Es war das erhoffte gute Ergebnis, um mit gestärktem Selbstbewusstsein die heißeste Phase der Olympia-Qualifikation angehen zu können: Katrin Holtwick und Ilka Semmler haben beim ersten Grand Slam des Jahres in Shanghai Platz neun belegt und damit neben den 8.000 US-Dollar Preisgeld wertvolle 320 Weltranglistenpunkte gewonnen. Damit festigen sie ihre gute Position im Kampf um ein von zwei Olympia-Tickets, auf dass sich deutsche Beachvolleyball-Duos beste Hoffnungen machen können.
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Das Turnier in Shanghai war die fünftletzte Etappe des Qualifikationsmarathons für die Spiele in London. Es folgen drei weitere Grand Slams sowie die Europameisterschaften in Den Haag/Niederlande. Von Shanghai aus geht es gleich weiter nach Peking, wo der nächste Grand Slam ansteht. Und den haben Katrin Holtwick und Ilka Semmler trotz aller Asien-Abneigungen in bester Erinnerung, denn 2011 standen sie als Zweitplatzierte auf dem Treppchen.
Doch erst einmal durften sie das Abschneiden in Chinas drittgrößter Stadt genießen. Nach drei Siegen zum Auftakt hatten sie die Pool-Plays als Gruppensieger beendet. Im ersten Spiel gab es ein 2:1 (18:21, 21:18, 15:13) gegen die Vorjahressiegerinnen von Shanghai und Myslowice Keizer/van Iersel (Niederlande). "Es war eine heiße Schlacht, sagte Coach Andreas Künkler, der seine Schützlinge vor Ort betreute. "Lange Zeit ging es ausgeglichen hin und her. Doch am Ende haben wir durch starke Block- und Abwehrleistungen gesiegt.
Wesentlich entspannter ging es gegen das chinesische Duo Yuanyuan Ma und Changning Zhang zur Sache. Nach nur 29 Minuten stand es 2:0 und 21:10, 21:15 in den Sätzen für Holtwick/Semmler. "Unsere Gegnerinnen sind noch sehr unerfahren, daher hatten wir keine Probleme, so Künkler. Changning Zhang ist beispielsweise erst 16 Jahre alt.
Mit dem 2:0 (21:19, 21:17) gegen die Australierinnen Natalie Cook und Tamsin Hinchley wurde dann Platz eins in Pool H eingefahren. Sehr zur Freude des Trainers: "Wir haben sehr aggressiv gespielt. Ilka leistete überragende Blockarbeit und Katrin hat durch starke Shotabwehr viele Breaks ermöglicht.
So kam es schließlich in der zweiten Single-Out-Runde zum Duell gegen die österreichischen Schwaiger-Schwestern Doris und Stefanie. Beide Teams kennen sich bestens, da sie auch in der Saisonvorbereitung immer wieder mal gemeinsame Trainingslager bestreiten. An diesem Tag hatten die Schwaigers das bessere Ende für sich und siegten mit 2:0 (21:17, 23:21). "Der zweite Satz war hart umkämpft, so Künkler, der trotz der Niederlage ein positives Fazit zieht: "Wir haben in allen Matches im Sideout sehr stabil gespielt und fahren mit viel Selbstvertrauen nach Peking. Das Turnier war ein großer Schritt Richtung London.
Damit sollten auch die nächsten Aufgaben gemeistert werden. Siehe Peking, wo am 9. Mai die Pool-Plays gewinnen. Vielleicht sollten sich Katrin Holtwick und Ilka Semmler bis dahin noch einmal die Resultate aus 2011 vor Augen halten. Da gab es unter anderem Siege gegen die späteren Weltmeisterinnen Larissa/Juliana aus Brasilien, gegen die späteren Europameisterinnen Cicolari/Menegatti (Italien) sowie die aktuellen Weltranglisten-Ersten Talita/Antonelli (Brasilien). Im Finale wurden sie erst nach drei Sätzen von den Olympiasiegerinnen Walsh/May-Treanor (USA) gestoppt und erhielten von der FIVB den Spitznamen "Giant Killer.


