihrer Genesung die kurzzeitig verloren gegangene Euphorie wieder aufleben lassen.
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